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Perfektes Rinderfilet grillen – so gelingt es dir garantiert

Rinderfilet grillen | Bild: Thomas Francois
Rinderfilet grillen | Bild: Thomas Francois
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Perfektes Rinderfilet grillen – so gelingt es dir garantiert

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Rinderfilet vom Grill ist ein zarter Genuss. Das delikate und extrem zarte Filet ist nicht sehr aufwendig in der Zubereitung. Trotzdem sind ein paar Dinge zu beachten. Damit es gelingt, ist die richtige Grillzeit wichtig.  Wir sagen Euch, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Rinderfilet grillen möchtet.

  • Gesamtdauer: 45 Minuten
  • Menge: 4 Personen

Zutaten

Schritt für Schritt

  1. Rinderfilet abbrausen und trocken tupfen. Bei Bedarf von Sehnen, Silberhaut und unerwünschtem Oberflächenfett befreien.
  2. Filet in 4 Stücke mit gleicher Dicke schneiden.
  3. Filetstücke mit Salz und Pfeffer oder einer Grillmischung würzen, mit Öl bestreichen.
  4. Grill auf 200 – 220 °C direkte Hitze vorheizen. Einen Bereich mit niedrigerer Hitze vorbereiten.
  5. Alle Filetstücke scharf angrillen, nach etwa ein bis eineinhalb Minuten wenden und die andere Seite angrillen.
  6. Danach die Filetstücke mit geringerer Hitze bei 120 bis 150 °C weitergaren, bis es die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist. Für Medium Rare benötigt Ihr eine Kerntemperatur zwischen 52 und 55 °C, für Medium bis zu 59 °C. Bei noch höherer Temperatur ist das Fleisch durchgegart.
  7. Fleisch vom Grill nehmen und vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.

Tipps & Hinweise

  • Nehmt das Fleisch rechtzeitig vor dem Grillen aus dem Kühlschrank. Es sollte beim Zubereiten Raumtemperatur haben. Wenn es innen noch kalt ist, ändern sich die Zubereitungszeiten. Außerdem besteht das Risiko, dass es schon stark anbräunt und der Rand übergart und im Inneren die Kerntemperatur noch nicht erreicht ist.
  • Für das Wenden empfiehlt sich eine Grillzange. Beim Zusammenpressen erhaltet Ihr schon einen ersten Eindruck, wie lang Ihr das Rinderfilet noch grillen müsst. Bei allen spitzen oder scharfen Utensilien zum Wenden besteht außerdem die Gefahr, dass ihr die Fleischoberfläche anschneidet.
  • Zum Rinderfilet schmecken Fächerkatoffeln und Grillgemüse wie Spargel oder Champignons. Eine einfache, aber sehr leckere Variante ist frisches Weißbrot mit selbst gemachter Kräuterbutter zum zarten Steak.

Unsere Weinempfehlung:

Wenn Du außerdem auf der Suche nach einem passenden Wein bist, solltest Du Dich für einen kräftigen Rotwein entscheiden.

Warum ist Rinderfilet für das Grillen etwas Besonderes?

Das Filet gilt als sehr edles Fleisch und hat seinen Preis. Es ist im Vergleich mit anderen Partien vom Rind nicht besonders groß. Das feinfaserige Rinderfilet ist Teil der Lendenmuskulatur und ausgesprochen mager. Es eignet sich hervorragend für kurze Garzeiten, da die Fleischstruktur sehr zart ist.

Außer Filet ist in Deutschland in manchen Regionen der Name Rinderlende gebräuchlich. In Österreich nennt man es Lungenbraten, in Amerika Tenderloin. Um Rinderfilet zu grillen, könnt Ihr wahlweise das ganze Stück nehmen oder es in kleinere Stücke wie Steaks oder Medaillons schneiden.

Welche Kerntemperatur sollte das Rinderfilet vom Grill haben?

Für Medium Rare benötigt man eine Kerntemperatur zwischen 52°C und 55°C. Für ein schönes Medium rosa sollten es 55°C bis maximal 59°C haben. Alles darüber ist zählt dann zu durch gegart.

Tip: Mit einem Grillthermometer kannst du die Kerntemperatur genau messen und gehst auf Nummer sicher.

Rinderfilet zum Grillen und für andere Rezepte: die wichtigsten Begriffe

Ein Rinderfilet besteht aus drei Teilen: Das dickere Vorderstück heißt Kopf, dann kommt das relativ lange Mittelstück, zum Schluss die schmale Spitze. Wenn Ihr Rinderfilet grillen möchtet, könnt Ihr Euch zwischen dem ganzen Stück oder Steaks entscheiden. Einige Teile des Filets sind außer zum Grillen und Braten für andere Gerichte geeignet.

Chateaubriand: Für das köstliche Filetsteak nehmen einige Köche das Mittelstück, andere den
Kopf. Ein anderer Begriff ist Doppellendensteak, da es mit 4 cm Dicke und einem Gewicht zwischen 400 und 600 g etwa die doppelte Größe eines normalen Filetsteaks hat.

Tournedos: Tournedos sind kleinere Steaks aus dem Rinderfilet. Bei einer Dicke von etwa 2 cm bringen sie ein Gewicht zwischen 80 und 100 g auf die Waage. Sie lassen sich sowohl aus dem Kopf als auch dem Mittelstück schneiden.

Medaillons: Der Begriff Medaillon stammt von der Form des Fleischstücks. Es sollte möglichst gleichmäßig rund sein. Jede kreisrunde Fleischscheibe aus dem Filet kann als Medaillon bezeichnet werden. Manche Rezepte unterscheiden nicht zwischen Tournedos und Medaillons.

Filet Mignon: Bei Filet Mignon handelt es sich um ein kleines Filetsteak, das aus dem schmalen Teil des Filets geschnitten ist.

Lady’s Cut: Dieser Begriff bezieht sich auf Steaks allgemein, nicht nur auf Filetsteaks. Er steht für Stücke, die im Vergleich zur Herrenportion kleiner sind.

Boeuf Stroganoff, Geschnetzeltes, Rindergulasch, Fondue: Für diese Gerichte wird die Spitze des Filets verwendet.

Rinderfilet grillen: So zerteilt Ihr Euer Filet selbst

Wenn Ihr Euer Rinderfilet lieber im Ganzen kauft, könnt Ihr es selbst zuschneiden. Grundvoraussetzung dafür ist ein wirklich scharfen Messer, das einfaches Arbeiten und einen präzisen Schnitt ermöglicht. Zunächst pariert Ihr das Fleisch, indem Ihr Sehnen, Silberhaut sowie Oberflächenfett entfernt. Nehmt Euch genügen Zeit, damit Ihr vorsichtig arbeiten könnt und nicht zu viel von dem wertvollen Muskelfleisch verloren geht. Am besten löst Ihr ein Stück der Sehne, das Ihr gut festhalten könnt. Dieses haltet Ihr „auf Zug“ und gleitet mit der scharfen Messerklinge zwischen Muskel und Sehne entlang. Die Sehnen mit den anhaftenden Fleischresten lassen sich gut für einen selbst gemachten Fonds verwenden.

Danach zerteilt Ihr das Filet in die drei Hauptstücke. Der Kopf ist der breiteste Teil des Fleischstücks. In diesem Bereich verläuft eine Kerbe, an der Ihr sehen könnt, wo die Grenze zwischen Kopf und Mittelstück verläuft. Die Spitze teilt Ihr dort ab, wo das Rinderfilet erkennbar schmaler wird. Anschließen zerteilt Ihr diese drei Teile in kleinere Stücke so, wie Ihr sie für Eure Rezepte braucht.

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René ist ein Genussmensch und Griller durch und durch. Zu seinen Lieblings-Grills zählen der Kugelgrill und Water-Smoker. Auf Grillkameraden.de teilt er seine Erfahrungen am Grill in Form von Rezepten und Ratgebern.