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Picanha vom Grill – Perfekt auf dem Drehspieß gegrillt

Picanha
Picanha ist für Fleischliebhaber ein absolutes Muss. Perfekt gelingt es auf einem Drehspieß. (Foto: Adobe Stock | #359338499)

Picanha ist das Fleisch gewordene Geschmackswunder der lateinamerikanischen Grillkultur. Wer schon einmal einem südamerikanischen Asado dabei sein durfte oder schon mal in einem Rodizio-Restaurant gegessen hat, wird an diesem Stück Fleisch wohl nicht vorbei gekommen sein. Dabei handelt es sich um das Schwanzstück vom Rind – hierzulande besser bekannt als Tafelspitz. Anders als beim Tafelspitz besitzt das Picanha aber einen deutlichen Fettrand, der für den unvergleichlichen Geschmack sorgt. Bei der Zubereitung auf dem Drehspieß, dem „Currasco“, schmilzt das Fett und umläuft permanent das Fleisch. Und das Picanha sogar auf dem Gasgrill funktioniert, davon überzeugte uns unser PremioGas XLII von Schickling.

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Picanha vom Grill – Das lateinamerikanische Geschmackswunder

Picanha ist ein besonderes Stück Fleisch, welches sich hervorragend für die Zubereitung auf einem Drehspieß eignet („Churrasco“). Das schmelzende Fett sorgt für eine Geschmacksexplosion.

  • Vorbereitungszeit: 00:15 Minuten
  • Wartezeit: 00:30 Minuten
  • Grill- / Kochzeit: 00:15 Minuten
  • Gesamtdauer: 01:00 Stunde
  • Menge: 4 Personen

Zutaten

Material:

  • Drehspieß

Schritt für Schritt

  1. Das Picanha aus der Kühlung nehmen und in etwa 6-8 cm große Stücke schneiden. Den Fettdeckel unbedingt dran lassen.
  2. Das Fleisch großzügig mit grobem Meersalz würzen. Anschließend die Stücke leicht biegen (wie einen Halbmond) und auf den Spieß stecken. Etwa 30 Minuten das Salz bei Zimmertemperatur einziehen lassen.
  3. Den Grill auf etwa 250 °C vorheizen. Spieß auflegen und indirekt unter ständigem Drehen grillen. Wir haben dafür unseren PremioGas XLII von Schickling Grill inklusive des Backburner System mit Drehspieß genutzt. Das Backburner System lenkt die Hitze an den hinteren Teil des Drehspießes und verhindert Stichflammen durch herabtropfendes Fett.
  4. Nach etwa 10 bis 15 Minuten sollte die äußerste Schicht des Picanha bereits schön knusprig sein. Diese könnt ihr direkt vom Spieß in dünnen Streifen abschneiden (wie beim Gyros / Döner). Sollte der Kern noch zu roh sein, einfach den Spieß für weitere 10 Minuten auf den Grill legen.
  5. Essen und genießen!

Tipps & Hinweise

Als Beilage empfehlen wir Bratkartoffeln oder Reis mit schwarzen Bohnen. Aber eigentlich reicht dazu auch einfach nur ein Dip, wie etwa eine klassische Chimicurri. Besonderer Tipp: Probiert auch unbedingt ein Stück vom Fettrand. Es sieht zwar nicht schön aus, schmeckt aber unfassbar gut!

Unser Picanha in Bildern

Mit einem scharfen Messer schneiden wir das Picanha in Stücke.
Picanha
Das grobe Meersalz lassen wir etwa 30 Minuten auf das Picanha einwirken, entfernen es aber grob, bevor es auf den Grill kommt.
Picanha
Aufgespießt auf dem Spieß kann es endlich losgehen. Für einen gleichmäßigeren Halt haben wir am Anfang und Ende des Spießes jeweils eine halbe Zwiebel drauf gesteckt.
Picanha
Die vom Spieß abgeschnittenen Streifen schmecken hervorragend mit Chimicurri.

Unterschied zum Tafelspitz

Wie der hierzulande bekannte Tafelspitz ist auch das Picanha das Schwanzstück vom Rind. Das heißt aber nicht, dass sich jedes Stück Tafelspitz für diese Zubereitung eignet. Wesentlicher Unterschied ist der deutliche Fettdeckel am Picanha, der beim klassischen Tafelspitz fehlt. Dieses Fett sorgt allerdings dafür, dass das Fleisch beim Grillen nicht austrocknet und gibt zudem sein volles Aroma an das Fleisch ab – vor allem bei der Zubereitung mit dem Drehspieß fließt das schmelzende Fett permanent um die Fleischstücke herum und macht sie damit unfassbar lecker. Darüber hinaus unterscheiden sich Tafelspitz und Picanha in der Reifezeit. Da Tafelspitz in der Regel als Suppenfleisch dient, ist hier eine lange Reifezeit nicht notwendig. Anders beim Picanha: Das Stück von unserem Lieferanten Yourbeef.de reift mindestens 21 Tage. Durch dieses lange Reifeverfahren werden die Fleischfasern zart und mürbe und eignen sich daher viel besser zum Grillen.