Grillsaucen

Tomatenketchup selber machen – so gehts

Ketchup selber machen - Bild: Africa Studio
Ketchup selber machen - Bild: Africa Studio
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Tomatenketchup Rezept

Nicht nur passend zu Pommes oder auf einem Hot Dog: Fruchtig-würzigem Tomatenketchup können Grillfreunde selten widerstehen, denn einen leckeren Tomatenketchup selber zu machen ist nicht schwer. Wenn Ihr im Garten eine reiche Tomatenernte erwartet oder einen Sack vollreifer Tomaten günstig erstehen könnt, ist der Zeitpunkt ideal. Die Zubereitung ist ganz einfach. Wir zeigen Euch, wie Ihr aus aromatischen Tomaten einen köstlichen Tomatenketchup mit einem unvergleichlichen Geschmack zubereitet, der mit gekauftem Ketchup nicht zu vergleichen ist.

  • Vorbereitung: 00:15
  • Grilldauer: 00:30
  • Gesamtdauer: 00:45
  • Menge: 1 Liter 1x
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Zutaten

  • 2 kg vollreife Tomaten
  • 2 große Gemüsezwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 El Olivenöl
  • 1 Stück Ingwer (ca. 4 cm)
  • 12 EL Salz
  • 1 gestr. TL Senfpulver
  • 1 gestr. TL Paprikapulver (scharf)
  • 2 Gewürznelken
  • ½ TL Pimentkörner
  • ½ TL Pfefferkörner
  • 50 g brauner Zucker oder 50 ml Honig
  • 100 ml Rotweinessig

Material:

Schritt für Schritt

  1. Tomaten waschen, Stilansätze sowie grüne Stellen entfernen, anschließend grob zerkleinern.
  2. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und grob zerkleinern.
  3. Olivenöl in einen großen Topf geben und das zerkleinerte Gemüse einfüllen.
  4. Salz, Senfpulver, Paprikapulver, Gewürznelken, Piment- und Pfefferkörner unterrühren.
  5. Alle Zutaten kurz aufkochen und danach auf kleiner Hitze eine gute halbe Stunde köcheln lassen. Regelmäßig umrühren, um das Ansetzen der Mischung zu vermeiden.
  6. Topf von der Herdplatte nehmen und die Mischung mit einem Pürierstab oder der Küchenmaschine pürieren.
  7. Püree portionsweise durch ein Passiersieb streichen.
  8. Die passierte Masse in einem Topf aufkochen und danach unter regelmäßigem Rühren etwa 30 Minuten köcheln lassen.
  9. Zucker und Essig unterrühren.
  10. Masse so lange reduzieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  11. Tomatenketchup abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.

Tipps & Hinweise

  • Strauchtomaten, Roma- oder Cherry-Tomaten bringen viel Aroma mit, selbst angebaute Tomaten mit langer Reifezeit ebenfalls. Bei Tomatenstücken aus der Dose oder passierten Tomaten verkürzt sich die Zubereitungszeit. Die schnellste Methode, Ketchup selber zu machen, ist, Tomatenmark mit Honig zu verrühren und mit den übrigen Zutaten zu vermischen. Allerdings hat das Mark eine andere Geschmacksnote als frische Tomaten.
  • Das Geheimnis eines leckeren Tomatenketchups ist die Balance zwischen süß, sauer und würzig. Deswegen ist das Abschmecken am Schluss wichtig.
  • In den meisten Fällen genügt das Einkochen der Tomaten zusammen mit dem Zucker für die geeignete Konsistenz. Falls Ihr Euren Tomatenketchup noch dickflüssiger mögt, könnt Ihr Speisestärke, Johannisbrotkernmehl, oder Guarkernmehl verwenden.

Übrigens: Schaut euch doch mal unser Rezept: Pommes selber machen an.

Tomatenketchup selber machen – Varianten der vielseitigen Würzsauce

Wenn Ihr Ketchup selber machen wollt, habt Ihr bei den Gewürzzutaten viel Spielraum zum Experimentieren:

Curryketchup: Für diese Variante fügt Ihr 1-1,5 EL Eures Lieblings-Currypulvers hinzu. Falls das Pulver Gewürze enthält, die bereits im Rezept vorkommen, könnt Ihr diese kürzen oder weglassen.

Gewürzketchup: Klassische Zutaten für Gewürzketchup sind beispielsweise Kardamom, Zimt, Koriander, Kurkuma, Muskat oder Kreuzkümmel. Lorbeerblätter, Wacholder oder Fenchelsamen passen ebenfalls.

Wie lange ist der Ketchup haltbar?

In einem normalen Aufbewahrungsgefäß ist der Ketchup im Kühlschrank nur wenige Tage haltbar. Wenn Ihr den fertigen Ketchup heiß in sterilisierte Gläser oder Flaschen abfüllt und mit einem Schraubdeckel verschließt, hält er sich mehrere Monate. Für noch längere Lagerzeiten könnt Ihr die Ketchupgläser oder -flaschen zusätzlich im Wasserbad sterilisieren. Nach dem Öffnen solltet Ihr den Ketchup kühl lagern und binnen weniger Tage verzehren.

Ketchup Rezept für Kinder – Alternativen zu Fertigprodukten

Zucker und Geschmacksverstärker sind die Hauptgründe, warum Ketchup als nicht besonders gesund gilt. Wenn Ihr Ketchup für Kinder zubereitet, könnt Ihr zunächst wenig Zucker verwenden und erst am Schluss bei Bedarf nachsüßen. Kocht zusätzlich Apfelstücke, Aprikosen oder Pflaumen mit. Ihr Fruchtzucker ersetzt einen Teil des Zuckers im Rezept. Ihre Pektine dienen außerdem als Bindemittel. Für diesen mild-fruchtigen Ketchup passt edelsüßes Paprikapulver besser als scharfes.

2 Kommentare

  1. WOW – da war aber jemand mit Akrebie, Phantasie und viel Liebe zum Detail dabei !!!
    Alle Achtung und vielen Dank für diese Anregungen !!!
    Viele Grüsse und vielleicht kommt ja noch mehr … 😉
    Roald

  2. Ich mache meine Ketchup-Variationen, wenn die Tomaten „fast“ von der Ranke (oder heißt es in dem Fall „Staude“?) fallen, also im Herbst. Also im Spät-Herbst.

    Dann habe ich mir im Vorjahr auch von den Tomaten die Kerne herausgeschält und getrocknet. Im Frühjahr – ca. im März/April (je nach Temperatur und Wetterlage) – werden sie eingepflanzt und auf dem West-Balkon in großen Blumenkübeln (Durchmesser ca. 20 cm) mit einem Rankestab hochgezogen.

    Bei mir sehen die Triebe nur Wasser, pulverisierte und getrocknete Gemüsereste (Zwiebelschalen, Möhrenstreifen, Kohlreste, und und und) als Dünger.

    Woche für Woche wird die keimende Ranke am Stab alle ca. 8-10 cm festgeklemmt. Nicht zu fest, damit man ihr „nicht die Gurgel zuschnürt“ – nur als Halt.

    Je nach Sommer ist eine tägliche Wässerung unausweichlich. Tomaten sind „Säufer“. Anstelle von künstlichem (womöglich gekauftem) Dünger, werden sie mit getrockneten Zwiebel-/Möhren-/Kartoffel-Schalen und Kohl-Resten (auch getrocknet und zu Pulver vermahlen) gedüngt. Was eben bei der täglichen Nahrungsversorgung so an „Abfällen“ anfällt.

    Allerdings braucht so eine Ranke auch täglich viel Wasser (je nach Sommer und Hitze).

    Wenn die Früchte dann reif sind, sich im Herbst (eher in den September hinein) ganz leicht von der Ranke lösen lassen, werden sie in Salzwasser gekocht, anschließend enthäutet (Bio-Abfall fürs nächste Jahr!!!) und durch ein Sieb gegeben (Samen-Gewinnung fürs nächste Jahr!!!)

    Aus diesem Mus wird der Ketchup gemacht.

    Der wird gewürzt (nach belieben/Rezept) und HEISS in Flaschen/Gläsern abgefüllt und dunkel, sowie kühl im Keller/der Speisekammer mindestens ein halbes Jahr gelagert. Er muss „ziehen“!!! Im April/Mai des folgenden Jahres (zum eventuellen ersten Grillabend => 6 Monate Reifezeit) kann eine Flasche angebrochen werden, muss dann aber zügig verbraucht werden. Im Kühlschrank hält sich die Flasche/das Glas nicht lange.

    Alle Varianten sind denkbar:
    – Kinder-Ketchup (NICHT mit Zucker, sondern Honig gesüßt!!!)
    – normaler Ketchup
    – Curry-Ketchup
    – BBQ-Ketchup (mit eingedickter Cola)
    Anmerkung: Kocht mal 1 l Cola zum Sirup ein. Mehr als ein Wasserglas (ca. 100 ml) bleibt da nicht übrig. …
    – Chili-Ketchup (HOT!!! SCHARF!!!)
    – und … und … und …
    – schon einmal KNOBLAUCH-KETCHUP probiert? Aber so richtig, mit mindestens einer Knolle pro Liter!!!
    … der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man muss es nur noch essen können 😉

    Ich mache mir schon seit Jahren auf diese Art und Weise meinen Ketchup selber. In vorher steril (im Kochtopf auskochen) gemachten Flaschen/Gläsern hält sich diese Mischung „licht-geschützt“ bei Zimmer/Kellertemperatur gut ein Jahr. Angebrochen sollte sie schnell verbraucht werden. Ich verwende ja keine „Stabilisatoren“ oder ähnliches.

    Auch auf die zubereiteten Mengen sollte man acht geben und auf seine Familie Rücksicht nehmen. Zum „Kindergeburtstag“ reiche ich keinen Chili-Ketchup. Es kommt eben ganz auf das Umfeld an.

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