Grillschule

BBQ Smoker Grill – Die Königsklasse

Smoker Grill

Der Smoker Grill gilt als der Mercedes unter den Grillgeräten. Oft sind Smoker (Umgangssprachlich auch „Grill Lok“ genannt) aus Stahl oder schwerem Gusseisen und ziemlich groß, also nicht unbedingt für den Balkon oder das Grillen im Park geeignet. Wer jedoch Platz im Garten hat und weiß, wie man mit einem BBQ Smoker Grill umgeht, dem steht ein unglaubliches Geschmacks- und Grillerlebnis bevor. Wir geben euch ein paar Tipps, wie ihr richtig mit dem BBQ Smoker Grill umgeht.

BBQ Smoker gibt es von vielen Herstellern in den unterschiedlichsten Preisbereichen. Von der Marke El Fuego bekommt man bei Amazon bereits für rund 150 Euro einen Smoker Grill von ordentlicher Qualität. Vor allem zum ausprobieren, ob das klassische Barbecue oder räuchern das Richtige für einen ist, reicht das allemal aus. Hat man einmal Blut geleckt, sollte man sich seinen Smoker Grill am Besten vor Ort bei einem Händler im Detail ansehen und vor allem auch beraten lassen. Solltet ihr mal in der Nähe von Köln unterwegs sein, lohnt sich ein Abstecher zu Santos Grills.

Eigenschaften des Smoker Grills

Wesentliche Eigenschaft eines Smoker Grills ist, dass ihr damit hervorragend „Low and Slow“, also indirekt und nach amerikanischer Art grillen könnt. Das Grillgut wird schonend und fernab der Glut oder Flamme bis zum gewünschten Gargrad im Rauch gegart. So kommt echtes Barbecue Feeling auf. Dabei gibt es viele Arten und Ausführungen eines Smoker Grills. Am meisten verbreitet ist der sogenannte Barrel-Smoker: In einer seitlichen Brennkammer befindet sich die Glut oder das Feuer. Hitze und Rauch strömen über Verbindungen in die daneben liegende Garkammer des Smokers, in der sich auch das Grillgut befindet. Daran strömt der Rauch vorbei und gelangt schließlich über einen Kamin wieder nach draußen. Somit herrscht im Inneren des Smoker Grills eine permanente Luftzirkulation. Optimale Voraussetzungen, um saftige Spareribs, Beef Brisket (Rinderbrust) oder Pulled Pork zu garen. Und das Beste an dieser Grillmethode: Durch den vorbeiströmenden Rauch nimmt das Fleisch eine wunderbare rauchige Geschmacksnote an. Darüber hinaus ist das Grillen und Räuchern mit einem Barbecue Smoker Grill gesund, denn herabtropfendes Fett führt nicht zu den unangenehmen Fettbränden, da ja Grillgut und Glut voneinander getrennt sind.

kleiner Smoker Grill
Hier ein etwas kompakterer Smoker Grill.
großer Smoker Grill
Und hier ein „etwas größerer“ Smoker Grill.

So macht ihr den Smoker Grill lange haltbar

Bevor ihr in den Genuss des Smokens einsteigt, solltet ihr den BBQ Smoker Grill einbrennen. Hierfür heizt ihr den Smoker ohne Grillgut auf eine Betriebstemperatur von etwa 120 bis 140 Grad Celsius auf. Durch das erste Einbrennen werden die Poren des meist offenporigen Stahls mit Rauch und Ruß versiegelt und der Smoker Grill damit für lange Zeit haltbar gemacht. Doch Vorsicht: Ist die Temperatur beim ersten Einbrennen zu hoch, kann die äußere Farblackierung abplatzen. Haltet ihr aber den empfohlenen Temperaturbereich ein, so hat das Einbrennen auch positive Auswirkungen auf den äußeren Bereich des Smoker. Die Farbe zieht tiefer in den Stahl ein und schützt den Smoker Grill von außen gegen Wind und Wetter. Die „Patina“ wird perfekt, wenn ihr nach dem Einbrennen den Smoker Grill mit einfachem Küchenpapier und Öl von innen und außen einreibt (aber bitte erst, wenn der Smoker wieder einigermaßen abgekühlt ist).

Nun darf fleißig gesmoked werden

Wie bei jedem Grill geht es zunächst darum, die richtige Temperatur zu erreichen. Ihr könnt den Smoker Grill mit gewöhnlicher Grillkohle (Holzkohle oder Kohlebriketts), aber auch mit Holzscheiten anheizen, solange dieses unbehandelt und frei von Harz oder Verunreinigungen ist. Holz hat den Vorteil, dass es zu einer besonders hohen Rauchentwicklung führt und damit das Grillgut angenehm räuchert. Je härter das Holz, umso besser – denn es brennt länger und ihr müsst weniger während des Grillens nachlegen.

Um das Feuer anzuzünden, schichtet ihr das Holz einfach wie bei einem Lagerfeuer im Brennraum auf, zündet es mit Hilfe eines Grillanzünders an und wartet, bis das Feuer heruntergebrannt ist und sich eine erste Glut gebildet hat. Danach könnt ihr weitere, größere Stücke auflegen. Der Deckel der Brennkammer bleibt während des gesamten Vorgangs geöffnet. Erst wenn die „dicken Dinger“ dazukommen, könnt ihr den Deckel schließen und schon beginnt die Luft im Inneren des Smoker Grills zu zirkulieren. Die Temperatur steuert ihr ab nun über die Lüftungsregler des Smoker: Viel Luft gleich schnelleres Verbrennen gleich höhere Hitze – wenig Luft, langsames Verbrennen, geringere Hitze. Garnicht so schwer… Wer statt Holz lieber Holzkohle verwenden möchte, muss trotzdem nicht auf das typische Raucharoma verzichten. Hierfür bietet der Handel spezielle Räucherchips mit verschiedenen Aromasorten an. Diese werden vorher in Wasser gequellt und dann nach Bedarf auf die Glut in der Brennkammer des Barbecue Smokers gegeben.

Sobald der Smoker Grill die gewünschte Temperatur hat (in der Regel wird zwischen 110 und 130 Grad Celsius gegrillt), kann das Grillgut in die Grillkammer und das Barbecue kann beginnen. Nun ist Geduld gefragt, denn die Methode „Low and Slow“ ist wörtlich zu nehmen. Je nach Dicke des Grillguts kann das Smoken recht lange dauern. Bei unserem Pulled Pork hat es ungefähr 15 Stunden gedauert. Zeit, um über das zu sprechen, was man nach der Smoke-Session auf dem Grill ausprobieren möchte. Wir wünschen Euch ein geruhsames und genussreiches Grillen mit dem Smoker Grill.

3 Kommentare

  1. Cooler Blog mit vielen sehr nützlichen Informationen, gerade für Einsteiger. Wir beschichten unseren Smoker auch in regelmäßigen Abständen mit Öl und konnten damit sehr gute Erfahrungen machen. Werde gleich zum Metzger fahren und Nacken einkaufen, am Wochenende soll es Pulled Pork geben. Wenn wir damit am Freitagabend starten wollen, muss der Nacken so langsam aber sicher eingelegt werden. Du hast bei deinem Pulled Pork scheinbar Glück gehabt, in 15 Stunden habe ich es noch nie fertigbekommen -> meist ca. 18 bis 20 Stunden. Achja, aber dafür schmeckt‘s super. Viele Grüße Walter

  2. Tolle Zusammenfassung über Smoker Grills. Diese Grillgeräte dürfen sich wirklich „Königsklasse“ nennen. Ein schönes BBQ mit tollen Rips oder Pulled Pork möchte ich nicht mehr missen. Die Wichtigkeit des Einbrennens des Smoker muss man auf jeden Fall machen wenn man länger was von Smoker haben möchte.

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