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Rollbraten grillen: Rezept für den Grill

Rollbraten grillen
Rollbraten grillen - Bild: exclusive-design

Ob Festtagsbraten oder kulinarischer Höhepunkt Eurer Gartenparty: Ein zarter Rollbraten vom Grill ist ein Leckerbissen. Wir zeigen Euch, wie Ihr die Grillspezialität selbst zubereiten könnt, und stellen Euch köstliche Varianten vor.

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Rollbraten grillen: Rezept für den Grill

  • Vorbereitung: 00:30
  • Grilldauer: 00:90
  • Gesamtdauer: 02:00
  • Menge: 4 Portionen 1x
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Zutaten

  • 1 kg Schweinenacken
  • 1 EL Salz
  • 1,5 EL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1,5 EL Paprikapulver (edelsüß oder scharf)
  • 1,5 EL Senf (mittelscharf oder scharf)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen

Material:

Schritt für Schritt

  1. Fleisch abbrausen und trockentupfen.
  2. Fleisch im unteren Drittel quer einschneiden, dabei einen Rand stehen lassen. Fleisch aufklappen und noch einmal quer einschneiden.
  3. Fleisch zu einem Rechteck aufklappen und mit Salz, Pfeffer sowie Paprikapulver würzen. Anschließend mit Senf bestreichen.
  4. Zwiebeln schälen und klein hacken, danach gleichmäßig über das Fleisch verteilen. Dabei in Rollrichtung an beiden Seiten einen etwa 3 bis 4 cm breiten Rand lassen.
  5. Knoblauchzehen schälen und den Knoblauch mit der Presse gleichmäßig über das Fleisch verteilen.
  6. Fleisch in Bratennetz einrollen.
  7. Grill auf 190 bis 200 °C indirekte Hitze einregeln. Optional: Räucherchips in den Grill geben.
  8. Rollbraten auf den Grill legen und ein bis eineinhalb Stunden garen. Bei einer Kerntemperatur von 75 °C ist das Schweinefleisch durchgegart.
  9. 10 bis 15 Minuten ruhen lassen, Netz entfernen und den Braten in gleichmäßige Scheiben schneiden

Rollbraten vom Grill – Wissenswertes über das beliebte Fleischgericht

Rollbraten ist eine sehr allgemeine Bezeichnung. Es handelt sich dabei um ein Fleischstück oder mehrere Fleischstücke, die zusammengerollt geschmort, gebraten oder gegrillt werden. Rollbraten gibt es mit und ohne Füllung. Bei ungefülltem Rollbraten ist eine gute Fleischqualität besonders wichtig, um ein schmackhaftes Ergebnis zu erhalten. Für die Füllungen gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Ihr könnt eine deftige Option wie Zwiebeln und Speck oder Hackfleisch wählen. Kräuter, Paprika, Feta oder Backobst schmecken als Füllungen ebenfalls sehr gut.

Eine berühmte Rollbraten-Variante ist Porchetta aus der italienischen Küche. Hierfür wird ausschließlich das Fleisch von jungen Säuen verwendet. Die Füllung besteht aus frischen Kräutern. In Ariccia ist dies Rosmarin, in Norcia meist wilder Fenchel.

Rollbraten lässt sich auf unterschiedliche Weise garen. Der Bräter ist eine gute Wahl, wenn Ihr ihn mit Soße servieren möchtet. Beim Grillen könnt Ihr das Fleisch einfach auf den Rost legen oder als Spießbraten am Drehspieß garen.

Das richtige Fleisch für Euren Rollbraten vom Grill

Für unser Rezept nehmen wir Schweinenacken. Schweinefleisch ist die klassische Zutat für einen deftigen Rollbraten. Geeignet sind alle Stücke, die groß genug sind und die auch bei anderer Zubereitungsart einen guten Braten abgeben. Pro Person rechnet Ihr etwa 200 bis 250 g. Das Fleisch sollte fein marmoriert sein, damit nach dem Grillen das Ergebnis nicht zu trocken ist. Das Alter des Tiers spielt für die Qualität des Grillergebnisses ebenfalls eine Rolle. Spanferkel ergeben einen besonders zarten Rollbraten. Falls Ihr das Fleisch bei einem Metzger kauft, könnt Ihr es gleich dort zurechtschneiden lassen. Supermarkt-Angebote für Rollbraten sind meistens weniger gut geeignet. In vielen Fällen handelt es sich um fertig gerollte und gebundene Fleischwaren, bei denen sich die Qualität schwer prüfen lässt

Wenn Ihr andere Fleischsorten vorzieht, braucht Ihr auf Euren Rollbraten nicht verzichten. Denn Rind, Kalb, Pute, Lamm oder Wildschwein sind ebenfalls geeignet. Die Garzeit variiert bei den verschiedenen Fleischarten. Bei sehr magerem Fleisch ist Spicken oder ein Speckmantel zu empfehlen.

Rollbraten grillen: Tipps für das Schneiden und Binden

Fleisch schneiden: Je nachdem, wie dick Euer Fleischstück ist, müsst Ihr einen Schnitt oder zwei Schnitte setzen. Dünnere Stücke schneidet Ihr auf halber Höhe so weit durch, dass Ihr sie bequem aufklappen könnt (Schmetterlingsschnitt). Bei den meisten Nacken- und Schulterstücken erfolgt der erste Schnitt im unteren Drittel. Danach klappt Ihr die beiden Hälften auf und schneidet die dickere noch einmal in der Mitte so weit durch, dass sich das Gesamtstück zu einem Rechteck aufklappen lässt. Euer Fleisch muss so geschnitten sein, dass Ihr den fertig gegrillten Rollbraten quer zur Faser aufschneidet.

Rollbraten binden (bridieren): Ein Bratennetz ist die schnellere Alternative zum Binden. Ihr erhaltet die Netze im Fleischereifachhandel oder online. Euer Netz muss zur Größe Eures Bratens passen und für die hohen Grilltemperaturen geeignet sein. Wenn Ihr den Rollbraten lieber mit Küchengarn bindet, habt Ihr zwei Optionen. Bei der einfacheren Methode bindet Ihr den Braten zunächst in der Mitte fest zusammen und schneidet das Garn ab. Danach wiederholt Ihr den Vorgang im Abstand von etwa 1, 5 cm auf beiden Seiten. Das Küchengarn muss so fest angezogen werden, dass der Rollbraten am Schluss überall möglichst gleichmäßig dick ist.

Bei einem großen Braten ist zur Stabilisierung meist eine etwas aufwendigere Bindeweise erforderlich. Dazu legt Ihr eine Schlaufe an ein Ende des Bratens, zieht sie fest zu und verknotet das Fadenende. Der Knoten liegt mittig auf dem Braten. Danach bildet Ihr eine weitere Garnschlaufe und legt sie so über den Braten, dass ein senkrechter Verbindungsfaden zwischen den beiden Schlaufen entsteht. Zurrt die zweite Schlaufe in etwa 1,5 cm Abstand zur ersten fest und wiederholt den Vorgang, bis der ganze Braten fest verschnürt ist. Ihr habt nun außer den Querfäden einen durchgehenden Längsfaden. Zum Schluss dreht Ihr das Fleischstück um und zieht auf der entgegengesetzten Seite einen weiteren Längsfaden durch die Schlaufen.

Rollbraten grillen: Ideen für köstliche Varianten

Wenn Euch der Rollbraten vom Grill schmeckt, könnt Ihr das nächste Mal eine der zahlreichen Rollbraten-Varianten ausprobieren. Zart gegrilltes Schweinefleisch passt zu vielen unterschiedlichen Aromen und Gewürzen. So habt Ihr immer den passenden Rollbraten für Euere nächste Einladung, Party oder Familienfeier. Wichtig ist, dass die einzelnen Geschmackskomponenten harmonieren. Wenn Ihr beispielsweise zum Füllen geräucherten Speck nehmt und beim Grillen Räucherchips verwendet, müssen die beiden Rauchnoten zueinander passen.

Deftig: Ihr könnt Euren Rollbraten mit Bacon, Speckwürfeln, gewürztem Mett oder Brät füllen und nach Belieben Apfel- oder Zwiebelstückchen untermischen.

Kräuter: Für die Gartenparty im Sommer sind Kräuterfüllungen eine tolle Idee. In den warmen Monaten gibt es eine Vielzahl von Kräutern frisch auf dem Markt zu kaufen oder im eigenen Garten zu ernten. Rosmarin, Petersilie, Thymian, Bärlauch, Basilikum oder Oregano sind einige der Kräuter, die sich für Rollbraten eignen. Fetastückchen, Pinienkerne oder gehackte Walnüsse sind eine leckere Ergänzung für Eure Kräuterfüllung.

Gemüse: Frisches Gemüse könnt Ihr klein geschnitten oder püriert für die Füllung verwenden. Tomaten, Paprika oder Möhren passen sehr gut zu Schweinefleisch. Im Herbst schmeckt eine Füllung aus Wildpilzen.

Obst: Äpfel oder Birnen sind Klassiker für Rollbratenfüllungen. Sie lassen sich gut mit Zwiebeln oder anderen Zutaten mischen. Wenn Ihr es exotisch mögt, könnt Ihr es mit Ananas und Curry versuchen. Der süßlich-fruchtige Geschmack von Backobst passt ebenfalls hervorragend.

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