Grillschule

Messerkauf – Darauf kommt es an

Beim Messerkauf kann man schon mal schnell überfordert sein. Was brauche ich überhaupt? Woran erkenne ich gute Messer und was muss ich dafür bezahlen? Die Auswahl an Herstellern und Messerarten ist beim Messerkauf recht unübersichtlich. Wir haben für Euch die wichtigsten Fragen an Jens Seidenstücker gestellt. Jens ist selbst leidenschaftlicher Hobby-Koch und gründete im Jahr 2000 die Firma kochmesser24.de – im Jahr 2003 ging der gleichnamige Online-Shop an den Start.

Welche Messer sind selbst für einen Hobbygriller unverzichtbar?

Es gibt Messer, die sollten nicht nur Hobbygriller und -köche im Haushalt haben. Zu der Standardausstattung gehören auf jeden Fall ein Kochmesser mit einer Klingenlänge von 20 cm (z.B. ein Global Sai Santoku), ein kleines Schälmesser mit einer Länge von ca. 9 cm und für alle weiteren Arbeiten ein mittleres Allzweck-Messer mit ca. 15 cm Klingenlänge. Damit kann jeder Griller und Koch schon gut arbeiten. Speziell für den Hobbygriller würden wir noch ein Brotmesser und ein Filetiermesser empfehlen. Das Brotmesser ist ideal, um etwa große Braten in Scheiben zu schneiden. In unserem Global Sai Kochmesser Sortiment finden sich für jedes Einsatzgebiet passende Messer.

Hand auf’s Herz: Was sollte ich beim Messerkauf ausgeben?

Für ein Kochmesser mit 20 cm Klingenlänge reichen schon 100 €. Dafür bekommt man unserer Ansicht nach das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Stahl ist in dieser Preisklasse solide und noch nicht rostend. Dementsprechend lange behält das Messer seine Schärfe. Darüber hinaus wird die Verarbeitung des Messers in dieser Preisklasse gut sein. Kurz gesagt, für rund 100 € bekommt man beim Messerkauf ein gutes Mittelklassemesser.

Wo liegen die wesentlichen Unterschiede der jeweiligen Preisklassen? 

Richtig, die Preisspanne beim Messerkauf ist sehr groß und reicht von unter 50 € für ein Messer bis weit über 1.000 € – wir führen sogar ein Messer für knapp 3.000 €. Im Wesentlichen liegen die Unterschiede bei der Qualität des Stahls, der Klingenhärte, die Art des Griffs und dem Handarbeit-Anteil, die in das Messer investiert wurde. Ein Messer für einen kleinen Preis beispielsweise besteht aus einem recht weichen Stahl, der sich nur bedingt scharf schleifen lässt und daher schneller wieder stumpf wird. Häufig ist der Griff aus Kunststoff oder einfachen Hölzern.

Ein Mittelklasse-Messer weist dagegen schon einen wesentlich härteren Stahl auf und überzeugt mit einer deutlich schärferen Klinge. Der Griff besteht aus Edelstahl oder besseren Hölzern.

In der oberen Mittelklasse kommen dann Damastmesser ins Spiel. Diese haben einen harten Schneidstahl. Dieser ist üblicherweise von einem 32 Lagen Damast umschlossen. Diese Kombination erreicht eine hohe Härte bei einer gleichzeitig hohen Schneidleistung.

Messer der 50-, 100- und 200-€-Kategorie rosten in der Regel nicht und sind maschinell gefertigt. Im Gegensatz dazu sind Messer in der Preislage von 3.000 € handgefertigt und aus „echtem“ Damaststahl und mit einem Griff aus sehr edlem Holz. Und: Diese Messer rosten bei falscher Benutzung! Solche Messer bekommt man allerdings bereits ab ca. 500 €.

Was macht ein gutes Messer aus?

Erst mal muss das Messer gut und angenehm in der Hand liegen. Außerdem sollte die Schärfe bei Benutzung lange halten und es lässt sich leicht selbstständig nachschärfen. Ob man ein Stahl- oder Damastmesser wählt, hängt nicht nur mit dem Geldbeutel zusammen, sondern auch mit dem Gebrauch bzw. Einsatzgebiet. Das Damastmesser bleibt für den Profikoch länger scharf. Ob der Hobbykoch den Unterschied in der Schärfe wirklich merkt, hängt von jedem selbst ab. Das ist ein bisschen wie bei gutem und sehr gutem Wein.

Worauf sollte ich beim Messerkauf achten?

Beim Messerkauf sollten Sie sich die folgenden Fragen stellen:

  1. Wie liegt das Messer in der Hand?
  2. Was bevorzuge ich? Leichte oder schwere Messer?
  3. Wie scharf muss das Messer sein?
  4. Wie lange muss es diese Schärfe halten?
  5. Wie häufig will ich das Messer einsetzen?
  6. Präferiere ich einen Griff aus Holz oder aus Metall?
  7. Darf das Messer rosten? Ja oder nein?

Was ist Dein wichtigster Rat an uns und unsere Leser?

Unbedingt beachten: Messer bitte niemals in den Geschirrspüler „werfen“. Da blutet uns das Kochmesser-Herz…und der wichtigste Tipp ist natürlich: Lasst euch bei Kochmesser24 ganz unverbindlich beraten und kauft bei uns. Denn wir sieben schlechte Messer schon vorher für euch aus!

1 Kommentar

  1. Und ganz wichtig: Lieber etwas weniger in das Messer investieren aber dafür auch (mindestens) einen guten Schleifstein kaufen. Jedes Messer, egal wie teuer, wird stumpf und muss regelmäßig geschärft werden. Gerade die teureren (japanischen) Messer brauchen einen ordentlichen Stein um scharf zu bleiben.

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Björn ist leidenschaftlicher Griller und liebt es, seine Erfahrungen am Grill in Worte zu fassen und mit anderen zu teilen.