Erbsensuppe nach Omas Art: deftig mit Speck & Würstchen

Erbsensuppe ist bei uns jeden Winter gesetzt: grüne Trockenerbsen über Nacht einweichen, im Einweichwasser mit Bauchspeck, Suppengrün und Majoran rund eine Stunde köcheln, dann Kartoffeln und Würstchen dazu — und zum Schluss ein Schuss Essig. Hier steht auch, warum erst spät gesalzen wird, was hilft, wenn die Erbsen nicht weich werden, und warum sie am nächsten Tag noch besser schmeckt.

Sämige Erbsensuppe mit Kartoffeln, Speckwürfeln, Würstchenscheiben und Petersilie, daneben dunkles Brot
Vorbereitung
30 Min.
Grillzeit
1 Std.
Gesamt
1 Std. 30 Min.
Portionen
6 Portionen

Erbsensuppe kommt bei uns jeden Winter regelmäßig auf den Tisch — deftig, sättigend und genau richtig, wenn es draußen kalt wird. Wir nehmen grüne, ungeschälte Trockenerbsen, weichen sie über Nacht ein und kochen sie im Einweichwasser weiter. Dazu Bauchspeck fürs Aroma, Kartoffeln für die Sämigkeit und Frankfurter Würstchen zum Schluss. Und unser wichtigster Tipp vorweg: Am nächsten Tag schmeckt sie noch besser.

Erbsensuppe kochen – kleine Erbsenkunde

Für Erbsensuppe nehmt Ihr Trockenerbsen, nicht die frischen Gemüseerbsen. Doch was auf ersten Blick einfach aussieht, ist in der Praxis etwas komplizierter. Denn getrocknete Erbsen werden in zahlreichen Varianten angeboten. Es gibt gelbe, grüne und braune Erbsen. Einige sind geschält, andere ungeschält. Außerdem erhaltet Ihr sie in unterschiedlichen Größen. Eine klassische Erbsensuppe könnt Ihr aus allen Sorten kochen. Jedoch kann es sein, dass Ihr bei der Zubereitung feststellt, dass sich die Garzeit verändert. Außerdem haben verschiedene Erbsensorten unterschiedliche Kocheigenschaften. Einige bleiben bissfest, andere zerfallen während des Kochens. Wenn Ihr Eure Erbsen nicht einweichen wollt, verwendet Ihr Schälerbsen, deren Schale beim Produktionsprozess entfernt wird. Halbierte Erbsen eignen sich besser für Pürees oder Cremesuppen als für eine klassische Erbsensuppe. Aufgrund der großen Oberfläche zerkochen sie schneller und passen zu Gerichten, die eine sämige Konsistenz haben sollen.

Wann wird die Erbsensuppe zum Erbseneintopf?

Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Bei Suppen steht die flüssige Komponente – die Brühe – im Vordergrund, bei Eintöpfen sind es die stückigen, festen Bestandteile. Die Übergänge sind fließend. Besonders Suppen mit Hülsenfrüchten sind naturgemäß einem Eintopf sehr ähnlich. Anders als eine leichte Gemüse- oder Nudelsuppe ist die Erbsensuppe meist als sättigendes Hauptgericht gedacht. Wenn Kartoffeln, Gemüse und Erbsen während des Garens zerfallen sind und die Brühe andicken, ähnelt die Suppe schnell einem Eintopf. Ob es sich bei diesem Gericht dann um eine sämige Erbsensuppe oder bereits um einen Eintopf handelt, kann jeder für sich entscheiden.

Zutaten für 6 Portionen

6 Portionen
  • 500 ggelbe oder grüne Erbsen (getrocknet)
  • 1Bund Suppengrün
  • 1Knoblauchzehe
  • 1Zwiebel (groß)
  • 150 gBauchspeck
  • 1Lorbeerblatt
  • 1 TLMajoran (getrocknet)
  • 400 gKartoffeln
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 3Frankfurter Rindswürste
  • einige Stängel Petersilie

Zubereitung

  1. Am Vorabend Erbsen waschen und gegebenenfalls Verunreinigungen entfernen. Erbsen in einen Topf geben, mit 2,5 l kaltem Wasser übergießen , abdecken.

  2. Suppengrün putzen, waschen, klein schneiden. Knoblauch schälen und hacken. Zwiebel schälen und würfeln.

  3. Erbsen wahlweise im Einweichwasser oder derselben Menge frischen Wassers auf den Herd stellen. Bauchspeck, Lorbeerblatt und Majoran dazugeben. Aufkochen lassen, dann Hitze zurücknehmen.

  4. Suppengrün, Knoblauch und Zwiebel dazugeben. Umrühren. Bei Bedarf so viel Wasser dazugeben, dass alle Zutaten bedeckt sind.

  5. Suppe zugedeckt ca. 60 Minuten köcheln lassen . Gelegentlich vorsichtig umrühren.

  6. Inzwischen Kartoffeln schälen und würfeln. Kartoffelwürfel ca. 30 Minuten vor dem Garzeitende in die Suppe geben . Umrühren.

  7. Lorbeerblatt und Bauchspeck aus der Suppe nehmen. Bauchspeck etwas abkühlen lassen. Knorpel und harte Teile der Schwarte entfernen, würfeln. Beiseitestellen.

  8. Rindswürste klein schneiden.

  9. Kurz vor Ende der Garzeit Wurst und Speckstücke in die Suppe geben. Suppe mit Salz, Pfeffer und gegebenenfalls Essig abschmecken.

  10. Vor dem Servieren Petersilie abbrausen, hacken und über die Suppe streuen.

Nährwerte pro Portion

Kalorien
59 kcal
Eiweiß
2 g
Kohlenhydrate
13 g

Tipps & Tricks

  • Statt der Rindswürste könnt Ihr ebenso gut Wiener Würstchen oder Debrecziner nehmen.

  • Das Einweichen der Erbsen verkürzt nicht nur die Kochzeit. Die Erbsen werden auch bekömmlicher, weil schwer verdauliche Inhaltsstoffe ausgeschwemmt werden. Nehmt Ihr für das Kochen das Einweichwasser, bleiben sie dennoch in der Suppe. Es gibt trotzdem einen guten Grund, das Einweichwasser zu verwenden. Wichtige Nährstoffe der Erbsen gelangen ebenfalls beim Einweichen in das Wasser und gehen verloren, wenn Ihr es abgießt.

  • Die Zugabe von Salz kann die Garzeit der Erbsen verlängern. Deshalb schmeckt Ihr die Suppe erst spät ab. Bereits der Bauchspeck gibt Salz ab und verlängert möglicherweise die Kochzeit Eurer Erbsensuppe.

  • Wenn Eure Erbsen trotz längerer Kochzeit nicht gar werden, könnt Ihr ½ TL Natron unterrühren. Ihr habt auch die Möglichkeit, Natron gleich in das Einweichwasser zu geben.

  • Etwas Essig zum Schluss rundet den Geschmack der Erbsensuppe ab und macht sie bekömmlicher.

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Häufige Fragen

Muss man Erbsen für Erbsensuppe einweichen?

Ungeschälte Trockenerbsen sollten über Nacht in kaltem Wasser einweichen — das verkürzt die Kochzeit und macht die Suppe bekömmlicher. Wer nicht einweichen möchte, nimmt Schälerbsen, deren Schale bereits bei der Herstellung entfernt wurde.

Soll ich das Einweichwasser zum Kochen verwenden?

Wir kochen die Erbsen im Einweichwasser weiter — darin stecken Nährstoffe, die beim Abgießen verloren gingen. Dafür bleiben auch die schwer verdaulichen Stoffe in der Suppe, die das Einweichen ausschwemmt. Wer empfindlich ist, nimmt frisches Wasser in derselben Menge.

Was tun, wenn die Erbsen nicht weich werden?

Ist uns auch schon passiert: Ein halber Teelöffel Natron hilft — unterrühren oder gleich ins Einweichwasser geben. Und erst spät salzen, denn Salz verlängert die Garzeit der Erbsen. Auch der Bauchspeck gibt Salz ab, das die Kochzeit etwas verlängern kann.

Gelbe oder grüne Erbsen für Erbsensuppe?

Wir nehmen grüne, ungeschälte Erbsen und weichen sie über Nacht ein. Grundsätzlich lässt sich aus allen Trockenerbsen eine klassische Erbsensuppe kochen — gelb, grün oder braun —, sie unterscheiden sich aber in Garzeit und Kocheigenschaften. Halbierte Erbsen zerkochen besonders schnell und eignen sich eher für Pürees und Cremesuppen.

Was ist der Unterschied zwischen Erbsensuppe und Erbseneintopf?

Die Grenze ist fließend: Bei Suppen steht die Brühe im Vordergrund, bei Eintöpfen die festen Bestandteile. Wenn Kartoffeln und Erbsen beim Garen zerfallen und die Brühe andicken, wird aus der Erbsensuppe schnell ein Eintopf.

Welche Würstchen passen in die Erbsensuppe?

Klassisch Frankfurter Rindswürstchen — Wiener Würstchen oder Debrecziner funktionieren genauso gut. Sie kommen erst kurz vor Ende der Garzeit in die Suppe. Und bei uns gehört zum Schluss immer ein Schuss Essig dazu: Er rundet den Geschmack ab.

Kann man Erbsensuppe aufwärmen?

Unbedingt — am nächsten Tag schmeckt sie sogar noch besser, weil sie durchgezogen ist. Sie dickt über Nacht allerdings deutlich nach: Beim Aufwärmen einfach etwas Wasser oder Brühe einrühren, bis die Konsistenz wieder stimmt.

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