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Waffelteig selber machen: lecker, schnell und einfach

Frische Waffeln
Frische Waffeln / Foto: olesnicov
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Waffelteig selber machen: lecker, schnell und einfach

Kannst Du frisch gebackenen Waffeln widerstehen? Wenn nicht, ist das Grund genug, öfter köstliche Waffeln selber zu machen. Mit diesem einfachen Rezept ist Dein Waffelteig schnell fertig. Bereits nach wenigen Minuten heizt Du Dein Waffeleisen vor und darfst Dich auf die verführerischen Waffeln freuen. Inzwischen überlegst Du Dir, womit Du sie garnieren möchtest. In diesem Waffelteig-Rezept findest Du auch dazu einige Anregungen.

  • Vorbereitungszeit: 00:10
  • Grill- / Kochzeit: 00:15
  • Gesamtdauer: 00:25
  • Menge: 10-12 Waffeln

Zutaten

Equipment:

Zutaten:

  • 150 g Butter
  • 300 g Weizenmehl (Type 405)
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 4 Eier (Größe M)
  • 200 ml Milch
  • 100 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • Speiseöl zum Einfetten des Waffeleisens (bei Bedarf)
  • Puderzucker zum Bestreuen
  • optional: Abrieb einer ½ Zitrone (unbehandelt)

Schritt für Schritt

  1. Da Du für das Waffelteig-Rezept weiche Butter benötigst, lässt du vor der Teigzubereitung 150 g Butter an einem warmen Ort weich werden.
  2. In einer Schüssel vermischst Du mit einer Gabel 300 g Weizenmehl, 2 TL Backpulver und eine Prise Salz. Beiseitestellen.
  3. Du gibst die weiche Butter zusammen mit 100 g Zucker und 1 Pck. Vanillezucker in eine Rührschüssel und rührst sie mit einem Handmixer schaumig.
  4. Nacheinander schlägst Du 4 Eier in die Rührschüssel und rührst jedes Ei unter, bevor Du das nächste hinzugibst.
  5. Danach rührst Du abwechseln die Mehl-Backpulver-Salzmischung und die Milch unter. Zum Schluss fügst Du das Mineralwasser hinzu und rührst, bis Du einen gleichmäßigen Teig hast.
  6. Falls Du Dein Waffeleisen einfetten musst, bestreichst Du die Backflächen dünn mit einem Speiseöl. Dann heizt Du das Waffeleisen vor.
  7. Mit einem Esslöffel oder einer Suppenkelle gibst Du eine Teigmenge von etwa 3 EL in die Mitte der Backfläche. Du schließt das Waffeleisen und bäckst die Waffel, bis sie goldbraun ist.
  8. Die fertige Waffel vorsichtig aus dem Waffeleisen lösen, warm stellen oder zumindest abdecken und alle Waffeln auf diese Weise fertigbacken.
  9. Vor dem Servieren streust Du etwas Puderzucker über Deine Waffeln.

Tipps & Hinweise

  • Waffeln lassen sich sowohl mit einem relativ flüssigen Teig als auch mit einem festeren Teig backen. Wenn Du dickere Waffeln bevorzugst, brauchst Du einen festeren Teig. Falls Dir der Teig zu dünnflüssig vorkommt, rührst Du noch etwas Mehl unter oder Du verringerst die Flüssigkeitsmenge. Die Größe Deiner Eier hat immer einen Einfluss auf die Konsistenz des Waffelteigs. Selbst Eier derselben Größenklasse sind nicht immer gleich groß.
  • Mit Vanilleessenz oder Vanillepaste schmecken Deine Waffeln intensiver nach Vanille als mit einem einfachen Vanillezucker.
  • Mit den Mengenangaben zu Milch und Mineralwasser kannst Du nach Belieben experimentieren. Mehr Milch lässt Deine selbst gebackenen Waffeln weicher werden. Das Mineralwasser macht den Teig luftiger und die Waffeln knuspriger. Eine weitere Möglichkeit ist, Buttermilch für den Waffelteig zu nehmen.
  • Falls Du Zitronenabrieb für das Waffelteig-Rezept verwenden möchtest, aber keine unbehandelten Zitronen findest, nimmst Du entweder abgepackte Zitronenschale oder ein wenig Zitronenpaste.
  • Für weihnachtliche Waffeln rührst Du etwas Zimt und Kardamom oder ein Lebkuchengewürz unter.
  • Falls Du kein Waffeleisen zur Verfügung hast, ist dieses Waffelteig-Rezept auch zum Backen in der Pfanne geeignet. Das Ergebnis ähnelt dann eher Crêpes, schmeckt aber ebenso lecker.

Köstliche Waffeln: eine europäische Spezialität

Waffeln sind in vielen europäischen Ländern eine beliebte Leckerei. Es mag regionale Unterschiede geben, aber auch viele Ähnlichkeiten. Waffelgebäck wurde vermutlich zuerst in Regionen zubereitet, die heute in Belgien und Frankreich liegen. Von dort aus verbreiteten sie sich in andere Länder. Schweden feiert sogar am 25. März Våffeldagen, den Waffeltag. Inzwischen gibt es zahlreiche Variationen. Weiche Eierwaffeln, knusprige, gefüllte Waffelröllchen oder pikante Waffeln sind nur einige der Möglichkeiten, den Waffelteig zuzubereiten und zu variieren. In klassischen Waffelländern gibt es zudem spezielle Waffeleisen, die dem Teig ein charakteristisches Muster aufdrücken. Weihnachts- und Jahrmärkte sind ohne den Duft frischer Waffeln kaum denkbar. Bei Geburtstagen, Vereinsfesten oder Partys werden Waffeln ebenfalls gerne gegessen. Da sie schnell zuzubereiten sind, kannst Du sie frisch zum Frühstück oder zum Brunch backen.

Tipps zum Umgang mit dem Waffeleisen

Waffeleisen gibt es in zahlreichen Ausführungen und mit unterschiedlicher technischer Ausstattung. Du kennst die Eigenschaften Deines Waffeleisens am besten. Deswegen weißt Du, wie viel Teig Du pro Waffel benötigst und wie lange es dauert, bis Deine Waffeln optimal gebacken sind. Wenn Du den Eindruck hast, dass der Teig für Deine Waffeln etwas dünn- oder dickflüssiger sein sollte, gibst Du etwas meht Flüssigkeit oder Mehl hinzu.

Die meisten Waffeleisen haben beschichtete Oberflächen. Diese können, müssen aber nicht vor dem Backen eingefettet werden. Das Fett im Waffelteig selbst verflüssigt sich durch die Hitze und fettet das Eisen beim ersten Backvorgang ein. Das reicht normalerweise völlig aus, um die nachfolgenden Waffeln problemlos zu backen. Lediglich beim Lösen der ersten Waffel musst Du etwas vorsichtig sein. Das Waffeleisen lässt sich nach Gebrauch am einfachsten reinigen, wenn es schon etwas abgekühlt, aber noch warm ist. Dann kannst Du überschüssiges Fett mit Küchenpapier aus den Rillen wischen.

Leckere Beilagen und Variationsmöglichkeiten für Deine Waffeln

Waffeln mit Puderzucker bestäubt schmecken bereits verführerisch. Natürlich hast Du viele weitere Möglichkeiten, Deine Waffeln zu servieren und zu genießen:

  • frisches Obst: Äpfel, Beeren, Kirschen oder Birnen – was Du an frischem Obst im Haus hast, schmeckt zu Deinen Waffeln. Alternativ bereitest Du einen Obstsalat zu und servierst ihn mit Deinen Waffeln.
  • Kompott und Marmeladen: Außer frischen Früchten passen alle erdenkliche Fruchtzubereitungen zu selbst gemachte Waffeln, zum Beispiel Mus, Kompott oder Konfitüren aus Steinobst, Beeren oder tropischen Früchten.
  • süße Saucen: Vanille-, Schokoladen- oder Fruchtsaucen schmecken ebenfalls köstlich. Wenn Dir Fertigprodukte zu süß sind, verwendest Du selbst gemachte Saucen.
  • Schlagsahne: Ein Klecks Schlagsahne ist eine schnelle Variante, Deine Waffeln zu verfeinern. Sie lässt sich auch gut mit Früchten, Saucen oder Schokoraspeln kombinieren.
  • Zucker und Zimt oder andere Gewürze: Du vermischst Zucker oder Puderzucker mit Zimt, gemahlenen Nelken, Anis oder anderen Backgewürzen und streust die Mischung über die warmen Waffeln.

Wenn Du zur Abwechslung marmorierte Waffeln selber machen möchtest, nimmst Du vom Grundteig ein Drittel und gibst es in eine Schüssel. Dann verrührst Du 1-1,5 EL ungesüßtes Kakaopulver mit etwas Milch so lange, bis die Masse glatt ist und keine Kakaoklümpchen mehr zu sehen sind. Dann mischst Du sie unter den Waffelteig. Beim Backen nimmst Du etwas weniger Grundteig pro Waffel und gibst dafür immer einen EL dunklen Teig dazu.

Pikante Waffeln: So bereitest Du herzhaften Waffelteig zu

Falls Du Waffeln pikant zubereiten möchtest, kannst Du das Grundrezept für süße Waffeln ganz einfach abändern. Du lässt den Vanillezucker weg und verwendest nur 1 Prise Zucker. Statt 1 Prise Salz erhöhst Du die Menge auf ½ TL. Zusätzlich kannst Du pikante Gewürze wie Pfeffer, Paprikapulver oder Curry unterrühren. Bei herzhaften Waffeln werden weitere Zutaten vor dem Backen unter den Teig gemischt, beispielsweise gehackte Kräuter, Gemüse- oder Schinkenstückchen oder geriebener Käse. Für pikante Waffeln eignet sich älterer Käse besser als junger. Junger Käse neigt dazu, Fäden zu ziehen, was beim Überbacken oft gewollt ist. Beim Erhitzen im Waffeleisen bleiben die Käsefäden jedoch kleben und sind hinterher schwer zu entfernen.

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