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Jambalaya aus dem Dutch Oven – so geht’s

Jambalaya aus dem Dutch Oven

Jambalaya: Der köstliche Eintopf mit Reis ist in den Vereinigten Staaten so beliebt, dass es einen Song über ihn gibt. Frische Zutaten und eine köstliche Gewürzmischung machen ihn zu einem tollen Geschmackserlebnis. Für die Zubereitung auf dem Grill eignet sich der Dutch Oven hervorragend. In dem gusseisernen Topf brätst Du zunächst einen Teil der Zutaten an. Danach gibst Du den Rest dazu und darfst beim Weitergaren bereits den Duft des würzigen Eintopfgerichts genießen.

Jambalaya aus dem Dutch Oven

4.80 aus 796 Bewertungen
Vorbereitung 20 Min.
Zubereitung 40 Min.
Gesamt 1 Std.
Gericht Hauptgericht
Menge 4 Portionen
Kalorien 382 kcal

Equipment

  • Dutch Oven (3-4 l Fassungsvermögen)
  • Küchenmesser
  • Schüssel
  • hitzebeständiger Schaumlöffel
  • Grillhandschuhe
  • Deckelheber
  • große Gabel zum Lockern des Reises

Zutaten
  

  • 200 g Andouille alternativ: Chorizo
  • 300 g Hähnchenfleisch Brust oder Schenkel
  • Rapsöl
  • 3 EL Cajun-Gewürzmischung
  • 1 rote Paprikaschote groß
  • 1 Zwiebel groß
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 2-4 Knoblauchzehen
  • 1 Prise Salz
  • 800 ml Geflügelbrühe alternativ: Gemüsebrühe
  • 2 EL Tomatenmark
  • Lorbeerblatt
  • 1 TL Thymian getrocknet
  • ½ Limette
  • 2 EL Worcestersauce
  • Cayennepfeffer nach Geschmack
  • 300 g Langkornreis
  • Frühlingszwiebeln
  • 15 Garnelen

Zubereitung
 

  • Grill für
    hohe Temperatur
    vorbereiten.
  • Für das Jambalaya-Rezept schneidest Du zunächst 200 g Andouille in Scheiben von 6-7 mm Dicke.
  • Anschließend säuberst Du das Hähnchenfleisch, tupfst es trocken und schneidest es in Würfel von etwa 3 x 3 cm. In eine Schüssel geben, mit 2 EL Rapsöl und 2 EL Cajun-Gewürzmischung vermengen. Beiseitestellen.
  • Du entfernst Stiel, Kerne und weiße Häute von einer roten Paprikaschote und schneidest sie klein. Dann schälst und würfelst Du 1 große Zwiebel. 2 Stangen Staudensellerie putzt Du, halbierst sie der Länge nach und schneidest sie in Scheiben von etwa 5 mm Dicke. 2-3 Knoblauchzehen schälen und fein würfeln.
  • Wenn der Grill die gewünschte Temperatur hat, stellst Du den Dutch Oven auf den Rost direkt über die Kohlen. Du gibst das Hähnchenfleisch hinein. Von allen Seiten scharf anbraten, aber nicht durchgaren. Bei Bedarf fügst Du noch etwas Rapsöl hinzu. Anschließend nimmst Du das Hähnchenfleisch heraus und brätst die Wurstscheiben so lange an, dass sie leicht anbräunen. Wurstscheiben aus dem Dutch Oven nehmen.
  • Paprika-, Zwiebel- und Selleriestücke in den Dutch Oven geben, 1 Prise Salz darüber streuen und leicht anbräunen lassen. Regelmäßig umrühren. Knoblauchstücke und 2 EL Tomatenmark unterrühren. Mit etwa 650-700 ml Geflügelbrühe ablöschen.
  • 1 Lorbeerblatt, 1 TL getrockneten Thymian, den Saft ½ Limette, 2 EL Worcestersauce sowie Cayennepfeffer nach Geschmack dazugeben. Umrühren, einmal aufkochen lassen.
  • Temperatur etwas reduzieren. 300 g Langkornreis unterrühren. Deckel auflegen und 15 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch überprüfen, ob der Eintopf mehr Flüssigkeit benötigt und bei Bedarf den Rest der Brühe hinzugeben.
  • Während der Eintopf köchelt, wäschst Du einen Bund Frühlingszwiebeln, ziehst die Haut ab und entfernst die Wurzeln sowie den vertrockneten Teil der Blätter. Den weißen Teil der Frühlingszwiebeln würfelst Du und rührst sie in den Eintopf. Die grünen Blätter schneidest Du in Ringe.
  • Nach 15 Minuten 15-20 Garnelen in den Dutch Oven geben, umrühren. Deckel auflegen und den Eintopf 10-15 Minuten weitergaren lassen, bis der Reis bissfest ist. Jambalaya abschmecken. Lorbeerblatt entfernen.
  • Vor dem Servieren streust Du die Frühlingszwiebelringe über das Gericht.

Gut zu Wissen

  • Andouille: Wenn Du diese typische Cajun-Wurst nicht bekommst, ist Chorizo eine gute Alternative. Außerdem eignet sich jede grobe, geräucherte Wurst mit kräftigen Eigengeschmack für das Jambalaya-Rezept.
  • Paprikaschote: Das Aroma der roten Schoten passen am besten zum Jambalaya-Rezept. Außerdem sehen sie optisch gut aus Falls Du gelbe oder grüne Schoten zur Hand hast, nimmst Du diese.
  • Knoblauch: Wie viel Knoblauch Du für das Eintopfgericht verwendest, bleibt Dir überlassen. Es schmeckt sowohl mit einem kräftigen als auch einem dezenten Knoblaucharoma.
  • Das Hähnchenfleisch soll beim Anbraten nicht völlig durchgaren, da es noch längere Zeit im heißen Eintopf zieht.
  • Brühe: Die Menge der Hühner- oder Gemüsebrühe im Jambalaya-Rezept ist reichlich bemessen. Je nachdem, wie viel der Reis davon aufsaugt, benötigst Du etwas mehr oder weniger.
  • Sobald der Reis im Dutch Oven ist, empfiehlt sich eine große Gabel für das Umrühren. Dadurch wird der Reis lockerer und kann die Flüssigkeit besser aufnehmen.
  • Für das Jambalaya-Rezept brauchst Du Langkornreis. Es eignet sich sowohl normaler als auch Parboiled Reis. Jasminreis gibt dem Eintopf ein besonderes Aroma.
  • Falls Du lieber gebratene Garnelen möchtest, brätst Du sie getrennt in einer Pfanne an und würzt sie mit ein wenig Cajun-Gewürz. Kurz bevor Dein Jambalaya fertig ist, gibst Du sie in den Dutch Oven.

Nährwerte

Calories: 382kcalCarbohydrates: 5gProtein: 32gFat: 26gSaturated Fat: 8gPolyunsaturated Fat: 5gMonounsaturated Fat: 11gTrans Fat: 0.2gCholesterol: 164mgSodium: 1350mgPotassium: 504mgFiber: 1gSugar: 3gVitamin A: 140IUVitamin C: 4mgCalcium: 55mgIron: 2mg
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Was ist Jambalaya?

Jambalaya ist ein gut gewürztes Eintopfgericht auf der Basis von Langkornreis. Wer die Bezeichnung geprägt hat und was sie genau bedeutet, lässt sich nicht mehr genau feststellen. Die ersten Erwähnungen finden sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert. Möglicherweise stand das Wort Jambalaia aus dem Provenzalischem Pate. Es bedeutet „Eintopf“.

Bei Jambalaya könnte sich auch um eine Kombination von französischen und afrikanischen Wörtern handeln, die ein Gericht mit Reis und Schinken bezeichnet. Für ein klassisches Jambalaya-Rezept kannst Du geräucherte Würste, Geflügelfleisch und Garnelen verwenden. Frisches Gemüse und eine köstliche Gewürzmischung gehören ebenfalls dazu.

Woher kommt Jambalaya?

Jambalaya zählt neben Gumbo zu den bekanntesten Gerichten aus Cajun-Küche. Cajun-Rezepte unterscheiden sich deutlich von den typischen US-amerikanischen Gerichten und anderen regionalen Gerichten. Der Name Cajun ist eine Verballhornung von Acadians. Dies ist der Name von französischen Einwanderern, die sich ursprünglich im Oste Kanadas niedergelassen hatten.

Mitte des 18. Jahrhunderts mussten sie von der Briten fliehen, da der Britisch-Französische Krieg zugunsten der britischen Truppen ausgegangen war. Die Akadier fanden eine neue Heimat im heutigen Bundesstaat Louisiana. Bis heute heißt die Region Acadiana, French Louisiana oder Cajun Country.

Bis in das 20. Jahrhundert hinein pflegten die Cajuns ihre eigene Kultur und ihre eigene Sprache. Ihre unverfälschte, traditionelle Kochweise zieht bis heute Kenner und Genießer in den Süden Louisianas. Aufgrund der einfachen Lebensweise der Cajuns sind viele Rezepte unkompliziert in der Zubereitung.

Verwendet wird, was an Lebensmitteln vor Ort zur Verfügung steht. Die französischen Wurzeln lassen sich bei vielen Gerichten erkennen. Doch die Zutatenlisten weisen bevorzugt Nahrungsmittel, Kräuter und Gewürze auf, die sich in diesem Teil Louisianas leicht beschaffen lassen. Dazu zählen beispielsweise Reis, Mais, Süßkartoffeln, Krebse, Garnelen und Andouille, eine deftige Wurstspezialität aus Innereien.

Eine Besonderheit ist die Holy Trinity der Cajun-Küche. Diese Dreifaltigkeit besteht aus Zwiebeln, Staudensellerie und Paprikaschoten. Sie werden geputzt, zerkleinert und in Fett geschmort. Daraus entsteht eine Grundlage für viele beliebte Cajun-Gerichte. Die Holy Trinity brauchst Du auch für das Jambalaya-Rezept.

Welche Gewürze kommen in Jambalaya?

Als typisches Cajun-Gericht zeichnet sich Jambalaya durch eine herrliche Vielfalt von Aromen aus-. Ein Teil davon entsteht durch die Zubereitung. Das schrittweise Anbraten der einzelnen Zutaten sorgt dafür, dass der Geschmack der Gewürzmischung und der geräucherten Wurst vom Gemüse aufgenommen wird.

Durch das nachfolgende Köcheln gart nicht nur der Reis. In dieser Phase haben die Aromen Zeit, den köstlichen Geschmack des Eintopfgerichts zu entwickeln.

Cajun-Gewürzmischungen enthalten relativ viele Zutaten. Wenn Du Deine Mischung für das Jambalaya-Rezept nicht fertig kaufst, kannst Du es Dir selbst mischen:

  • 3 TL Salz
  • 2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL weißer Pfeffer
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • ½ TL Kreuzkümmel

Charakteristisch für die Cajun-Küche ist die Verwendung mehrerer ähnlicher Ingredienzen. Schwarzer und weißer Pfeffer stammen von derselben Pflanze. Süßes Paprikapulver, Cayennepfeffer und frische Paprika sind Teile von Pflanzen, die einer Familie angehören. Durch diese Mischungen ergibt sich eine vielschichtige Aromenvielfalt.

Um den Geschmack abzurunden, gibst Du ein Lorbeerblatt hinzu, Thymian, Limettensaft sowie etwas Würzsauce. Das Aroma von Worcestersauce passt sehr gut. Falls Du es schärfer magst, nimmst Du Tabascosauce für das Jambalaya-Rezept.

Titelbild von Sławomir Fajer - stock.adobe.com

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