Spareribs gehören zu unseren absoluten Favoriten am Grill – Grund genug, sie oft genug zu grillen. Wir haben euch schon einmal gezeigt, wie euch Spareribs vom Gasgrill gut gelingen. Heute haben wir mal eine Variante mit den folgenden Gewürzmischungen ausprobiert:

Vorbereiten der Spareribs für den Gasgrill

Wie sonst auch gilt es, etwas Vorarbeit zu leisten. Auf der Rückseite, also der fleischlosen Seite, befindet sich eine ziemlich zähe Silberhaut. Die muss weg!

Spareribs 1
Die Silberhaut auf der Rückseite muss runter.

Wenn ihr das erledigt habt, geht es ans Würzen. Bestreicht die Spareribs zunächst mit etwas Olivenöl und tragt dann ordentlich von den Gewürzmischungen auf. Einzig der Zauberstaub kann recht dünn aufgetragen werden, da er sehr gut konzentriert ist. Die „Rauchige Drecksau“ sollte ein schönes Raucharoma geben, auch wenn sie auf dem Gasgrill nicht besonders viel Rauch abbekommen werden. „Zauberstaub“ gibt als „Klassiker“ einen schönen BBQ-typischen Geschmack und „Waidmannsheil“ verleiht das Aroma von Steinpilzen und Kräutern. Dann kommt alles in Frischhaltefolie abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank.

Spareribs 2
Gut gewürzt geht es über Nacht in den Kühlschrank: (v. l.) „Rauchige Drecksau“, „Zauberstaub“, „Waidmannsheil“.

Ab auf den Grill damit

Zunächst grillen wir die Rippchen bei etwa 120-140 Grad indirekt 3 Stunden.

Spareribs 3
Wenn über Nacht die Gewürze gut eingezogen sind, kommen die Ribs auf den Grill.

Nach den 3 Stunden beginnt Phase zwei – und Alufolie kommt zum Einsatz. Wir wickeln die Spareribs in Alufolie ein, gießen einen Schuss Apfelsaft und einen Schuss Apfelessig mit hinzu und verpacken alles zu einem dichten Paket. In dieser Form schmoren die Spareribs weitere 2 Stunden. Die Temperatur darf nun etwas höher sein, so etwa 160 bis 180 Grad.

Spareribs 3
Gut verpackt in Alufolie kommen die Spareribs für weitere 2 Stunden auf den Grill.
Spareribs
Nach zwei Stunden in Alufolie sind die Spareribs wunderbar weich und das Fleisch fällt fast von selbst vom Knochen ab. Man sieht deutlich, wie die Knochen hervorkommen.

Nach den weiteren 2 Stunden sind die Spareribs wunderbar weich und die Knochen kommen deutlich zum Vorschein. Nun geht es in die Endphase und wir grillen die Spareribs eine letzte Stunde indirekt bei etwa 120 Grad. Dabei bepinseln wir die Spareribs mit einer Soße bestehend aus BBQ-Soße, einem Schuss Apfelsaft und flüssigem Honig. Einzig die mit „Waidmannsheil“ gewürzte Variante (rechts im Bild) bepinseln wir lediglich mit etwas Olivenöl, um den Geschmack von Steinpilzen und Kräutern nicht zu verfälschen.

Spareribs
In der letzten Stunde auf dem Grill werden die Rippchen regelmäßig glasiert.

Und so hat es geschmeckt

Die Ribs mit dreierlei Gewürzmischungen haben wahnsinnig gut geschmeckt. Die „Rauchige Drecksau“ hat eine zarte (wenn auch nicht zu starke) Rauchnote verliehen, der „Zauberstaub“ eine angenehme Würze. Allerdings hat die Soße den Geschmack der Gewürzmischungen sehr stark übertönt. Beim nächsten Mal werden wir die entsprechende Gewürzmischung unter die Soße mischen, damit deren Geschmack vollständig erhalten bleibt.

Überrascht hat die Variante mit „Waidmannsheil“: Da wir hier lediglich mit Olivenöl bestrichen haben, kam der Geschmack nach Wald und Wiese wunderbar durch – also eine Kombination von Steinpilzen und Kräutern. Dies hat hier schon wunderbar gut und außergewöhnlich geschmeckt. Wir sind uns sicher, dass „Waidmannsheil“ bei Lamm oder Wild noch einmal deutlicher zur Geltung kommt. (Auf den Bildern sieht diese Variante sehr dunkel aus, war aber noch vollkommen in Ordnung und absolut lecker!)

Spareribs
Nach insgesamt 6 Stunden sind die Spareribs fertig

 

 

10 KOMMENTARE

  1. Das sieht richtig klasse aus – und ich wette es schmeckt aus klasse. Waidmannsheil ist ein interessanter Rub, den werde ich auf jeden fall auch mal ausprobieren. Danke für die Inspiration 🙂 Gruß, R

  2. Diese Rippchen sind wirklich ein herrlicher Anblick! Da läuft mir direkt das Wasser im Mund zusammen. Die Glasur hast du super hinbekommen und auch die verschiedenen Rubs schreien geradezu danach von mir ausprobiert zu werden 😀
    Liebe Grüße, Marc

  3. Sieht echt super aus.
    Hast du den Apfelsaft und den Honig (wieviel ?)
    mit in die BBQ-Soße gemischt ?
    Will am WE mal das Rezept ausprobieren.
    Gruß
    Thorsten

    • Hallo Thorsten,

      ja, der Honig kommt mit in Die BBQ Soße. Du nimmst so viel Honig, dass eine Konsistenz der Soße ensteht, die du gut auf Ribs aufpinseln kannst.

  4. Moin moin aus dem hohen Norden,
    wir haben das Rezept jetzt am Wochenende mal ausprobiert und ich muss sagen trotz des enormen Zeitaufwandes hat es sich gelohnt die Familie war begeistert.
    Solche saftigen und aromatischen Spareribs kann man nicht mit denen aus dem Restaurant vergleichen.
    Macht weiter so .
    Lg Kevin

  5. Die sehen einfach super aus, da läuft mir schon wieder das wasser im mund zusammen 🙂 Wie einige hier schon geschrieben haben ist es den Zeitaufwand wert und wenn ich an das Ergebnis denke weiss ich auch wieder warum!

  6. Die sehen einfach super aus, da läuft mir schon wieder das wasser im mund zusammen 🙂 Wie einige hier schon geschrieben haben ist es den Zeitaufwand wert und wenn ich an das Ergebnis denke weiss ich auch wieder warum! Wünsche weiterhin gut grill und einen schönen rest vom sommer
    LG Grillmeister

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here