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Selbst gemachte Frikadellen: lecker, locker & saftig

Frikadellen
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Frikadellen – Das Familienrezept mit Tradition

Kaum ein Gericht ist so beliebt und variabel wie Frikadellen. Die gebratenen oder gegrillten Hackfleischbällchen schmecken kalt oder warm. Durch verschiedene Würzungen und Saucen erhaltet Ihr immer wieder neue Variationen. Wir stellen Euch ein Rezept für knusprig gebratene Frikadellen vor, die sich hervorragend für Hauptmahlzeiten, Partybuffets oder einen Imbiss zwischendurch eignen.

  • Vorbereitungszeit: 00:20
  • Grill- / Kochzeit: 00:25
  • Gesamtdauer: 00:45
  • Menge: 810 Frikadellen 1x

Zutaten

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  • 1 Brötchen (altbacken)
  • 1 Zwiebel (mittelgroß)
  • 500 g Hackfleisch (gemischt von Rind und Schwein)
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 TL Senf (scharf oder mittelscharf)
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 gestr. TL Majoran (getrocknet)
  • 2 TL Petersilie (getrocknet)
  • 1 TL Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Optional:

  • Knoblauch
  • Mehl oder Semmelbrösel

Schritt für Schritt

  1. Brötchen in lauwarmem Wasser einweichen.
  2. Zwiebel und eventuell Knoblauch schälen und in kleine Stückchen schneiden.
  3. Hackfleisch in eine Schüssel geben, das Ei darüber aufschlagen. Zwiebelstückchen dazugeben. Masse mit Senf, Paprikapulver, Majoran und Petersilie würzen. Anschließend Salz und reichlich Pfeffer hinzufügen.
  4. Die Hackfleischmasse mindestens 5 Minuten mit der Hand sehr gut durchkneten.
  5. Brötchen gründlich ausdrücken und zur Masse geben. Erneut mindestens 5 Minuten lang kneten.
  6. Zum Abschmecken ein wenig von der Masse anbraten.
  7. Arbeitsfläche leicht bemehlen. Aus der Hackfleischmasse gleich große Bällchen formen, flach drücken. Nach Belieben in Mehl oder Semmelbröseln wenden. Frikadellen auf der Arbeitsfläche ablegen.
  8. Fett in einer großen Pfanne stark erhitzen. Frikadellen auf jeder Seite gut anbraten. Anschließend Hitze zurücknehmen und Frikadellen ca. 15-20 Minuten lang fertigbraten. Mehrfach wenden. Bei einer Kerntemperatur von 75 °C sind die Frikadellen gut durchgegart.
  9. Frikadellen aus der Pfanne nehmen und kurz auf Küchenpapier das überschüssige Fett abtropfen lassen. Servieren.

Tipps & Hinweise

  • Damit die Frikadellen gut gelingen, braucht Ihr eine geeignete Pfanne. Sie sollte nicht zu flach sein, sonst spritzt beim Braten viel Fett heraus. Außerdem benötigen die Frikadellen Platz. Es ist besser, kleinere Mengen nacheinander zu braten, als zu viele Frikadellen in eine Pfanne zu zwängen.
  • Ganz gleich, welches Speisefett Ihr verwendet: Die Qualität ist wichtig. Außerdem müssen sich Öl oder Margarine für die hohen Temperaturen beim Anbraten eignen. Bei fettreduzierter Margarine ist das nicht der Fall
  • Durch das Kneten mit der Hand, einem großen Löffel oder einer Gabel entsteht meist eine bessere Hackfleischmasse als beim Kneten mit der Küchenmaschine oder einem Mixer. Maschinell geknetete Frikadellen sind oft trockener. Lasst Euch genügend Zeit beim Kneten. Dann erhaltet Ihr eine gut durchmischte Masse, die beim Braten nicht auseinanderfällt.
  • Die Zwiebeln für Eure Frikadellen müssen nicht unbedingt roh sein. Ihr könnt Sie ebenso gut andünsten oder karamellisieren, bevor Ihr Sie unter das Hackfleisch mischt.

Wissenswertes rund um die Frikadelle

Frikadelle, Boulette, Fleischpflanzerl: Allein in Deutschland gibt es unterschiedliche Bezeichnungen für die gebratenen, flachen Fleischbällchen. Ein Blick über die Grenzen hinaus zeigt, dass es in vielen anderen Ländern beliebte Rezepte für gewürztes, gebratenes Hack gibt. Köfte, Tsukune, Köttbullar oder auch Hamburger Patties und Cevapcici werden mit landestypischen Zutaten auf ähnliche Weise hergestellt. Wann die erste Frikadelle gebraten wurde, lässt sich nicht genau feststellen. Sicher ist, dass sie seit Langem zu den beliebtesten Fleischgerichten gehört. Die wichtigsten Grundzutaten sind Hackfleisch, Ei, eingeweichtes Weißbrot oder Paniermehl sowie Gewürze. Darüber hinaus sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Frikadellen könnt Ihr zu zahlreichen Gelegenheiten zubereiten. Sie schmecken am Kindergeburtstag ebenso gut wie beim sommerlichen Grillfest mit Freunden. Schärfe und Zusammensetzung der Würzung lassen sich leicht anpassen. Zudem könnt Ihr die Größe variieren. Ebenso vielfältig sind die Möglichkeiten, Frikadellen zu servieren: beispielsweise auf einem frischen Brötchen mit Pickles, mit kalten Saucen zu Kartoffelsalat oder mit einer schmackhaften Pilzsoße als warmes Hauptgericht.

Hackfleisch: die wichtigste Grundzutat für Eure Frikadellen

Die preiswerteste Variante ist das Hackfleisch aus der Kühltheke des Supermarkts. Dieses ist nicht grundsätzlich schlecht. Jedoch könnt Ihr für diesen Preis keine Top-Qualität erwarten. Es ist wahrscheinlich, dass Eure Frikadellen beim Braten viel Wasser absondern und dementsprechend kleiner werden. Bessere Qualität erhaltet Ihr, wenn Ihr beim Metzger ein Stück Fleisch aussucht und frisch wolfen lasst. Euer Hack sollte nicht zu mager sein, da mageres Fleisch beim Grillen oder Braten schnell trocken wird. Aus diesem Grund sind Frikadellen aus Geflügelfleisch oder reinem Kalbfleisch nicht ganz so saftig wie Frikadellen aus gemischtem Rind- und Schweinefleisch.

Generell gilt: Wenn Ihr Frikadellen aus hochwertigem Fleisch zubereitet, sollte das Fleischaroma im Vordergrund stehen. In diesem Fall reduziert Ihr die Menge der Gewürze. Wenn Ihr dagegen mit Gewürzmischungen experimentiert, ist sehr teures Fleisch fast zu schade. Denn die Gewürze überdecken den Fleischgeschmack.

Falls Ihr einen Fleischwolf habt, könnt Ihr Euer Hack selbst herstellen. Der zusätzliche Aufwand lohnt sich, wenn Ihr viel Wert auf die Fleischqualität legt. Erstens könnt Ihr frei entscheiden, welche Fleischstücke Ihr verarbeitet. Zweitens habt Ihr eine bessere Kontrolle über die Frische Eures Hackfleischs.

Leckere Alternative: vegetarische und vegane Frikadellen

Wenn Ihr für Gäste kocht, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, braucht Ihr auf Frikadellen nicht zu verzichten. Ihr passt einfach Euer Rezept entsprechend an. Wie bei den klassischen Frikadellen mit Hackfleisch benötigt Ihr eine Grundmasse, Zutaten, die für eine Bindung dieser Masse sorgen, sowie eine gute Würzung.

Vegane Frikadellen: Für die vegane Variante wird das Hackfleisch durch Sojagranulat oder eine Mischung aus Soja und Hülsenfrüchten ersetzt. Auch Bulgur ist eine gute Grundlage für vegane Frikadellen. Die Eier lasst Ihr weg. Für die bessere Bindung der Masse könnt Ihr ein veganes Verdickungsmittel nehmen. In Bezug auf Kräuter und Gewürze habt Ihr freie Hand.

Gemüsefrikadellen: Die Grundmasse von Gemüsefrikadellen besteht aus klein geschnittenem oder geraspeltem Gemüse. Dieses wird anschließend in Gemüsebrühe kurz gegart. Für die Bindung nehmt Ihr eine Mischung aus Ei und Haferflocken. Diese vegetarischen Frikadellen bringen viel Abwechslung auf den Speiseplan, wenn Ihr immer wieder neue Gemüsemischungen, Kräuter und Würzungen ausprobiert.