Rehkeule – so gelingt sie auf dem Grill
Saftiges und zartes Reh direkt vom Knochen mit einer raffinierten Kräutermarinade und leckeren Sauce.

- Vorbereitung
- 20 Min.
- Grillzeit
- 1 Std. 50 Min.
- Gesamt
- 2 Std. 10 Min.
- Portionen
- 6 Personen
Rehkeule zählt zu den beliebten Wildgerichten, die gerne von Anfang Oktober bis Ende Dezember serviert werden. Wir haben unsere Rehkeule auf dem Grill zubereitet und wollen euch das nicht vorenthalten. Wie ihr die Rehkeule grillen müsst und ein paar weitere nützliche Tipps rund ums Thema Reh grillen erfahrt ihr in diesem Beitrag.
Was ist eigentlich eine Rehkeule?
Bei der Rehkeule handelt es sich um ein Teilstück vom Hinterteil des Rehs. Es besteht aus dem Oberarmbein und der Haxe und beinhaltet meist noch den Beckenknochen.
Welche Beilage passt am besten zur Rehkeule?
Zum Reh und allgemein zu Wildgerichten passen die eher winterlich angehauchten Beilagen wie zum Beispiel ein schöner Rotkohl und Kartoffelklöße. Es gibt aber durchaus ein paar Beilagen, die man nicht direkt auf dem Zettel hat, aber wunderbar passen:
Spätzle
Pilzpfanne
Wirsing-Gemüse mit Rahm
Schwarzwurzelpüree
Kartoffelplätzchen
Welcher Wein zum Reh?
Zu einem guten Essen gehört natürlich auch ein guter Tropfen aus der Weinflasche. Daher haben wir euch einmal zwei Rotweine ausgesucht die unserer Meinung nach sehr gut mit dem Wildgeschmack harmonieren:
Bei dieser Cuvée aus Italien wurde mit den Rebsorten Groppello, Marzemino, Teroldego gespielt. Entstanden ist ein Wein, der wunderbar nach reifen roten Früchten duftet und von einer leichten Holznote unterstützt wird. Erhältlich bei Geile Weine!
Dieser spanische Wein ist eine Cuvée aus den Rebsorten Tempranillo, Garnacha und Syrah. Die tiefrote Farbe und die fruchtigen Aromen von dunklen Pflaumen, Johannisbeeren sowie Kirschen harmonieren wunderbar mit den würzigen Noten wie Vanille und Tabak.
Zutaten für 6 Personen
- 1 kgRehkeule
- 2 ELAnkerkraut Wildgewürz
- 1 ELfrisches gehacktes Rosmarin
- 1 ELfrischer gehackter Thymian
- 1 ELgetr. Oregano
- 1 ELAnkerkraut Pilzpfanne
- 1 ELWacholderbeeren
- 1 ELAnkerkraut Pfeffer Symphonie
- 3Lorbeerblätter
- 6-7 ELOlivenöl
Für die Sauce:
- Wurzelgemüse (2 Möhren, 2 Schwarzwurzeln, 2 Zwiebeln, 1/2 Stange Lauch)
- 200 mlRotwein (trocken)
- 200 mlWildfond
- 500 mlWasser
- 2Printen
Zubereitung
Die Wacholderbeeren und die Lorbeerblätter zerdrücken und zusammen mit Wildgewürz , Rosmarin, Thymian, Oregano, Gewürz für Pilzpfanne und der Pfeffer Symphonie in eine kleine Schüssel geben. Etwas Olivenöl hinzu und alles zu einer dickflüssigen Paste vermischen. Mit der Paste wird dann die Rehkeule eingerieben und in einem Gefrierbeutel verpackt über Nacht in den Kühlschrank gelegt.
Etwa 2 Stunden bevor die Keule auf den Grill soll, muss sie aus dem Kühlschrank, damit das Fleisch langsam wieder auf Zimmertemperatur kommt. Den Grill regelst du auf 130-140 Grad indirekte Hitze ein.
Unter die Stelle wo gleich die Rehkeule im indirekten Bereich gart, platzierst du die Aluschale . In die Schale kommen folgende Zutaten: Wurzelgemüse (geschält und grob zerkleinert), Rotwein, Wildfond, Wasser und zwei zerbröselte Printen.
Jetzt kann die Keule bei geschlossenem Deckel für ca. 90 min. auf den Grill. Nach abgelaufener Zeit sollte das Fleisch eine Kerntemperatur von 60-65 Grad haben, dann ist es noch schön rosa. Wer es lieber durch gegart mag, der sollte bis 70 Grad warten. Da bei Wild der Punkt von schön saftig zu zäh sehr schnell überspringen kann, empfehlen wir ein Grillthermometer zu benutzen.
Sobald das Fleisch seine Temperatur erreicht hat, nimmst du es vom Grill und wickelst es kurz in Alufolie, dort darf es noch für 5 min. ruhen. Während dieser Zeit wird der Sud aus der Aluschale mit einem Stabmixer fein püriert und auf dem Grill bei großer Flamme kurz eingekocht. Durch die Printen und das zerkleinerte Gemüse wird die Sauce schön sämig. Zum Schluss kann das Reh vom Knochen gelöst und mit etwas Sauce serviert werden.
Die Grillkameraden wünschen gutes Gelingen bei Rehkeule grillen - Rezept für leckeres aus dem Wald .
Tipps & Tricks
Rehkeule ist bei 60–62 °C Kerntemperatur zartrosa perfekt — ab 65 °C wird das magere Fleisch schnell trocken.
Nach dem Grillen gehört die Keule 5–10 Minuten in Alufolie: Die Ruhephase macht den Unterschied zwischen gut und großartig.
Den Sud aus der Aluschale nicht wegschütten: Durch ein Sieb passieren, einkochen und Ihr habt eine fertige Wildsauce.
Die Wacholderbeeren erst kurz vor dem Anrühren der Würzpaste zerdrücken — frisch gebrochen sind sie deutlich aromatischer.
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Rezept: https://www.grillkameraden.de/rehkeule/ — Grillkameraden.de



