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Grilltraditionen in anderen Ländern

Exotische Gaumenfreuden / Foto: Unsplash

Gegrillt wird in Deutschland gern. Doch auch in anderen Ländern haben sich spannende Traditionen entwickelt. Kein Wunder, denn das Gemeinschaftserlebnis beim gemeinsamen Essen des erlegten Wildes über dem Feuer gehört zu den ursprünglichsten Verhaltensweisen des Menschen, das seine Seele berührt.

Anthropologen vermuten, dass die ersten Menschen vor etwa 32.000 Jahren die Verwendung von Feuersteinen entdeckten. Doch Hunderttausende Jahre vorher haben Frühmenschen wie der Homo Erectus bereits Techniken entwickelt, um ein zum Beispiel durch Blitzschlag auf natürliche Weise entstandenes Feuer am Leben zu erhalten.

Mögliche Unterscheidungskriterien beim Grillen

Grillen bedeutet mehr als einfach nur Fleisch über ein Feuer zu grillen. Kulturelle Unterschiede können im Gemeinschaftserlebnis festgemacht werden, in der Art des Fleisches und auch im Stellenwert von Beilagen. Welche Saucen werden gereicht, welche Gewürze verwendet und welche Getränke kommen auf den Tisch? Kommt das Fleisch direkt über das Feuer oder wird es eher gegart? Welche Rolle spielt der Rauch beim Grillen? Nicht zuletzt dauern gemütliche Grillabende unter Freunden und Verwandten unterschiedlich lange und auch die Ausrüstung für das Grillen unterscheidet sich voneinander.

Wenn wir über spannende Grillkulturen in anderen Ländern berichten, hilft es, diese Kriterien zu berücksichtigen, um die Unterschiede begreifbar zu machen und die Vielfalt beim Grillen zu würdigen. Lassen Sie sich von Grilltraditionen in Südafrika, den USA und Südafrika inspirieren. Benötigen Sie Zubehör, um die Anregungen aufzugreifen, können Sie beim Anbieter Gastprodo.com auf eine große Auswahl bauen.

Grillen in den USA – das Barbecue

Das Barbecue in den USA wurde als geselliges Ereignis der Kolonialisten ab dem 17. Jahrhundert zelebriert. Neben europäischen Einflüssen dominieren afrikanische und karibisch-mexikanische Einflüsse. Es gilt heute als erwiesen, dass die Kolonisten von der reichen Grillkultur in den benachbarten mittelamerikanischen Ländern inspiriert wurden. Die afrikanischen Einflüsse sind wiederum auf Sklaven zurückzuführen, die das Essen für die weißen „Herrenmenschen“ zubereiteten.

Charakteristisch für das BBQ ist das rauchige Aroma des Fleisches, das bei schonenden Temperaturen über einem geschlossenen Grill gegart wird. Zum Barbecue gehört eine bunte Vielfalt an fruchtig scharfen Saucen und viele eingefleischte Barbecue-Fans sind stolz auf ihre Rezeptur. Beliebte Gerichte sind Spare Ribs, Pulled Pork und Beef Briskets und Thanksgiving kommt natürlich ein Truthahn auf den Grill.

Grillen in Südafrika – das Braai

Mit der Fußball-WM 2010 in Südafrika stieg das Interesse an der südafrikanischen Kultur. Der Freiheitskämpfer Nelson Mandela, der 27 Jahren in den Gefängnissen des Apartheid-Regimes verbrachte und nach der Befreiung zum Präsidenten Südafrikas gewählt wurde, hatte bereits Jahre vorher das Land rehabilitiert und neue Hoffnungen geweckt. Das Braai in Südafrika vermittelt durch das offene Feuer und den Verzicht auf Kohle echte Lagerfeuerromantik. Verwendet wird traditionell das Holz des Kameldorns. Das Braai gehört zu den spektakulärsten Grillabenteuern weltweit und im ganzen Land gibt es öffentliche Braai-Plätze.

Ein echtes Happening sind die exotischen Tiere, die auf dem offenen Feuer gebraten werden und dem Europäer neue Geschmacksrichtungen vermitteln. Beispiele für Grillfleisch in Südafrika sind Krokodile, Gnus, Antilopen (Kudus), Strauße und Springböcke. Das Fleisch spielt zwar beim Braai die unumstrittene Hauptrolle, aber dennoch können sich die Beilagen sehen lassen. Fruchtige Chutneys und andere exotische Saucen auf Basis von Mint, Kümmel und Koriander gehören dazu wie ein reichhaltiger Ausschank von Bier. Beliebt als Obst sind Aprikosen und als Gemüse Mais, Paprika und Süßkartoffeln, die für eine zusätzliche Farbenpracht auf und am Grill sorgen.

Grillen in der Mongolei

Die mongolischen Steppenvölker sorgten im Hochmittelalter für Angst und Schrecken. Es liegt in der Natur des Menschen, dass von diesen Emotionen eine gewisse Faszination ausgeht. Geradezu sinister ist die Vorstellung, so zu grillen wie die Reiterhorden von Dschingis Khan bei ihren Eroberungsfeldzügen in Europa, Westasien und China. Doch genau dieses Erlebnis vermittelt das Grillen auf mongolische Art. Die Krieger pflegten nach der Jagd, ein Schild mit der gebogenen Seite nach oben als Grillplatte auf das Feuer zu legen und darauf ihre Gerichte zu schmoren und das Fleisch mit scharfen Messern in kleine, mundgerechte Stücke zu filetieren. Auf dem heißen Schild schließen sich sofort die Poren und das Aroma des Fleisches bleibt erhalten. Kennzeichnend für das mongolische Barbecue ist die Kombination aus traditionellen Fleisch- und Milchgerichten. Typische Speisen sind gesalzene Yakslende mit Kefir und Milchtee.