Teriyaki-Sauce selber machen: das Original mit Mirin & Sake
Ohne Teriyaki-Sauce ist die asiatische Grillküche kaum vorstellbar — und selbst gemacht schlägt sie jedes Fertigprodukt. Unsere Version aus Sojasauce, Mirin und Sake ist in 30 Minuten eingekocht; über die Jahre haben wir sie so angepasst, dass sie zuverlässig gelingt. Hier steht das Rezept samt den zwei Fallen (anbrennen und nachdicken), einem erprobten Ersatz für Mirin und Sake und der Regel, wann die Sauce an den Grill darf.

- Vorbereitung
- 5 Min.
- Grillzeit
- 25 Min.
- Gesamt
- 30 Min.
- Portionen
- 4 Portionen
Der Name Teriyaki setzt sich aus den japanischen Wörtern für „glänzend“ und „schmoren“ zusammen — und genau das beschreibt diese Sauce: dunkelbraun, glänzend, würzig-süß. Wir kochen sie seit Jahren selbst und haben das Rezept dabei Stück für Stück angepasst — Fertigsauce kommt uns nicht mehr ins Haus.
Die drei Grundzutaten
An Sojasauce, Mirin und Sake führt beim Original kein Weg vorbei. Mirin ist ein süßer Reiswein, der Glanz und milde Süße bringt, Sake liefert die feine Reiswein-Tiefe, die Sojasauce das salzige Fundament. Der braune Zucker rundet ab und sorgt für die typische Karamellnote.
Kein Mirin, kein Sake im Haus?
Beides gibt es im Asia-Laden und inzwischen in vielen Supermärkten — aber es geht zur Not auch ohne: Wir haben die Sauce schon mit trockenem Sherry bzw. Weißwein plus etwas mehr Zucker gekocht. Das Ergebnis kommt dem Original erstaunlich nah, auch wenn die letzte Reiswein-Note fehlt.
Die zwei Fallen
Erstens der Zucker — er karamellisiert schnell und kippt genauso schnell ins Verbrannte, deshalb wird bei uns ab dem Schmelzen ständig gerührt. Zweitens die Konsistenz: Die Sauce dickt beim Abkühlen deutlich nach. Wer sie heiß schon auf Wunschkonsistenz reduziert, hat nach dem Abkühlen Sirup-Beton im Glas — also etwas dünnflüssiger vom Herd nehmen, als sie am Ende sein soll.
Wozu Teriyaki-Sauce passt
Zu allem, was vom Grill kommt und Asien verträgt — etwa asiatischen Hähnchenspießen oder als Marinaden-Basis für Beef Jerky. Wichtig auf dem Grill: Die zuckrige Sauce verbrennt über direkter Hitze. Als Glaze erst in den letzten Minuten aufpinseln — vorher gehört sie in die Marinade, nicht aufs Feuer.
Zutaten für 4 Portionen
- 1Knoblauchzehe (halbe)
- 1Ingwer (kleines Stück)
- 1 ELgutes Speiseöl
- 1 ELSesamöl
- 50 gbrauner Zucker
- 150 mlSojasauce
- 150 mlMirin
- 50 mlSake
- Optional: geschälte Sesamsamen
Zubereitung
1 EL SesamölOptional: geschälte Sesamsamen
Geschälte Sesamsamen in einer Gusspfanne kurz anrösten und beiseitestellen.
1 Knoblauchzehe1 Ingwer
Eine halbe Knoblauchzehe und ein etwa ebenso großes Stück Ingwer schälen.
1 EL gutes Speiseöl
Speiseöl sowie Sesamöl in einen Topf geben, Ingwer und Knoblauch leicht andünsten.
50 g brauner Zucker
Zucker hinzugeben und unter ständigem Rühren schmelzen lassen — ab jetzt nicht mehr vom Topf weggehen: Karamell kippt schnell ins Verbrannte.
150 ml Sojasauce150 ml Mirin50 ml Sake
Mirin, Sojasauce und Sake hinzugeben.
Sauce bei mittlerer Hitze reduzieren und dabei regelmäßig umrühren, um die karamellisierten Zuckerstückchen aufzulösen. Wichtig: Die Sauce dickt beim Abkühlen deutlich nach — nehmt sie etwas dünnflüssiger vom Herd, als sie am Ende sein soll.
Gegen Ende der Kochzeit die Sesamsamen unterrühren.
Ingwer und Knoblauch entfernen, Sauce abkühlen lassen.
Nährwerte pro Portion
- Kalorien
- 145 kcal
- Eiweiß
- 4 g
- Kohlenhydrate
- 31 g
Tipps & Tricks
Mit unserem leckeren Rezeptvorschlag ist Teriyaki-Sauce selber machen nicht kompliziert. Damit das Teriyaki-Sauce-Rezept gut gelingt, helfen folgende Tipps:
Ingwer und Knoblauch sollen in unserem Teriyaki-Rezept das Aroma abrunden, nicht dominieren. Deswegen verwenden wir geringe Mengen. Die Stücke werden nicht klein geschnitten und lassen sich nach dem Garen ohne Probleme aus der Sauce entfernen.
Das regelmäßige Umrühren der köchelnden Sauce ist wichtig, damit der Zucker gelöst bleibt und sich alle Zutaten gleichmäßig vermischen.
Wie stark Ihr die Teriyaki-Sauce reduziert, ist Geschmackssache. Sie sollte jedoch beim Kochen nicht zu dick werden, da die Sauce beim Abkühlen noch einmal Flüssigkeit verliert.
Im sauberen Schraubglas hält sich die Sauce im Kühlschrank etwa ein bis zwei Wochen — wir machen lieber kleinere Mengen und kochen dafür öfter frisch.
Häufige Fragen
Was ist Teriyaki-Sauce eigentlich?
Eine japanische Sauce aus Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker, die glänzend eingekocht wird — der Name bedeutet sinngemäß „glänzend geschmort“. Sie funktioniert als Marinade, Glasur und Würzsauce für Fleisch, Fisch und Gemüse.
Was kann ich statt Mirin und Sake nehmen?
Trockenen Sherry oder Weißwein, plus etwas mehr Zucker als Ausgleich für die fehlende Mirin-Süße — so haben wir es selbst schon gekocht, das Ergebnis kommt dem Original nah. Das volle Aroma gibt es aber nur mit den Originalzutaten aus dem Asia-Laden.
Warum ist meine Teriyaki-Sauce zu dick geworden?
Weil sie beim Abkühlen stark nachdickt. Heiß sollte sie noch etwas dünnflüssiger sein als gewünscht. Ist sie schon fest geworden: einfach mit einem Schuss Wasser oder Sake erwärmen und glatt rühren.
Warum verbrennt Teriyaki-Sauce auf dem Grill?
Wegen des hohen Zuckeranteils — über direkter Hitze karamellisiert sie in Minuten zu bitterem Schwarz. Als Marinade vor dem Grillen abtupfen, als Glasur erst in den letzten Minuten aufpinseln.
Wie lange hält sich selbst gemachte Teriyaki-Sauce?
Im sauberen Schraubglas im Kühlschrank etwa ein bis zwei Wochen. Wir machen bewusst kleinere Mengen und kochen öfter frisch — die halbe Stunde ist gut investiert.
Wozu passt Teriyaki-Sauce?
Klassisch zu Hähnchen und Lachs, aber auch zu Rind, Schwein und gegrilltem Gemüse — als Marinade, Glasur oder Dip. Auch als Basis für Jerky-Marinaden macht sie sich hervorragend.
Wie hat's geschmeckt?
Klick auf die Sterne und bewerte das Rezept. Aktuell: 4,4 von 5 (13 Bewertungen)
Rezept: https://www.grillkameraden.de/teriyaki-sauce-selber-machen/ — Grillkameraden.de



