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Veganer Pizzateig selbst gemacht

Veganer Pizzateig
Veganer Pizzateig | Bild: juliasudnitskaya

Vegan grillen – ist das nicht kompliziert? Nein! Ihr könnt es selbst ausprobieren: Veganer Pizzateig ist einfach herzustellen und schmeckt richtig gut. Wir erklären Euch, wie Euer Pizzaboden wie beim Italiener gelingt, und geben Euch Tipps für leckere vegane Belagskombinationen.

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Veganer Pizzateig selbst gemacht – So gehts

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Mit diesem Rezept gelingt euch ein super leckerer veganer Pizzateig.

  • Vorbereitung: 30 Minuten
  • Grilldauer: 10 Minuten
  • Gesamtdauer: 45 Minuten
  • Menge: 4 Pizzen

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl Type 405
  • 1/2 Würfel Frischhefe (wenn Ihr den Teig über Nacht gehen lasst, reichen 5 g bis 10 g Frischhefe)
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • 15 g Salz

Optional: 1-2 El gutes Olivenöl

Schritt für Schritt

  1. Mehl in eine Schüssel oder die Rührschüssel Eurer Küchenmaschine geben und mit dem Salz vermischen.
  2. Hefe in das lauwarme Wasser bröseln und umrühren, bis sie sich ganz gelöst hat.
  3. Gelöste Hefe unter das Mehl rühren.
  4. Wenn sich ein Teig gebildet hat, mit der Hand weiterkneten, bis der Hefeteig gleichmäßig weich, glatt und elastisch ist. Falls er zu sehr klebt, fehlt noch etwas Mehl.
  5. Den fertigen Pizzateig in drei oder vier Teile teilen und diese zu Kugeln formen.
  6. Kugeln in einer flachen Schüssel mit einem feuchten Tuch oder Frischhaltefolie abdecken.
  7. Teigkugeln mindestens 2 Stunden ruhen lassen, besser über Nacht gehen lassen.
  8. Teigkugeln auf einer bemehlten Fläche ausrollen, nach Wunsch belegen.
  9. Bei etwa 280-300 Grad indirekter Hitze für 10 bis 15 Minuten backen und regelmäßig kontrollieren.

Veganer Pizzateig: Welche Mehlsorten eignen sich?

Für einen veganen Pizzateig italienischen Typs wird Weizenmehl verwendet. In Italien ist dies Tipo 00, was in etwa unserem Weizenmehl Type 405 entspricht. Geeignet ist außerdem Type 550, vergleichbar mit dem italienischen Tipo 0. Dieses Weizenmehl wird oft für das Brotbacken verwendet und schmeckt etwas kräftiger als Type 405.

Wenn Ihr den Geschmack des veganen Pizzateigs variieren möchtet, könnt Ihr Dinkelmehl ausprobieren. Es lässt sich 1:1 gegen die Weizenmehlmenge im Rezept austauschen. Auch Dinkelmehl ergibt einen hellen Pizzaboden, hat aber einen intensiveren, leicht nussigen Geschmack.

Tipps für die Pizzateig-Herstellung

Echte Handarbeit oder lieber mit der Küchenmaschine? Beim Kneten des Hefeteigs gehen die Meinungen auseinander. Mit der richtigen Technik lässt sich der Pizzateig relativ einfach mit der Hand zu einem wunderbar weichen Teigkloß verarbeiten. Der Vorteil: Durch den direkten Kontakt könnt Ihr die Konsistenz zu jedem Zeitpunkt genau überprüfen. Wer lieber mit der Küchenmaschine arbeitet, braucht einen passenden Knethaken. Der Teig ist fertig, wenn er sich gut vom Rand der Rührschüssel löst. Damit der Pizzateig beim Ausrollen nicht kleben bleibt, werden Arbeitsfläche und Teigroller dünn bemehlt.

Wie dick soll veganer Pizzateig sein?

Wie dick oder dünn veganer Pizzateig ausgerollt wird, hängt von Euren Vorlieben ab. Manche mögen die klassische dünne, knusprige Variante, andere einen dickeren, luftigen Pizzaboden. Generell gilt: Der Teig darf nicht so dünn sein, dass die Arbeitsfläche durchscheint. Er reißt sonst nach dem Belegen zu leicht ein. Wenn Ihr die dickere Variante mögt, sollte Euer veganer Pizzateig vor dem Ausrollen und Belegen möglichst viel Zeit zum Ruhen und Gehen haben. Am besten bereitet Ihr ihn am Vorabend vor, damit die Hefe über Nacht Zeit hat zu arbeiten.

Veganer Pizzateig: Vorschläge für den Belag

Wenn Ihr den Pizzaboden ausgerollt habt, ist das Belegen an der Reihe. Damit die Pizza vegan ist, müsst Ihr natürlich einen entsprechenden Belag wählen. Schinken oder Salami, Mozzarella oder geriebener Käse passen nicht zu einem veganen Rezept. Zunächst wird der Pizzateig mit einer fruchtigen Tomatensoße dünn bestrichen. Danach werden die gewürfelten oder geschnittenen Zutaten verteilt. Sicherlich habt Ihr Eure eigenen Favoriten, wenn es um Pizzabelag geht.

Hier sind noch ein paar Vorschläge für leckere vegane Belagskombinationen:

  • Eine italienische Variante: Tomaten, Oliven, Knoblauch, Basilikum, Oregano
  • Mediterran: Tomaten, Paprika, Zucchini, Aubergine, Rucola
  • Scharf-würzig: Tomaten, Zwiebeln, grüne Paprika, Chiliflocken
  • Eine mexikanische Variante: Mais, Kidneybohnen, Knoblauch, Japaleños
  • Spinat-Pizza: Cherry-Tomaten, Blattspinat, etwas gehackten Knoblauch, Olivenöl
  • Herbst-Pizza: gewürztes Kürbismus statt Tomatensoße, Kürbisstücke, Lauch, Pilze

Käsealternativen für die Vegane Pizza

Wer seinen Pizzaboden vegan belegen möchte, muss auf Käse nicht verzichten. Veganer haben sich sehr viel einfallen lassen, um schmackhafte Käsealternativen aus veganen Zutaten zuzubereiten. Eine einfache Möglichkeit ist, im Geschäft einen Pizza-geeigneten Käseersatz zu kaufen und wie gewohnt die Pizza damit zu belegen oder zu bestreuen. Selbst gemachte Alternativen zu Käse aus Soja, Hefeflocken oder gemahlenen Nüssen eignen sich ebenfalls.

Was ist vegane Ernährungsweise?

Vegane Ernährung verzichtet auf alle Lebensmittel tierischer Herkunft. Das betrifft nicht nur Fleisch und Fisch, sondern auch alle Milchprodukte, Eier und Eierprodukte sowie Honig. Pilze und Hefe sind erlaubt. Viele Fertigprodukte enthalten versteckte Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs – beispielsweise Trockenei. Sie sind daher für einen veganen Speiseplan ungeeignet. Stattdessen wird viel selbst gekocht. Auf diese Weise lässt sich überprüfen, was auf den Teller kommt.

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René Corten
René ist ein Genussmensch und Griller durch und durch. Zu seinen Lieblings-Grills zählen der Kugelgrill und Water-Smoker. Auf Grillkameraden.de teilt er seine Erfahrungen am Grill in Form von Rezepten und Ratgebern.