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Bouillabaisse selber machen

Bouillabaisse
Französische Bouillabaisse / Foto: white78

Bouillabaisse selber machen: So gehts ganz einfach Bouillabaisse – das schmeckt wie Ferien an der Côte d’Azur. Wenn Du die köstliche Fischsuppe zu Hause nachkochen möchtest, kannst Du das mit diesem Rezept machen. Damit es etwas schneller geht, verwendest Du zum Teil küchenfertige Zutaten. Für dieses einfache Bouillabaisse-Rezept benötigst Du nur wenige Arbeitsschritte. Dann köchelt die duftende Suppe in Deinem Topf und Du darfst Dich auf eine leckere Mahlzeit freuen.

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Bouillabaisse selber machen

Bouillabaisse, das schmeckt wie Ferien an der Côte d`Azur.

  • Vorbereitungszeit: 00:15
  • Grill- / Kochzeit: 00:25
  • Gesamtdauer: 00:40
  • Menge: 4 Portionen 1x

Zutaten

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Zutaten

  • 500 g Fischfilets (Meeresfisch, küchenfertig)
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 12 Riesengarnelen (küchenfertig)
  • 2 Kartoffeln (mittelgroß)
  • 1 Fenchelknolle (mittelgroß)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 EL gutes Olivenöl
  • 4 Rispentomaten
  • 800 ml Fischfond
  • 1 Messerspitze Safranpulver
  • grobes Meersalz
  • grob gemahlener schwarzer Pfeffer

optional:

  • ein Schuss Weißwein
  • Muscheln

Equipment:

  • Sparschäler
  • Gemüsemesser
  • flache Schale
  • großer Topf mit Deckel

Schritt für Schritt

  1. Zuerst spülst Du 500 g küchenfertige Fischfilets mit kaltem Wasser ab, legst sie in eine flache
    Schüssel und teilst sie in 12 etwa gleich große Stücke. Darüber träufelst Du den Saft ½ Zitrone. Die Garnelen spülst Du ab und tupfst sie trocken. Beiseitestellen.
  2. Um das Gemüse vorzubereiten, schälst Du 2 mittelgroße Kartoffeln und schneidest sie in dünne Scheiben. Die Fenchelknolle wäschst und halbierst Du, entfernst das Fenchelgrün und schneidest den harten Strunk in der Mitte heraus. Die Knolle schneidest Du in feine Streifen, das Fenchelgrün stellst Du beiseite. Du schälst eine Zwiebel und schneidest sie in kleine Stücke. Die Knoblauchzehe schälst Du ebenfalls und hackst sie sehr fein.
  3. Dann erhitzt Du 4 EL Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Darin schwitzt Du die
    Fenchelstreifen, die Zwiebelstücke und den Knoblauch an. Wenn der Knoblauch anfängt zu duften,
    löschst Du den Topfinhalt mit 800 ml Fischfond ab. 1 Messerspitze Safranpulver dazugeben. Danach gibst Du die Kartoffelscheiben hinzu. 10 Minuten kochen lassen.
  4. Inzwischen ritzt Du 4 Rispentomaten kreuzweise ein und übergießt sie mit kochendem Wasser. Kurz warten und mit kaltem Wasser abschrecken. Dann ziehst Du die Schalen ab, entfernst die Kerne und schneidest die Tomaten in Stücke.
  5. Tomaten zusammen mit den Garnelen und Fischstücken in dem Topf geben und vorsichtig umrühren. Suppe mit grobem Meersalz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle abschmecken. Wenn Du möchtest. Kannst Du einen Schuss Weißwein hinzufügen.
  6. Du legst einen Deckel auf den Topf, nimmst die Temperatur zurück und lässt die Suppe 10 Minuten lang ziehen.
  7. Während Deine Suppe durchzieht, zupfst Du die zarten Blättchen vom Fenchelgrün. Vor dem
    Servieren streust Du sie über die Suppe.

Bon Appetit

Tipps & Hinweise

Wer mag kann auch noch ein paar Muscheln mit zu der Bouillabaisse geben und mitkochen.

Gut zu wissen

  • Für dieses schnelle Bouillabaisse-Rezept eignen sich dünne Kartoffelscheiben besser als Würfel oder große Kartoffelstücke. Diese wären nach der angegebenen Kochzeit noch nicht durchgegart.
  • Statt Safranpulver kannst Du auch einige Safranfäden dazugeben. Einen echten Ersatz für dieses besondere Gewürz gibt es nicht. Denn Kurkuma gibt Deiner französischen Fischsuppe zwar eine ähnliche Farbe, schmeckt aber ganz anders. Auch Saflor – so genannter falscher Safran – hat kein Safran-ähnliches Aroma.
  • Wenn Du lieber größere Kartoffelstücke in Deiner Fischsuppe magst, kochst Du die beiden Kartoffeln in der Schale vor, pellst sie und schneidest sie in Stücke. Diese gibst Du dann gegen Ende der Garzeit in die Bouillabaisse.
  • In einem guten Restaurant wird die Brühe für die Fischsuppe immer frisch aufgesetzt. Bis sie fertig ist, dauert es seine Zeit. Deswegen nimmst Du für Deine schnelle Bouillabaisse einen Fischfond aus dem Glas. Der Geschmack Deines Fonds entscheidet, wie viel Salz Du hinterher hinzufügen musst.
  • Für ein Original-Bouillabaisse-Rezept werden keine küchenfertigen Filets, sondern frische, ganze Fische, große Fischstücke, Muscheln und Garnelen verarbeitet. Erst wenn sie durchgegart sind, kann die Fischsuppe serviert werden.
  • Falls Du mehr Zeit einplanst, kannst Du die Fischstücke vor dem Kochen 2 Stunden in einer Marinade aus Olivenöl, Knoblauch und Fischgewürz einlegen.
  • Ein kräftigeres Aroma erhält Deine Fischsuppe, wenn Du die Fischfilets und Garnelen kurz in Butter anbrätst, bevor Du sie in die Suppe gibst.
  • Wenn Du Bouillabaisse auf traditionelle Art genießen möchtest, servierst Du sie mit Rouille, geriebenem Käse und geröstetem Weißbrot.

Bouillabaisse: Was ist das eigentlich?

Die Bouillabaisse: Sie gilt heute als Delikatesse. Doch ursprünglich war sie ein ganz einfaches Gericht. Ihre Entwicklung ist eng mit der Geschichte der Hafenstadt Marseille verknüpft. Diese wurde bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Seefahrern gegründet. Sie nannten die Hafenstadt am Mittelmeer Massalia. Fisch und Meeresfrüchte sind seit dieser Zeit wichtiger Bestandteil der Verpflegung in der Stadt. Am einfachsten und leckersten ist es, den frischen Tagesfang sofort zu verarbeiten. Fischeintöpfe sind dafür eine ideale Möglichkeit. Ein bis heute beliebter griechischer Fischeintopf heißt Kakavia. Er gilt als Vorläufer der französischen Bouillabaisse.

Fischer an der Küste von Marseille und Umgebung entwickelten ihre eigene Varianten, Fisch schnell und einfach zuzubereiten. Was sie nicht verkaufen konnten, diente als Grundlage für die eigene Ernährung. Sie garten die Fischstücke in einer einfachen Brühe, die sie mit Kräutern und Gewürzen verfeinerten, die gerade zur Verfügung standen. Oft aßen sie die Brühe zuerst als Fischsuppe mit Croûtons, anschließend den gegarten Fisch. Falls vorhanden, wurde dieser mit Rouille serviert. Mit der Zeit verbreitete sich die Spezialität aus Marseille in anderen Regionen Frankreichs und wurde schließlich in Paris bekannt. Seitdem zählt die Bouillabaisse zu den bekanntesten französischen Gerichten. Damit sich eine Fischsuppe Bouillabaisse nennen darf, sollte sie bestimmte Zutaten enthalten. Dazu gehören unter anderem bestimmte Fischarten, Olivenöl, Safran, Knoblauch und Kartoffeln. Aber Du hast immer einen gewissen Spielraum, wenn Du Bouillabaisse selber machen möchtest.

Fisch und Meeresfrüchte: Das kannst Du für Deine selbst gemachte Bouillabaisse nehmen

Um Bouillabaisse selber zu machen, kannst Du verschiedene Fischarten verwenden. Deine Filets brauchen übrigens nicht alle vom selben Fisch stammen. Eine Original-Bouillabaisse wird auch aus unterschiedlichen Fischen, Fischstücken und Meeresfrüchten gekocht. Für das traditionelle Rezept sind vier Fische mit festem Fleisch (Drachenkopf, Seeteufel, Knurrhahn, Meeraal) sowie drei Fische mit weichem Fleisch (Wolfsbarsch, Rotbarbe, St. Petersfisch) erforderlich. Hinzu kommen Garnelen und Muscheln, gelegentlich auch weitere Krustentiere. Alle Zutaten werden frisch eingekauft, sorgfältig gereinigt und für das Kochen vorbereitet.

Welchen Fisch Du für Deine schnelle Bouillabaisse verwendest, hängt sowohl davon ab, was Du problemlos einkaufen kannst, als auch davon, wie viel Du ausgeben möchtest. Denn die mediterranen Edelfische haben ihren Preis. Günstiger wird der Einkauf, wenn Du Deine französische Fischsuppe mit gängigen Speisefischen zubereitest. Der Kabeljau oder Dorsch zählt zu den häufigsten Fischen an den Kühltheken und in den Tiefkühltruhen. Auch Rotbarsch findest Du oft. Rotzunge, Heilbutt oder Dorade eignen sich ebenfalls sehr gut, kosten aber mehr. Deine Bouillabaisse schmeckt besonders gut, wenn Du mehrere Fischarten kombinierst, auch wenn es nicht dieselben sind wir im Original-Rezept.