Putenkeule grillen: saftig mit Orangen-Ingwer-Butter
Putenunterkeule vom Grill mit Geling-Garantie: Die Keule wird gewürzt, scharf angegrillt und dann rund 2,5 Stunden bei 150 °C über einer Schale mit Gemüsefond, Möhren, Sellerie und Ingwer gegart – der Dampf hält sie saftig. Zwischendurch pinseln wir sie mit einer Orangen-Ingwer-Butter mit Portwein, aus der am Ende auch die Sauce wird. Fertig ist sie bei 80–85 °C Kerntemperatur.

- Vorbereitung
- 10 Min.
- Grillzeit
- 2 Std. 30 Min.
- Gesamt
- 2 Std. 40 Min.
- Portionen
- 2 Personen
Putenkeule macht Tobi regelmäßig auf dem Grill – meistens eine Unterkeule mit 0,8–1 kg. Die braucht Zeit: Rund 2,5 Stunden gart sie bei 150 °C über einer Schale mit Gemüsefond, damit sie saftig bleibt, und kommt erst bei 80–85 °C Kerntemperatur vom Grill. Dann ist das Fleisch mürbe und löst sich gut vom Knochen.
An den üblichen Geflügel Gerichten vom Grill führt kein Weg vorbei. Neben den obligatorischen Würstchen und einem guten Steak darf etwas Flatterndes nicht fehlen. Aber warum soll man nicht mal etwas Neues ausprobieren und etwas anderes als Hühnchen auf den Grill legen? Probiert doch mal eine saftige Putenkeule vom Grill mit Geling-Garantie.
Wann ist eine Putenkeule gar?
Wann genau die Keule gar ist kann man zeitlich nicht genau sagen. Denn es kommt immer auf den Grill und die Größe/Gewicht der Keule an. Grundsätzlich sollte man daher ein Grillthermometer verwenden. Wir nehmen sie bei 80–85 °C Kerntemperatur vom Grill: Ab 80 °C ist Geflügel sicher durchgegart, und bei der Keule mit ihrem vielen Bindegewebe wird das Fleisch bei 80–85 °C erst richtig mürbe. Eine gute Hilfestellung für die Garzeiten und Temperaturen von diversen Leckereien vom Grill bietet dabei diese Tabelle.
Zutaten für 2 Personen
- Putenunterkeule (ca. 0,8–1 kg)
- 1Knolle Ingwer
- 5Bio Saftorangen
- 4Zweige frischer Thymian
- 2Möhren
- 1/4Sellerieknolle
- 250 gButter
- 400 mlGeflügelfond
- 3 LGemüsefond (2 l für die Schale, Rest zum Nachgießen)
- 6 clweißer Portwein
- Salz
- Pfeffer
- 1Messerspitze Orangenabrieb
- 2 ELBratengewürz
Material:
- Edelstahlschale mit Rosteinsatz
- Silikonpinsel
- Stabmixer
Zubereitung
SalzPfeffer1 Messerspitze Orangenabrieb2 EL Bratengewürz
Die Putenkeule mit Salz, Pfeffer und Bratengewürz ordentlich rubben. Ein wenig Orangenabrieb sorgt dabei für den besonderen Kick.
Nun den Grill auf 220 °C aufheizen und die Pute für 3 Minuten pro Seite scharf angrillen.
1 Knolle Ingwer2 Möhren1/4 Sellerieknolle3 L Gemüsefond
Innenrost in die Edelstahlschale legen. Möhren grob schneiden, Sellerie stückeln und zusammen mit 4 Scheiben Ingwer und 2 l Gemüsefond in die Schale geben. Jetzt noch den Saft von zwei Orangen hinzu geben.
Der Grill wird jetzt auf ca. 150°C eingepegelt und der Putenschenkel auf das Rost der Schale gelegt. Schale mit Pute auf den Grill, Deckel zu und für ca. 2,5 Stunden (je nach Größe) garen lassen.
Zwischendurch muss man immer mal schauen, ob noch genug Fond in der Schale ist. Sonst wird die Pute zu trocken und der Inhalt der Schale brennt ein. In diesem Fall noch etwas Fond nachgießen (alternativ geht auch Wasser).
4 Zweige frischer Thymian250 g Butter6 cl weißer Portwein
Jetzt, wo die Pute auf dem Grill liegt, widmen wir uns der Sauce, die auch gleichzeitig als Marinade dient. Dazu Butter in einem Topf auslassen. Thymian, Saft aus 3 Orangen, Salz, Pfeffer, 1 TL Bratengewürz, 1 dicke Scheibe Ingwer sowie einen guten Schuss Portwein hinzu geben. Alles zusammen ca. 30 Minuten leicht köcheln lassen.
Die Thymianzweige aus der Sauce nehmen und alles andere mit einem Pürierstab ordentlich mixen. Während der 2,5 Stunden Grillzeit wird die Putenkeule mit dieser Sauce 3-4 mal eingepinselt.
400 ml Geflügelfond
Nachdem ihr die Pute das letzte mal eingepinselt habt, gießt ihr die restliche Sauce mit 400 ml Geflügelfond und 3-4 EL Sud aus der Edelstahlschale auf. Zum Abbinden der Sauce ein paar Flocken kalte Butter hinzugeben.
Die Sauce mit Orangenabrieb, Portwein und evtl. etwas Ingwer final abschmecken.
Nährwerte pro Portion
- Kalorien
- 594 kcal
- Eiweiß
- 6 g
- Fett
- 4 g
- Kohlenhydrate
- 135 g
Tipps & Tricks
Behaltet den Fond in der Schale im Auge und gießt rechtzeitig nach — trocknet die Schale aus, brennt der Sud an und die Pute wird trocken.
Die Putenkeule ist bei 80–85 °C Kerntemperatur perfekt: sicher durchgegart und schön mürbe.
Nach dem Grillen 10 Minuten in Alufolie ruhen lassen — so bleibt der Fleischsaft, wo er hingehört.
Die pürierte Sauce zum Schluss durch ein feines Sieb geben — das macht sie seidig wie beim Festtagsbraten.
Häufige Fragen
Wie lange muss eine Putenkeule auf den Grill?
Eine Unterkeule mit 0,8–1 kg braucht bei uns rund 2,5 Stunden bei 150 °C mit geschlossenem Deckel. Größere Keulen brauchen länger – entscheidend ist die Kerntemperatur.
Welche Kerntemperatur braucht eine Putenkeule?
Wir nehmen sie bei 80–85 °C vom Grill. Ab 80 °C ist Geflügel sicher durchgegart; bei der Keule wird das Fleisch mit seinem vielen Bindegewebe bei dieser Temperatur erst richtig mürbe.
Wie bleibt die Putenkeule saftig?
Durch die Schale mit Gemüsefond unter dem Rost, deren Dampf die Keule feucht hält, regelmäßiges Einpinseln mit der Orangen-Ingwer-Butter und 10 Minuten Ruhe in Alufolie nach dem Grillen. Fond rechtzeitig nachgießen, bevor die Schale austrocknet.
Kann man die Putenkeule auf dem Gasgrill grillen?
Ja – erst bei rund 220 °C von beiden Seiten angrillen, dann den Grill auf etwa 150 °C herunterregeln und die Keule in der Schale bei geschlossenem Deckel fertig garen.
Ober- oder Unterkeule?
Wir nehmen meistens die Unterkeule. Die Oberkeule ist fleischiger und hat weniger Sehnen; sie gart nach demselben Prinzip, die Zeit richtet sich nach dem Gewicht.
Wozu dient die Orangen-Ingwer-Butter?
Sie ist Marinade und Sauce zugleich: Während des Garens wird die Keule drei- bis viermal damit eingepinselt, den Rest gießt Ihr mit Geflügelfond und etwas Sud aus der Schale zur Sauce auf.
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Rezept: https://www.grillkameraden.de/putenkeule-vom-grill-mit-geling-garantie/ — Grillkameraden.de



