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Grillen auf dem Balkon: Wann ist was erlaubt?

Grillen auf dem Balkon
Beim Grillen auf dem Balkon solltet ihr einiges beachten. Foto: Adobe Stock | #281002955

Was dem einen der Garten, das ist dem anderen der Balkon: Der Platz zum Gärtnern, Genießen und Grillen! Doch ist das Grillen auf dem Balkon überhaupt flächendeckend erlaubt oder gar verboten? Wir werfen für euch einen Blick auf die aktuelle Gesetzeslage in Deutschland und geben euch Tipps für erfolgreiches Balkongrillen – dann klappt’s auch mit den Nachbarn!

Darf man auf dem Balkon grillen?

Die gute Nachricht zuerst: Es gibt kein grundsätzliches Grillverbot auf deutschen Balkonen. Allerdings existiert auch kein „Grundrecht aufs Grillen“, selbst wenn einige Grillmeister das glauben mögen. Stattdessen sollten Bewohner von Mietshäusern mit Balkonen einen Blick in ihren jeweiligen Mietvertrag werfen.

Grillen auf dem Balkon der Mietwohnung – was ist erlaubt?

Wohnungseigentümer haben das Recht, im Mietvertrag die Nutzung von Grills ganz oder teilweise zu untersagen (Urteil Landgericht Essen vom 7. Februar 2002, AZ: 10 S 438/01) – und mit dem Unterschreiben des Mietvertrages sind Sie daran verpflichtend gebunden. Wer auf seinem Balkon grillt, obwohl es laut Mietvertrag verboten ist, riskiert eine Abmahnung oder im nächsten Schritt eine Kündigung.

Häufig ist das Grillen jedoch nicht komplett verboten, sondern nur der Brennstoff Holzkohle darf nicht genutzt werden. In diesem Fall haben Sie die Wahl zwischen der Nutzung eines Gas Balkongrills oder eines Elektrogrills – zu beiden Grillarten werden wir weiter unten noch ein paar Tipps geben.

Wichtig: Wenn Sie Ihren Grill in einem Innenraum benutzen möchten, müssen Sie zwingend einen Elektrogrill verwenden. Holzkohle-, Pellet- oder Gasgrills dürfen ausschließlich im Freien verwendet werden.

Grillen auf dem Balkon der Eigentumswohnung – was ist erlaubt?

Wer meint, er sei fein raus, weil er nicht zur Miete, sondern in einer Eigentumswohnung lebt, sollte auch hier zunächst kritisch prüfen, ob es nicht doch geltende Grillverbote gibt. Eigentümergemeinschaften können das Grillen nämlich beschränken bzw. über die Hausordnung verbieten. Nur wenn das nicht der Fall ist, ist das Grillen auf dem Balkon uneingeschränkt erlaubt – aber Vorsicht: „Uneingeschränkt“ heißt nicht, dass Sie 24/7 die Rotisserie laufen lassen sollten. Es gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.

Das bedeutet, dass Ihre Nachbarn durch Ihr Grillverhalten nicht unzumutbar gestört werden dürfen. Konkret heißt das, dass Ihr Umfeld sich vor den Einflüssen Ihres Grillens schützen können muss, zum Beispiel indem Nachbarn rechtzeitig die Fenster schließen können, da Sie Ihre Grillfeier vorab mit einem Aushang angekündigt haben. Im Gegenzug müssen die Nachbarn Ihre Grillaktionen in einem gewissen Maß tolerieren, beispielsweise ist der Geruch von fertig Gegrilltem keine Unzumutbarkeit.

Balkongrillen: Gesetzliche Vorschriften auf Bundes- und Länderebene

Eine grundlegende gesetzliche Regelung des deutschen Grillverhaltens gibt es wie gesagt nicht. Da es jedoch immer wieder zu Nachbarschaftsstreitigkeiten kommt, beschäftigt dieser Sachverhalt regelmäßig verschiedene Gerichte in Deutschland. Aus den Urteilen kann man versuchen, Handlungsempfehlungen abzuleiten, jedoch sind die Gerichtsurteile zum Grillen auf dem Balkon so vielfältig wie die Streitfälle selbst.

Das Amtsgericht Berlin-Schöneberg urteilte im Oktober 2007, dass jährlich 20x bis 25x für ca. 2 Stunden gegrillt werden darf, jedoch maximal bis 21 Uhr (AZ: 3 C 14/07). Das Landgericht Essen hatte fünf Jahre zuvor im März 2002 geurteilt, dass zweimal pro Monat zwischen 17 und 22:30 Uhr gegrillt werden dürfe (AZ: 6 S 2/02). Im Juli desselben Jahres hatte das Oberlandesgericht Oldenburg wiederum das Grillen bis 24 Uhr erlaubt, jedoch nur insgesamt viermal im Jahr (AZ: 13 U 53/02).

Falls Sie unsicher sind, wie sich die die Sache konkret in Ihrem Umfeld verhält, treten Sie am besten mit Ihren Nachbarn in den direkten Dialog. Ein von gegenseitiger Rücksichtnahme geprägtes Verhalten mit klaren Regeln, die den Bedürfnissen aller gerecht wird, ist mit Sicherheit die sinnvollste Lösung.

Welcher Grill eignet sich am besten für das Grillen auf dem Balkon?

Wenn Sie abgeklärt haben, ob und inwiefern Ihnen das Grillen auf dem Balkon erlaubt ist, steht die nächste große Frage ins Haus: Welcher Grill ist am besten für den Balkon geeignet? Wir stellen Ihnen nachfolgend ein paar empfehlenswerte Modelle kurz vor. Gasgrills für den Balkon Kompakt und leistungsstark gibt sich der Gas-Kugelgrill P-420 G Minichef von Outdoorchef. Er lässt sich bequem auf jedem Tisch platzieren und mit 12 kg Gewicht auch mal auf einen Ausflug mitnehmen. Mit 4,3 kW Brennerleistung und dem Easy Flip Trichter System für direktes und indirektes Grillen bietet er alle Grillmöglichkeiten, die ein Kugelgrill haben muss.

Etwas größer, aber dennoch balkon-kompakt ist der Gasgrill FORCETM von Everdure by Heston Blumenthal. Zwei Brenner mit 6,4 kW Gesamtleistung und gusseiserne Grillroste sorgen für volles Grillvergnügen. Die linke Seitenablage ist klappbar, sodass der Grill sich auch auf schmaleren Balkonen gut einfügt.

Wer richtig ordentlich Platz hat, dem sei darüber hinaus die Gas-Grillstation Arosa 570 G Steel inkl. Blazing-/Cooking-Zone von Outdoorchef ans Herz gelegt. Die Station vereint einen klassischen Gas-Kugelgrill mit einer zusätzlichen Seitenkochstelle und einer 900 °C heißen Blazing-Zone für perfektes Searing. Mit einem solchen Gasgrill wird Ihr Balkon im Handumdrehen zur Outdoorküche und der Backofen kann Ferien machen!

Elektrogrills für den Balkon

Wer unsicher ist, ob die Nachbarn mit einem Gasgrill auf dem eigenen Balkon d’accord sind, geht am besten mit einem Elektrogrill auf Nummer sicher. Dieser hat den entscheidenden Vorteil, dass Sie bei schlechtem Wetter und genug Platz in der Wohnung auch spontan indoor grillen können. Analog zum Gasgrill P-420 G Minichef hält Outdoorchef für das kleine Platzangebot auch die Elektroversion P-420 E Minichef bereit. Der Elektro-Kugelgrill ermöglicht beeindruckende 300 °C Grilltemperatur und kann durch seine abnehmbaren Seitenablagen sehr platzsparend verstaut werden.

Mit gleicher Technik, aber auf seinem eigenen Untergestell überzeugt der Elektro-Kugelgrill P-420 E Minichef Plus von Outdoorchef, der eine angenehme Arbeitshöhe von 85 cm bietet. Wer das Elektrogrillen der neuesten Generation erfahren möchte, sollte sich zudem mit dem ElektroInfrarotgrill beefy von ASTEUS beschäftigen. Mit 800 °C Oberhitze steht dieser Elektrogrill einem Gasgrill in nichts nach. Sein kompaktes Design ist perfekt für den Einsatz drinnen wie draußen konzipiert.

Wichtig: Falls Ihr Mietvertrag oder die Hausordnung das Grillen auf dem Balkon komplett verbietet, dann ist auch das Balkongrillen mit einem Elektrogrill nicht zulässig. Prüfen Sie unbedingt vor dem Angrillen die entsprechenden Unterlagen.

Holzkohlegrills für den Balkon

Wer es ganz klassisch mag und kein Problem mit Holzkohle auf dem Balkon hat, dem sei der HolzkohleKugelgrill Kensington 570 C von Outdoorchef empfohlen. Sein Easy Slide Trichtersystem macht direktes und indirektes Grillen zum Kinderspiel, während der klappbare Grillrost das Nachlegen von Kohle erleichtert. Ein Kugelgrill für alle Gelegenheiten! Das Plus an technischer Raffinesse bietet der Willhelm Grill Holzkohlegrill mit App-Steuerung. Mithilfe eines fahrbaren Glutbetts kann er Temperaturen zwischen 150 °C und 550 °C bereitstellen und lässt sich bequem per Smartphone oder Tablet überwachen und steuern.

Pelletgrills für den Balkon

Noch ein Tipp für die potenziellen Holzkohle-Nutzer: Ziehen Sie gegebenenfalls einen Pelletgrill für den Balkon in Betracht! Sie nutzen damit einen umweltfreundlichen Brennstoff und profitieren von vielen technischen Vorteilen. Der Pelletgrill RANGER von Traeger zum Beispiel ist so kompakt, dass er nicht nur auf dem Balkon eine gute Figur macht, sondern auch perfekt für einen Trip ins Grüne geeignet ist. Richtig abwechslungsreich wird es zudem mit dem Ventura Hybrid Pizzaofen Speziale, einem kleinen Outdoor-Pizzaofen, der sowohl mit Gas als auch mit Pellets betrieben werden kann. Doch Vorsicht: Wenn Sie anfangen, auf Ihrem Balkon Brot oder Pizza wie ein Profi zu backen, klingeln die Nachbarn bald regelmäßig, weil sie etwas abhaben wollen!

Fazit: Was sollten Sie beim Grillen auf dem Balkon auf jeden Fall beachten?

Wenn in Ihrem Umfeld das Grillen auf dem Balkon erlaubt ist, dann ist zeitnah Angrillen angesagt! Achten Sie jedoch unabhängig von den weiteren Regelungen unbedingt darauf, die gesetzlichen Ruhezeiten im Freien einzuhalten. Ab 22 Uhr gilt es, Gespräche auf dem Balkon auf Zimmerlautstärke zu reduzieren oder nach drinnen umzuziehen. Größere Grillevents kündigen Sie am besten vorher per Aushang im Haus an. Wer mit Holzkohle grillt, sollte einen Anzündkamin benutzen, um den Grill schnell und effizient auf Temperatur zu bringen.

Und falls Sie das Pech haben, dass auf Ihrem Balkon das Grillen nicht erlaubt sein sollte: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Kommune nach öffentlichen Grillplätzen und verlegen Sie die nächste Grillparty einfach dorthin!

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