Vegetarisch

Reibekuchen – Mit diesem Rezept gelingen sie

Reibekuchen Rezept
Reibekuchen sind im Rheinland sehr beliebt und ein Klassiker auf Weihnachtsmärkten. Foto: Adobe Stock | exclusive-design

Reibekuchen, oder „Rievkooche“, wie man in Köln und dem Umland sagt, sind ein klassisches Gericht des Rheinlands und vor allem auf Weihnachtsmärkten und Volksfesten sehr beliebt. Die Kölner Kult Band „Bläck Fööss“ hat 1970 dieser Leckerei mit dem „Rievkooche Walzer“ sogar ein Lied gewidmet. Doch da ja in diesem Jahr wegen Corona die meisten Weihnachtsmärkte ausfallen, müssen wir uns selbst weiterhelfen und holen uns die Klassiker nach Hause (z.B. auch Grünkohl). Mit diesem Reibekuchen Rezept könnt ihr den leckeren Snack einfach zuhause selber machen – in der Küche oder auch am Grill.

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Reibekuchen – Rezept für den Klassiker

Nicht nur im Rheinland sind Reibekuchen ein beliebter Snack. So gelingen euch diese schmackhaften, goldbraun gebackenen Kartoffelküchlein. Dieses Rezept ist für klassische Reibekuchen – doch eurer Fantasie sind keine Grenzen bei der Erweiterung gesetzt.

  • Vorbereitung + Wartezeit: 00:15
  • Grill- / Kochzeit: 00:30
  • Gesamtdauer ohne Wartezeit: 00:45
  • Menge: 15 Stück 1x
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Zutaten

  • 1 Kg Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Eier
  • 1 EL Stärke (alternativ eignen sich auch 5 EL Haferflocken)
  • Salz & Pfeffer
  • Muskatnuss oder Muskatblüte
  • Butterschmalz oder neutrales Öl (z.B. Rapsöl)

Material für die Zubereitung auf dem Grill:

Schritt für Schritt

  1. Kartoffeln schälen und mit einer mittelgroßen Reibe reiben. Unsere Oma hat das natürlich noch mit der Hand gemacht, es gibt inzwischen aber auch Aufsätze für ziemlich jede Küchenmaschine. Geriebene Kartoffeln etwa 10 Minuten über einer Schüssel abtropfen lassen.
  2. Zwiebel schälen und ebenfalls fein reiben. Abgetropfte Kartoffelmasse für die Reibekuchen ausdrücken und mit zusammen mit Zwiebeln und Eiern und zu einem Teig verrühren. Achtet darauf, dass ihr wirklich so viel Wasser wie möglich ausdrückt, damit der Teig nicht zu flüssig wird.
  3. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Mit Stärke oder Haferflocken binden (Tipp: Die Haferflocken sorgen für einen zusätzlichen Crunch beim Essen).
  4. Den Grill aufheizen und die Fettpfanne / Einsatzpfanne über direkter Hitze platzieren. Reichlich Butterschmalz oder Öl in die Pfanne geben und erhitzen. Die Reibekuchen müssen fast darin schwimmen können. 
  5. Mit einem Löffel den Teig für die Reibekuchen in die Pfanne geben und platt drücken. 2 bis 3 Minuten von jeder Seite goldbraun ausbacken, dabei nur einmal wenden.
  6. Fertige Reibekuchen auf saugfähigem Küchenpapier auslegen, damit sie nicht ganz so fettig sind. Gegebenenfalls fertige Reibekuchen warmstellen, bis alle fertig sind. (Bei unserer Oma lief das aber immer so, dass sie von der Pfanne direkt auf den Teller gekommen sind und Oma immer nachgeliefert hat.)
  7. Regelmäßig Öl oder Butterschmalz nachgeben, da die Reibekuchen dies beim Backen stark aufsaugen.

Tipps & Hinweise

Probiert einmal aus, zusätzlich zu den Kartoffeln eine geriebene Möhre mit in den Teig zu geben. Damit bekommen die Reibekuchen eine schöne Farbe und eine leicht abgewandelte Geschmacksnote. Klassisch zu Reibekuchen gehören Apfelkompott oder Zuckerrübensirup

Bei der Variation sind keine Grenzen gesetzt

Wie im Rezept beschrieben, genießen wir unsere Reibekuchen meistens klassisch mit Apfelkompott oder Rübenkraut. Besonders gut dazu passt aber auch gebeizter oder geräucherter Lachs in Verbindung mit einer Creme fraiche oder Kräuterquark. Sogar eine vegane Variante ohne Ei ist bei Reibekuchen möglich. In diesem Fall müsst ihr einfach etwas mehr Stärke oder Haferflocken hinzugeben, um die notwendige Bindung zu erreichen. Vor dem Vermengen der Stärke mit dem Teig könnt ihr sie in etwa 5 EL des ausgepressten Kartoffelwassers auflösen – darin ist nämlich ebenfalls einiges an Stärke enthalten.

Fragen und Antworten rund um den Reibekuchen

Kann man Reibekuchen wieder aufwärmen?

Ja, sehr gut sogar. Sie verlieren zwar etwas ihre Knusprigkeit, schmecken aber auch aufgewärmt noch sehr gut!

Wie lange hält sich der Reibekuchenteig?

Am besten den Teig sofort verwenden, weil er sich sonst braun verfärbt. Übriger Reibekuchenteig lässt sich auch einfrieren und später verwenden.

Was ist der Unterschied zwischen Reibekuchen, Kartoffelpuffer und Kartoffelrösti?

Zwischen Reibekuchen und Kartoffelpuffer gibt es keinen Unterschied, außer der Bezeichnung. Kartoffelrösti unterscheiden sich hingegen dadurch, dass sie aus gekochten Kartoffeln hergestellt werden. Dies ist aber auch nicht in Stein gemeißelt. Außerdem sind Kartoffelrösti ohne Mehl oder Stärke.

Wo sagt man überall „Reibekuchen“?

Vor allem im Rheinland und nördlich der Mosel sagt man Reibekuchen – im Kölner Umland gerne auch „Rievkooche“. Lustig ist die bayrische Bezeichnung „Reiberdatschi“. Weitere Wörter gibt es im „Atlas der deutschen Alltagssprache“ der Universität Salzburg.

Antworten

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