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Aromatisches Bärlauch-Pesto schnell gemacht

Bärlauch Pesto
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Bärlauch-Pesto schnell gemacht

Frische Bärlauchblätter sind eine äußerst schmackhafte Zutat. Wenn Ihr sie gerne verwendet oder einfach einmal ausprobieren möchtet, ist ein Bärlauch-Pesto ideal. Wir zeigen Euch in unserem Rezept, wie Ihr es in wenigen Arbeitsschritten selbst zubereitet.

  • Gesamtdauer ohne Wartezeit: 00:10
  • Menge: 3 Gläser a 200ml 1x

Zutaten

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  • 300 g frische Bärlauchblätter
  • 100 g Parmesan (gerieben)
  • 100 g Pinienkerne
  • 250 g Rapsöl oder natives Olivenöl extra
  • Salz
  • weißer Pfeffer

Material:

  • Mixer oder Küchenmaschine

Schritt für Schritt

  1. Bärlauch waschen und gut abtropfen lassen.
  2. Bärlauch, Parmesan und Pinienkerne in den Mixer geben. Die Hälfte des Öls darübergießen.
  3. Mixen, bis alle Zutaten gut zerkleinert sind, die Mixtur aber noch nicht ganz breiig ist.
  4. Rest des Öls in den Mixer geben und so lange mixen, bis das Pesto eine cremige Konsistenz hat.
  5. Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipps & Hinweise

  • Bei der Pesto-Herstellung mit der Maschine erwärmen sich die Messer sehr schnell. Das kann im ungünstigsten Fall zu einer Beeinträchtigung des Pesto-Geschmacks führen. Sowohl Bärlauchblätter als auch Messer sollten deswegen zu Beginn der Zubereitung möglichst kalt sein.
  • Mit unserem Rezept könnt Ihr gut experimentieren. Geschmacksneutrales Rapsöl bringt das Aroma des Bärlauchs am besten zur Geltung. Nehmt Ihr Olivenöl, vermischen sich die beiden Aroma, und das Pesto bekommt einen ganz anderen Charakter. Beim Käse könnt Ihr außer Parmesan einen anderen Hartkäse nehmen, beispielsweise Pecorino oder Emmentaler. Alternativen für Pinienkerne sind Sonnenblumenkerne und Mandelblätter oder -stifte.
  • Wenn Ihr Euer fertiges Bärlauch-Pesto länger aufbewahren wollt, füllt Ihr es in sterilisierte Gläser ab. Vor dem Verschließen gebt Ihr noch eine Schicht Speiseöl auf das Pesto.

Würziger Bärlauch: ein Kurzprofil

Bärlauch ist ein beliebtes Würzkraut, dessen Geschmack und Geruch stark an Knoblauch erinnert. Waldknoblauch, Bärenknoblauch oder Hexenzwiebel sind weitere Bezeichnungen für die Pflanze. Im Gegensatz zum Knoblauch selbst entsteht nach dem Genuss keine „Fahne“. Bärlauch in getrockneter Form werdet Ihr vergeblich suchen. Damit sein Aroma zur Geltung kommt, müsst Ihr ihn frisch verarbeiten. Deswegen bereitet Ihr Euer selbst gemachtes Bärlauch-Pesto am besten während der Bärlauch-Saison zwischen März und Juni zu. Wer großer Fan der grünen Blätter ist, kann einen Vorrat davon einfrieren. Eine Alternative zum gekauften Bärlauch ist selbst gezogener. Wilden Bärlauch sammeln sollten nur diejenigen, die ihn eindeutig identifizieren können. Denn Bärlauch ähnelt einigen Giftpflanzen.

Pesto – eine italienische Spezialität

Für Pesto gibt es zahlreiche Rezepte. Grundzutaten sind Öl, Kräuter, Käse, Gemüse sowie Kerne oder Nüsse. Die Ursprünge des Pestos liegen in Ligurien. Ein klassisches Pesto alla Genovese besteht aus Olivenöl, Pinienkernen, Pecorino und Basilikum. Doch zahlreiche andere Varianten schmecken ebenso gut wie das Original. Pestos passen zu Pastagerichten und frischem Brot. Sie lassen sich außerdem als Füllungen oder als Zutat für Dips und Salatdressings verwenden.

Bei der Zubereitung habt Ihr die Wahl: per Hand zerkleinern und mischen oder eine Küchenmaschine verwenden. Mit Unterstützung moderner Technik seid Ihr sehr schnell fertig. Doch bei der traditionellen Zubereitung im Mörser könnt Ihr besser kontrollieren, welche Konsistenz Euer Pesto bekommt.