Süßes vom Grill

Apfelstrudel frisch aus dem Ofen

Apfelstrudel
Apfelstrudel frisch aus dem Ofen / Foto: chandlervid85

Verführerischer Apfelstrudel frisch aus dem Ofen. Bei frisch gebackenem Apfelstrudel mit Vanillesauce werden nicht nur Naschkatzen schwach. Möchtest Du wissen, wie Du ihn selber zubereitest? Schnell und einfach geht es mit einem fertigen Teig. Bei der Füllung hast Du die Wahl zwischen traditionell und kreativ. Lass dich von diesem Apfelstrudel-Rezept inspirieren. Es ist so unkompliziert, dass Du den Strudel immer zubereiten kannst, wenn Du darauf Lust hast.

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Apfelstrudel frisch aus dem Ofen

  • Vorbereitungszeit: 00:25
  • Grill- / Kochzeit: 00:25
  • Gesamtdauer: 00:50
  • Menge: 810 Portionen 1x

Zutaten

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Zutaten:

  • 4 Äpfel (mittelgroß mit ein wenig Säure)
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 50 g Butter
  • 50 g Semmelbrösel
  • 50 g Mandelblätter
  • 50 g Rum-Rosinen (Rosinen ca. 4 Stunden in Rum einlegen)
  • 1,5 TL Zimt
  • 80 g Zucker
  • 1 Packung frischer Blätter.- oder Sturdelteig (TK)
  • 1 Ei
  • Puderzcker zum bestäuben

Material:

  • Schälmesser
  • Messer
  • Rührschüssel
  • kleine Pfanne
  • Backblech
  • Backpapier
  • Pinsel

Schritt für Schritt

  1. Zuerst schälst und entkernst Du 4 Äpfel, schneidest sie in kleine Stücke und gibst sie in eine Schüssel. Du gießt den Saft ½ Zitrone darüber und rührst um, damit alle Stücke mit dem Saft benetzt sind.
  2. Den Backofen heizt Du auf 180°C Ober-/Unterhitze vor
  3. Inzwischen zerlässt Du 50 g Butter in einer kleinen Pfanne. Wenn die Butter heiß ist, röstest
    Du 50 g Semmelbrösel und 50 g Mandelblättchen an, bis die Semmelbrösel eine hellbraune Farbe
    haben. Vom Herd nehmen und beiseite stellen.
  4. Du gibst 50 g Rum-Rosinen, 1,5 TL Zimt sowie 80 g Zucker zu den Apfelstückchen und vermengst alles miteinander.
  5. Danach legst Du ein Backblech mit Backpapier aus. Das Blech legst Du so auf die Arbeitsfläche, dass die langen Seiten oben und unten sind. Du breitest den Blätterteig so auf dem Backpapier aus, dass sich die langen Seiten ebenfalls oben und unten befinden.
  6. Du verteilst die Mandel-Semmelbrösel-Mischung auf der unteren Hälfte des Teigs. Die obere
    Hälfte bleibt frei. Außerdem lässt Du einen 2,5 cm breiten Rand unten und an den beiden Seiten.
  7. Anschließend verteilst Du die Apfel-Rosinen-Mischung genau auf dem Bereich, den Du mit den Mandeln und Semmelbröseln bedeckt hast.
  8. Du schlägst ein Ei in ein kleines Gefäß und verquirlst es. Dann klappst Du den unteren
    Teigrand hoch und drückst ihn leicht gegen die Apfelfüllung
  9. Mit einem Pinsel bestreichst Du diesen Teigrand mit verquirltem Ei. Den Rand des restlichen Teigs bestreichst Du ebenfalls mit Ei. Dann ziehst Du die obere Teighälfte vollständig über den unteren Teigrand und drückst ihn gut fest. Die Ränder an den kurzen Seiten drückst Du ebenfalls fest.
  10. Danach schneidest Du die Oberfläche Deines Strudels alle 2-2,5 cm ein und bestreichst sie mit Ei.
  11. Du schiebst das Backblech auf mittlerer Höhe in den vorgeheizten Ofen und bäckst ihn 20-25
    Minuten. Der Apfelstrudel ist fertig, wenn der Teig eine goldbraune Farbe hat und schön knusprig ist.
  12. Zum Schluss bestreust Du den warmen Strudel mit Puderzucker.

Apfelstrudel – Wissenswertes rund um die süße Spezialität

In Bezug auf verführerische Süßspeisen gilt die österreichische Küche als besonders einfallsreich. Sachertorte und Kaiserschmarrn gehören ebenso dazu wie der Apfelstrudel. Einfach gesagt ist ein Strudel eine gefüllte Teigrolle, die gebacken oder manchmal auch gekocht wird. Ein gebackener Strudel mit Apfel-Rosinen-Mischung zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Strudeltypen. Strudelteig selbst zu machen und zu verarbeiten, erfordert Geschick und einige Erfahrung. Denn der Teig muss vor dem Füllen soweit gedehnt werden, dass er hauchdünn und transparent ist. Das erschwert das Füllen mit den Apfelstücken und den Transport des Strudels in den Ofen. Trotzdem lohnt sich die Mühe. Denn durch das Backen wird die dünne Teigschicht wunderbar knusprig.

Die schnelle Variante für Apfelstrudel

Für die schnelle Version des Apfelstrudels nimmst Du einen fertigen Strudel- oder Blätterteig. Er spart viel Zeit und ist unkompliziert in der Verarbeitung. Blätterteig und Strudelteig sind zwei unterschiedliche Teigarten. Strudelteig besteht aus einer einzigen Teigschicht, die extrem dünn ausgezogen wird. Dagegen hat ein Blätterteig viele Schichten. In einem aufwendigen Herstellungsprozess wird dieser Teig zusammen mit einer Schicht aus Butter oder einem anderen Fett wiederholt ausgerollt und gefaltet. So entstehen die einzelnen feinen Teigblätter, die durch eine Fettschicht voneinander getrennt sind. Trotz der Unterschiede lässt sich auch aus dem Blätterteig ein köstlicher Apfelstrudel backen.

Welche Apfelsorten eignen sich für die Strudel-Füllung?

Für die Zubereitung Deiner Strudelfüllung solltest Du möglichst aromatische Zutaten auswählen. Das gilt auch für die Äpfel. Leicht säuerliche Sorten schmecken sehr gut in Kombination mit den Nüssen und Rosinen. Doch auch süßliche Äpfel eignen sich, wenn Sie ein ausgeprägtes Eigenaroma haben. Denn Du kannst Süße und Säure immer selbst ausbalancieren. Bei süßen Äpfeln kürzt Du die Zuckermenge der Füllung und gibst bei Bedarf etwas Zitronensaft hinzu. Sind die Äpfel relativ sauer, erhöhst Du die Zuckermenge ein wenig.

Damit dein selbst gemachter Apfelstrudel gelingt, brauchst Du außerdem Äpfel, die beim Backen fest bleiben. Ältere oder mehlige Äpfel sind keine gute Grundlage für die Füllung. Schließlich sollen sie nicht zerfallen, sonst tropft beim Anschneiden Apfelmus aus Deinem Strudel. Geeignet sind beispielsweise folgende Sorten:

  • Boskop: Diese Sorte schmeckt säuerlich-frisch. Sie eignet sich sehr gut zum Backen und für den Apfelstrudel.
  • Cox Orange: Diese Äpfel sind etwas kleiner, deswegen nimmst Du für das Apfelstrudel-Rezept einen mehr. Sie schmecken wunderbar süß-säuerlich.
  • Braeburn: Der Braeburn hat ein angenehmes Aroma mit säuerlicher Note. Sein festes, saftiges Fruchtfleisch macht ihn zu einem guten Koch- und Backapfel.
  • Elstar: Der aromatische Apfel schmeckt sowohl frisch als auch als Kuchenbelag oder Strudelfüllung. Er lässt sich gut lagern, ohne dass er an Geschmack verliert.
  • Regionale Sorten direkt vom Obstbauern: Landwirte aus der näheren Umgebung bieten oft preiswert frische Äpfel vom Hof an. Sie sind vielleicht nicht so groß und glänzend wie die Äpfel im
    Supermarkt. Aber bei traditionellen Apfelbaumbeständen gibt es nicht ganz so bekannte Sorten, die sehr gut schmecken.

Rosinen, Sultaninen, Korinthen: Was sind die Unterschiede?

Bei allen drei Sorten handelt es sich um getrocknete Weintrauben. Es gibt allerdings einige Unterschiede. In der Verpackung fallen diese vielleicht nicht so sehr auf. Doch wenn Rosinen, Sultaninen und Korinthen direkt nebeneinander liegen, sieht man deutlich, dass es verschiedene Trockenfrüchte sind.

Rosinen: Auch wenn Rosinen eine relativ dunkle, rot-braune Färbung haben, stammen sie doch von einer hellen Traubensorte, der Sultana. Sie schmeckt sehr süß und ist kernlos. Rosinen trocknen mehrere Tage in der Sonne. Dadurch verlieren sie über 80 % ihres Wassergehalts und färben sich dunkel.

Sultaninen: Der Name verrät es: Auch sie sind getrocknete Sultana-Trauben. Allerdings werden sie vor dem Trocknen behandelt. Durch das Besprühen mit einer Mischung aus Olivenöl und Pottasche löst sich die Wachsschicht, die die Traube schützt. Ohne diese Wachsschicht ist die Schale wasserdurchlässig, und der Trockenvorgang verkürzt sich. Sultaninen sind goldgelb und wesentlich heller als Rosinen.

Korinthen: Sie werden aus der dunklen, griechischen Traubensorte Korinthiaki gewonnen. Ihre Trauben sind nicht sehr groß und die dunkelvioletten Korinthen deutlich kleiner als Rosinen oder Sultaninen. Dafür ist der Geschmack intensiver.


Für das Apfelstrudel-Rezept eignen sich alle Varianten gleich gut. Du kannst verwenden, was Du am liebsten isst.

Apfelstrudel servieren: So schmeckt es Dir und Deinen Gästen

Apfelstrudel frisch aus dem Ofen kannst Du zu vielen Gelegenheiten anbieten. Er ist ein beliebtes Dessert. Ebenso gut passt er am Nachmittag zu einer Tasse Kaffee oder Tee. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den köstlichen Strudel zu servieren.

Hier sind einige davon:

  • mit Vanillesauce: Lecker ist eine selbst gemachte Vanillesauce aus Ei, Milch, Zucker, Sahne und
    echter Vanille. Alternativ verwendest Du Vanillepaste oder Vanilleextrakt. Es gibt auch gute
    Fertigprodukte. Allerdings enthalten Fertigsaucen oder Saucenpulver häufig keine echte Vanille, sondern industriell hergestelltes Vanillearoma.
  • mit Schokoladensauce: Wer Schokolade lieber mag als Vanille, entscheidet sich für
    Schokoladensauce. Sie sollte nicht zu süß sein. Ein dunkler, leicht herber Schokoladengeschmack harmoniert hervorragend mit der süß-säuerlichen Strudelfüllung.
  • mit Eis: Vanilleeis ist eine klassische Beilage für Deinen Apfelstrudel. Doch auch andere Sorten passen gut, beispielsweise Schokoladen-, Mokka-, Walnuss- oder Karamelleis.