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Chimichurri selber machen

Chimichurri selber machen
Chimichurri selber machen | Bild: Brent Hofacker

Auf der Suche nach leckeren Begleitern zu unserem Grillfleisch sehen wir uns heute in Argentinien um. Hier gibt es bekanntlich erstklassige Fleischspezialitäten vom Grill. Die Asados – so heißen die Grillfeste in Südamerika – sind ohne Chimichurri Sauce nicht denkbar. Was in ein richtiges Chimichurri gehört, darüber sind sich die Argentinier (weitgehend) einig. Was der Name bedeutet, ist dagegen weniger klar. Das tut dem Genuss allerdings keinen Abbruch. In diese Beitrag geht es darum, wie du Chimichurri selber machen kannst.

Was ist Chimichurri?

Chimichurri ist eine Würzsauce auf Kräuterbasis – traditionell sind das Petersilie und Oregano. Ursprünglich stammt sie aus Argentinien, ist jedoch auch in anderen südamerikanischen Ländern sehr beliebt. Die typische grüne Farbe stammt von den gehackten, frischen Kräutern. Sie wird vor allem zu gegrillten Steaks und anderem Grillfleisch gereicht. Vom Geschmack her ist sie ebenso lecker zu gegrilltem Fisch.

Auch wenn die grüne Variante (Chimichurri verde) am bekanntesten ist: Es gibt auch eine rote Variante (Chimichurri rojo) der populären Grillsauce. Bei diesen Rezepten werden beispielsweise Tomaten oder frische rote Paprika untergemischt. Beim Essig kommen Sorten zum Einsatz, die einen rötlichen Farbton haben.

Für das traditionelle Chimichurri werden die Zutaten von Hand geschnitten und gemischt. Das dauert erheblich länger als mit der Küchenmaschine. Dafür sind die Kräuter perfekt zerkleinert und die Mischverhältnisse der einzelnen Zutaten passen genau. In Argentinien werden zum Teil auch getrocknete Kräuter verwendet. Aromatisch sollten sie allerdings sein. Aus abgelagerten Würzmitteln lässt sich kein gutes Chimichurri herstellen. Granulierter Knoblauch und Knoblauchsalz sind ebenfalls tabu.

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Chimichurri selber machen – So gehts

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Chimichurri ist eine Marinade auf Basis von vielen Kräutern. Sie passt perfekt zu gegrilltem Fleisch und ist sehr leicht zuzubereiten.

  • Gesamtdauer: 10 Minuten
  • Menge: 1 Einmachglas

Zutaten

  • 2 Bund glatte Petersilie
  • 1/2 Limette
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kleine Chili / Chilipulver
  • grobes Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Olivenöl
  • getrockneter Thymian
  • getrocknetes Oregano
  • 1 Lorbeerblatt

Schritt für Schritt

  1. Zunächst wird die Petersilie, der Knoblauch und die Schalotte sehr fein gehackt und gibst sie in einen Mörser.
  2. Als nächsten gibst du den Saft einer halben Limette dazu und zerdrückst das ganze ordentlich.
  3. Jetzt wird die Masse mit dem Olivenöl aufgegossen, bis eine dickflüssige Konsistenz entsteht. Zu vergleichen mit einem Pesto.
  4. Nun kommen die Gewürze, also Pfeffer, Salz, Thymian, Oregano und das Chilipulver hinzu. Wenn man mag, kann mach auch eine kleine gehackte rote Chili mit dazu geben. Das gibt dann noch einmal einen Kick an frischer Schärfe.

Hinweise

Kleiner Tipp: Wer dem ganze noch die Krone aufsetzen möchte, nimmt anstelle der getrockneten Kräuter, frische Kräuter. Klein gehackt werden diese dann am Anfang mit der Petersilie zusammen in den Mörser gegeben.

Beliebte Chimichurri-Varianten

Chimichurri liegt im Trend. Das hat zur Folge, dass immer neue Rezeptideen auftauchen. Diese können sich vom argentinischen Original deutlich unterscheiden. Keine Frage: Die leckere Würzsauce inspiriert zum Variieren und Experimentieren. Das liegt zum Teil an den persönlichen Präferenzen. Der eine mag es etwas schärfer und nimmt mehr Chili, der andere verdoppelt die Knoblauchmenge. Auch der Säurecharakter kann milder oder intensiver gewählt werden. Andere Rezepte tauschen Zutaten aus oder fügen neue hinzu. Hier sind einige Anregungen, um das Basisrezept zu variieren:

Kräutervariationen: Die Mischung aus Oregano, Knoblauch und Petersilie lädt dazu ein, andere mediterrane Kräuter auszuprobieren. Denkbar sind beispielsweise Rosmarin, Minze oder Thymian. Eine inzwischen weitverbreitete Variante von Chimichurri verwendet beim Kräutermix zusätzlich Echten Koriander. Es wird das Gewürzkraut verarbeitet, nicht die Samen.

Essigvariationen: Der in Argentinien bevorzugte Balsamico passt natürlich hervorragend. Zusätzlich ist er für den bräunlichen Farbton des traditionellen Chimichurris verantwortlich. Doch was ist mit anderen Essigsorten? – Einige Rezepte schlagen Rotweinessig vor, der etwas dünnflüssiger ist und weniger markant im Geschmack. Für eine andere Optik und einen anderen Charakter sorgt Apfelcidre-Essig, der ebenfalls für bestimmte Chimichurri-Varianten verwendet wird.

Wozu passt Chimichurri?

Chimichurri passt zu allem Gegrilltem – dafür haben die Argentinier ihre Lieblingssauce schließlich erfunden. Gute Steaks von Rind oder Schwein sind ideal. Ein saftiges Geflügel- oder Lachsfilet schmeckt ebenfalls sehr gut. Bei Würstchen gehen die Meinungen auseinander. Im Gegensatz zu einem Steak oder Fischfilet werden diese bereits bei der Herstellung fertig gewürzt. Je nach Wurstsorte passt diese Gewürzmischung gut oder weniger gut zur Sauce. – Es gibt übrigens auch Chimichurri-Fans, die ihre geliebte Sauce einfach als Weißbrot-Dip genießen.

Zwei Tipps zum Schluss

Chimichurri als Marinade

Wie Ihr an den Zutaten seht, ist in der Grillsauce alles, was man für eine Marinade braucht. Die Frage ist eher, ob Ihr die Delikatesse nicht lieber zu einer Mahlzeit genießt, als Euer Grillfleisch oder Euren Fisch darin zu marinieren. Wenn Ihr aber einmal eine größere Menge Chimichurri hergestellt habt, könnt Ihr etwas davon für ein Marinade-Experiment abzweigen.

Gebt dem Chimichurri etwas Zeit

Chimichurri braucht einige Zeit, bis die Aromen gut zueinandergefunden haben. Frisch zerkleinerte Kräuter schmecken oft etwas „grasig“, und auch die flüssigen Ingredienzen müssen sich erst einmal richtig miteinander vermischen. Gutes Olivenöl hilft, dass alle Zutaten ein harmonisches Geschmackserlebnis bieten, und sorgt für die typische Konsistenz. Am Besten bereitet Ihr Euer Chimichurri bereits am Tag vor dem geplanten Grillevent zu.

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