Grillschule

Eine kulinarische Grillreise durch Deutschland

Ganz Deutschland grillt! Source: Pixabay Licence: Pixabay Licence

In Deutschland avancierte das Grillen schon vor Jahrzehnten zu einer Art Volkssport – und das gilt für sämtliche Regionen. Besonders verliebt sind die Deutschen in ihre Bratwurst, die es in vielen verschiedenen Varianten gibt. Doch auch saftige Fleischstücke aller Art werden mit Inbrunst über dem Feuer geschwenkt, bevor sie in geselliger Runde auf dem Teller landen. Dazu dann noch ein kühles Getränk und im Anschluss eine Partie Skat zu Dritt oder Texas Hold’em in der größeren Gruppe. Genuss und Gemütlichkeit sind ein angenehmer Mix, sie gehören zum Grillen fest dazu. Ein Blick in die verschiedenen Himmelsrichtungen zeigt, dass diese charmante „GGG-Konstellation“ überall gern gesehen ist, aber verschieden ausgelebt wird.

Holzkohle oder Gas: Wer gewinnt im brandheißen Grill Poker?

Der liebste Energieträger der deutschen Grillmeister ist und bleibt die Holzkohle, doch der Gasgrill hat in den letzten Jahren deutlich aufgeholt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es damit schneller geht, weil das langwierige Vorglühen flachfällt. Bei drängendem Hunger macht es einfach keinen Spaß, noch ewig zu warten, bis die Kohle den richtigen Glühgrad erreicht, um das Fleisch aufzulegen. Allerdings verändert sich durch die andere Zubereitungsart auch der Geschmack, und das ist nicht jedermanns Sache. So wird es garantiert auch in Zukunft eine große Zahl von Grillfreunden geben, die auf die Schnelligkeit verzichten – zugunsten des einzigartig deftigen Raucharomas. Und noch ein weiterer Trend greift in die alten Traditionen ein: Immer mehr Menschen wenden sich der vegetarischen oder veganen Lebensweise zu, so landen vermehrt Tofu, Halloumi und Gemüse auf dem Grillrost.

Nordlichter am Grill: an der Küste wird Deftiges mit Süßem vereint

Konzentrieren wir uns an dieser Stelle aber wieder auf die reine Fleischeslust – und nehmen zur Sicherheit noch den Fisch mit dazu! Beim Blick in Richtung Norden sehen wir, dass Frischfisch trotz der Nähe zum Meer weniger häufig zum Grillgut wird als gedacht. Natürlich ist in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern eher der Hang vorhanden, zum Dorsch, Hecht oder zur Meeresforelle zu greifen als in südlicheren Gebieten unseres Landes. Aber auch dort oben überwiegen noch immer die Grillfans mit einem Hang zu Schwein, Rind und Geflügel.

Eine wichtige norddeutsche Eigenart zeigt sich im Heißhunger auf süße Beilagen, die dem deftigen Fleischgericht zugefügt werden. Schließlich vereinen die Nordlichter auch gern Birnen mit Bohnen und Speck, warum soll dann nicht auch dem Nackensteak vom Grill die eine oder andere süße Frucht Beistand leisten? Immerhin erstrecken sich im Hamburger Alten Land endlose Apfelplantagen und auch andere Obstbaumsorten sind in der weiten Ebene keine Seltenheit. Ausgerechnet im Spätsommer, zur Erntezeit, läuft die Grillsaison zu ihrem Höhepunkt auf: eine förmliche Einladung zum Fleisch-mit-Frucht-Menü!

Äpfel zu Grillfleisch? Im hohen Norden kein Problem!
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Herrliches Leben am Mittelrhein: Spiel, Spaß und kräftige Würze

Die Norddeutschen stehen mit Ihrer Fleisch-zu-Frucht-Tradition im klaren Kontrast zur Region rund um den Mittelrhein. Dort mag man es zünftig und ohne allzu viel Süße. Die vielen Urlauber aus aller Herren Länder begeistert aber nicht nur das: Der große kulturelle Einfluss durch Landwirtschaft und Unterhaltung zeigt sich zwischen Bonn und Bingen besonders stark. So stammen viele bekannte deutsche Gerichte aus der Mittelrhein-Region, auch der beliebte Schwenkbraten hat hier seine Heimat.

Darüber hinaus finden sich in der bedeutenden Kulturlandschaft überdurchschnittlich viele Kurorte, in denen die Menschen seit Jahrhunderten Entspannung und Unterhaltung miteinander verbinden: Bis heute beheimaten viele der prunkvollen Kurhäuser Spielcasinos, in denen die typischen Casinospiele angeboten werden. Ähnlich wie in den Online Casinos, die heutzutage den Großteil des Angebots ausmachen, werden in den analogen Spielbanken regemäßig verschiedene Aktionen, Prämien und Poker Promotions angeboten. Die Aussicht auf eine Prise Spannung und vielleicht sogar einen größeren Geldgewinn übt einen ähnlichen Zauber aus wie die örtliche Küche. So ist es gar nicht mal unüblich, nach dem aufregenden Omaha hi-lo Turnier den berühmten geschwenkten und marinierten Schweinenacken zu genießen. Wer einmal an einer entsprechenden Mahlzeit teilgenommen hat, wird wissen, warum einigen schon bei der Vorstellung das Wasser im Munde zusammenläuft.

Thüringen und seine famose Bratwurst: so schön wie der Wald!

Nackensteak und Schweinebauch machen der guten deutschen Wurstmachertradition herbe Konkurrenz. Die Thüringer halten trotzdem vehement an ihrer berühmten Rostbratwurst fest, die sich längst weit über die Region hinaus verbreitet hat. Sie verfügt über einen besonders hohen Anteil an magerer Schweineschulter, die den bei Bratwürsten normalerweise verwendeten Speck ersetzt. Kein Grill-Gourmet vermag zu leugnen, dass man das diesem guten Stück wirklich anmerkt! Eine echte Thüringer kann entweder fein oder grob sein, das ist eine reine Geschmacksfrage – und darüber lässt sich bekanntlich nicht streiten. Richtig praktisch bei dieser Spezialität ist es, dass man sie gut im Rucksack mit sich führen kann, auf ausführlichen Wanderungen durch den allseits bekannten Thüringer Wald.

Bei einem Halt an einer der ausgewiesenen Grillstationen steht dann der genüssliche Verzehr an, nachdem die Flammen gekonnt ihr Werk verrichtet haben. Traditionell gehören Senf und Brötchen fest zu dieser Köstlichkeit: Das einfache Leben kann so wunderbar sein! Vielleicht hat der geneigte Wanderer auch ein Kartenset dabei, denn auch Thüringen ist mit einem großen Casino gesegnet, und das befindet sich unter freiem Himmel. Statt Online Poker steht in dieser fröhlichen Runde ein völlig analoges Texas-Hold’em-Turnier an, mit allen Raffinessen und bester Verpflegung.

Bei diesem Anblick schlägt vielen Grillfreunden das Herz höher
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Mini-Bratwürste aus Nürnberg: Achtung, Suchtgefahr!

Klein aber fein mag man es in Nürnberg. Die Bratwürste dieser Stadt erreichen gerade mal eine Größe von 7 bis 9 Zentimetern und bringen höchstens 25 Gramm auf die Waage. Trotzdem spielen Sie eine ganz große Rolle, und das zu jeder Jahreszeit. Die regionale Spezialität besteht zu größtem Teil aus magerem Schweinefleisch von der Schulter und Kammspeck. Die Grundgewürze sind Salz, Pfeffer und Majoran. Jede Nürnberger Metzgerei hält jedoch im Detail ein eigenes Rezept parat, dass sie hütet wie ihren eigenen Augapfel. Manch ein Genießer hat schon Ingwer, Macis oder Koriander im würzigen Fleisch entdeckt. Bratkartoffeln, Zwiebeln und Pilze passen ganz hervorragend dazu – darüber hinaus gibt es noch viele andere Möglichkeiten, die Beilagen zu gestalten.

Um die vielen Kalorien nach dieser Mahlzeit wieder loszuwerden, bietet sich ein Ausflug in die malerische Altstadt oder ins Grüne an. Wer sich für die Stadt entscheidet, sollte sich nicht von den vielen Cafés und Restaurants verlocken lassen, die sich zwischen den historischen Bauten angesiedelt haben. Eher sind Sightseeing und Shopping angesagt, oder einfach nur ein ausführlicher Spaziergang mit offenen Augen und glücklichem Herzen. Der Magen hat jedenfalls nichts zu meckern, wenn es hinaufgeht zur berühmten Kaiserburg oder auf eine Wanderung durch die gepflegten Grünanlagen der Stadt.

Grillkünste aus dem Schwabenland: Maultaschen mal anders

Auch die Schwaben sind ein sehr eigenes Völkchen, besonders wenn es darum geht, sich mit Leckereien zu vergnügen. Die typischen schwäbischen Spätzle sprechen deutlich dafür, ebenso wie der Zwiebelrostbraten, die Gaisburger Marsch und die sauren Kutteln. Auch Maultaschen sind so richtig typisch schwäbisch und ja, sie landen nicht nur im Topf, sondern gern auch mal auf den Grill. Dafür hüllt sie der Grillmeister gern auch in Speck oder Schinken und bettet sie voller Vorfreude in eine Grillschale.

Unten im Ländle mögen viele Leute es auch ganz schlicht und einfach, darum ist die rote Wurscht im Wecken mindestens ebenso beliebt wie die gegrillte Maultasche. Zum Genuss der regionalen Spezialität sind nicht einmal Teller und Besteck vonnöten, die Wurscht wird einfach direkt ins aufgeschnittene Brötchen geklemmt. Jetzt noch Ketchup oder Senf darauf und los geht die Sause! Nach dem Poker Turnier in der mondänen Stuttgarter Spielbank ist eine solches Essen allerdings nicht zu erwarten. Das hauseigene elegante Bistro bewegt sich auf einem höheren Niveau, das zur stilvollen Abendkleidung der Gäste passt.

Bayerisches Grillvergnügen mit heimischem Leberkäse

Dass der Leberkäse in Wahrheit gar kein Käse ist, hat sich wahrscheinlich schon in aller Welt herumgesprochen. Es handelt sich um eine eckig geformte Brühwurst, auch Fleischlaib genannt. Von diesem Laib schneidet der hungrige Bayer sich ein Stück nach dem anderen ab, um es auf vielfältige Weise zu sich zu nehmen. Bei sommerlichem Wetter passiert es gar nicht selten, dass der Leberkäse in Berührung mit dem Grillrost kommt, die Flamme verleiht ihm ein ganz besonderes Aroma. Am besten gelingt diese Spezialität auf einem Grill mit Deckel, zum Beispiel einem Kugelgrill. Die Temperatur sollte ungefähr 150 Grad Celsius betragen und der Fleischbatzen eine goldbraune Farbe annehmen. Achtung: Eine höhere Temperatur trocknet den Leberkäse zu sehr aus! Was dazu passt? Nun, die Bayern bieten auch für Glas und Krug allerlei Spezialitäten an! Und falls von dem Fleischkäsebrät tatsächlich noch etwas übrigbleibt, kommt das Leckerli am nächsten Tag einfach aufs Brot. Das nennt man Nachgenuss! Richtig gut schmeckt Leberkäse übrigens auf einem urbayerischen Fest mit Blasmusik und Tanz, das sei aber nur am Rande gesagt. Es muss nicht gleich das rauschende Münchner Oktoberfest sein, ein kleines, traditionelles Dorf- oder Stadtfest ist mindestens genauso schön. Wer jetzt, aus welchen Gründen auch immer, schon wieder ans Kartenspielen nach dem Essen denkt, der sei ausdrücklich gewarnt: Weder Texas Hold’em noch Omaha hi-lo sind bei den „Bazis“ besonders angesagt. Doch gern lassen sich die Einheimischen auch auf eine Partie Bayerisches Tarock ein, das passt dann auch viel besser zum Lokalkolorit.

Eine Brotzeit mit Leberkäs und Senf – In Bayern findet sich dies häufig
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Eine Reise der Genüsse geht zu Ende

Das war’s auch schon mit der appetitanregenden Reise durch die wichtigsten Grillregionen Deutschlands. Ganz sicher haben wir ein paar Stationen und Genüsse ausgelassen, aber vielleicht bietet sich demnächst mal wieder eine Gelegenheit, die Lücken zu füllen. Bis dahin bleibt nur noch eines zu sagen: Guten Appetit!

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