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Hochprozentiges vor dem Grillen, nach dem Grillen – und auf dem Grill!?

Bis das Grillgut auf dem Grill landet, ist ein fruchtig-frischer Aperitif ein passender Willkommensdrink
Grillgut / Foto: pixabay

Natürlich sind Fleisch, Fisch, Würstchen und Gemüse die kulinarischen Protagonisten jeder Grillparty. Hinzu kommen Baguettes, Dips und Salate. Allerdings wird auch dem i-Tüpfelchen bei jeder Grillparty – dem hochprozentigen Verdauungsschnaps danach – immer größere Bedeutung zugemessen. Spirituosen zu bestellen, ist mittlerweile einfach auch online möglich. Doch welches Tröpfchen davor und danach gereicht werden sollte oder vielleicht sogar zur Marinade verarbeitet werden könnte, verrät dieser Beitrag.

Vor dem Angrillen wird es oft fruchtig-spritzig

Die Zeiten, in denen Sekt, Prosecco und Orangensaft als Aperitif gereicht wurden, sind längst passé. Stattdessen gibt es vor allem fruchtig-spritzige Willkommensgrüße mit und ohne Alkohol. Der Grenadine-Spritz, der aus Grenadinesirup, Cremant und Zitronenthymian gefertigt wird, ist die süße Abwandlung des kultigen Aperol-Spritz. Beim Negroni-Spritz gesellen sich zu Campari und Prosecco noch Orangen, Gin und Martini dazu. Aus Mango, Minze, Maracujasirup, Lillet und Prosecco lässt sich der Mango-Maracuja-Spritz mixen. Der Holunderblütencocktail mit Erdbeeren, Holunderblütensirup und Prosecco erinnert an den kultigen Hugo auf Eis. Auf Wodka-Basis lässt sich mit Zitronen, Heidelbeeren und Tonic ein beeriger Aperitif bereitstellen. Ein Mix aus Gin, Basilikum und Zitronen sorgt hingegen für einen grünen, erfrischenden Kräutermix.

Abbildung 2: Ein fruchtig-frischer Cocktail könnte die Gäste beim Grillabend begrüßen. / Foto: pixabay (Korpiri)

Wer ohnehin zum Essen ein Bier trinken wird, könnte sich vielleicht an einem Weissbier-Hugo als Aperitif erfreuen. Zum Weizen werden Minze, Holunderblütensirup und Zitronensaft gegeben. Weinfreunde könnten mit einem Rosé-Fizz in den Grillabend starten. Rosewein wird mit Zitronensaft, Kirschsirup und Prosecco gemischt. Eine Orange rundet den fruchtigen Aperitif ab. Auch die Sangria bleibt sicherlich ein Dauerbrenner auf der Grillparty. Weissbier-Hugo und Rosé-Fizz sind auch die perfekte Überleitung, falls zum Gegrillten Wein oder Bier serviert wird.

Und nach dem Grillen könnten diese Spirituosen gereicht werden

Spätestens wenn das letzte Stückchen Filet vertilgt ist und das Brot im Brotkorb sich dem Ende neigt, ist es Zeit, sich um den flüssigen Nachtisch zu kümmern. Doch was wird eigentlich traditionell nach dem Barbecue gereicht?

Der Klassiker in der Kategorie der Verdauungsschnäpse ist sicherlich der Williams Christ Birnenschnaps. Auch andere Obstbrände erfreuen sich großer Beliebtheit, wenn das Grillfeuer zu einem Lagerfeuer wird. Der Geschmack ist süß, saftig und erhält seine Kraft durch eine feine Muskatnote. Wird Enzianschnaps gereicht, sorgt dieser für ein eher bitter-würziges Geschmackserlebnis. Nicht jeder verträgt den Mix aus Eukalyptus und Zitrus, der vor allem nach dem Genuss von Lamm und Rind gerne angeboten wird.

Nach dem Grillen werden oft klare Schnäpse serviert. / Foto: pixabay (Peggy Marco)

Sehr natürlich ist hingegen der Geschmack von fassgelagertem Doppelkorn, denn dieser sorgt für einen Geschmacksmix aus Roggen, Weizen und Holz. Für seinen einzigartigen Kräutergeschmack ist der Pijökel-Kräuterlikör bekannt, der keine bitteren Noten beinhaltet, sondern nach Ingwer, Vanille, Zimt und Mandeln schmeckt. Auch beim Heuschnaps, der auf Basis von Kräutern, Wiesen und Blühpflanzen entsteht, schmeckt man die natürliche Komponente. Zu den hochprozentigen Verdauungsschnäpsen zählen der Weissbrand mit 40 Prozent und der Moonshine mit 50 Prozent. Das Besondere am Weissbrand ist der ausgewogene Mix aus Wein und Frucht, der – je nach Marke – mit Nelke, Kakao, Muskat oder sogar afrikanischem Pfeffer gewürzt sein könnte.

Gibt’s Hochprozentiges auch direkt vom Grill?

Natürlich kann es bei dem einen oder anderen passionierten Hobby-Griller auch auf dem Rost hochprozentig werden. Zu den beliebtesten Marinaden mit Schuss gehört die Biermarinade, die aus Öl, Essig, Bier, Salz, Pfeffer und Knoblauch besteht. Je nach Wahl des Bieres verändern sich auch die Marinade und damit der Geschmack des Grillguts. Rauchbier verleiht dem Grill beispielsweise einen rauchigen Geschmack. Darüber hinaus gibt es auch Marinaden auf Basis von Whisky, Champagner, Wodka oder gar Rum.

  • Die Champagner-Marinade wird mit Öl, Champagner, Senf, Basilikumblättern, weißem Pfeffer und Salz zur edlen Marinade. Wer die Marinade günstiger halten möchte, ersetzt den Champagner mit Sekt. In Kombination eignet sich diese Marinade besonders gut für Fisch vom Grill.
  • Die Rum-Marinade ist die wohl schärfste Marinade der hochprozentigen Art, denn neben Öl, Rum und Zucker kommen Worcestersauce und Tabasco dazu.
  • Die Whisky-Marinade wird aus Sonnenblumenöl, Whisky, Rosmarin und Senf angerührt. Wer den süßlichen Geschmack schätzt, kann dazu noch Honig oder Ahorn-Sirup geben.
  • Die Wodka-Marinade steht und fällt geschmacklich mit den Zutaten, die neben dem Wodka angerührt werden – nämlich mit Öl, Senf, Zucker, Knoblauch und Zwiebeln. Der Wodka selbst ist nämlich weitestgehend geschmacksneutral.
Bevor Fleisch und Fisch auf den Grill kommen, werden sie nciht selten eingelegt – auch in Hochprozentiges / Foto: pixabay (ivabalk)

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Rezepte, mit denen aus Whisky, Bier und anderen alkoholischen Getränken eine Grillsauce zusammengemixt werden kann. Vor allem für den rauchigen Geschmack sorgt der Mix aus rauchigem Whisky oder rauchigem Bier. Wer sich an mutigere Kreationen heranwagt, könnte auch süße-saure Kombinationen wählen, wie etwa mit Tomaten, Himbeeren, Balsamico, Zwiebeln, Knoblauch, Honig, Paprikapulver, Petersilie, Sojasauce und Obstbränden.