Grillschule

Qualitätsmerkmale bei einem hochwertigen Grill

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Mit sinkenden Temperaturen neigt sich auch die Grillsaison immer mehr dem Ende zu. Als leidenschaftliche Grillmeisterinnen und Grillmeister lasst ihr nun eure diesjährigen BBQ Partys revue passieren und plant vielleicht schon jetzt die nächste Saison. Denn eines ist sicher: Für einen gelungenen BBQ-Abend mit Freunden und Familie ist nicht nur entscheidend, wie toll eure kulinarischen Künste sind, sondern in erster Linie die Art, wie ihr grillt.

Der Star, um den sich alles dreht, ist deshalb eindeutig der Grill selbst und dazu gibt es eine ganz einfache Faustregel: Je hochwertiger der Grill, desto schmackhafter das Ergebnis. Wenn auch ihr mit dem Gedanken spielt euch für die nächste Saison einen wirklich guten Grill zuzulegen, haben wir hier die wichtigsten Infos für euch, worauf es beim Kauf wirklich ankommt.

Die Qual der Wahl: Markenprodukt oder No-Name Grill?

Wie überall im Leben scheiden sich auch hier die Geister wenn es darum geht, welcher Grill nun der beste ist. Bevor ihr also losstürmt, um euch einen neuen Grill anzuschaffen, solltet ihr im Vorfeld genau wissen mit welchem Schätzchen ihr es eigentlich zu tun habt und was euch für ein gelungenes Grillerlebnis wirklich wichtig ist. Denn je nach Grill kann die Anschaffung ganz schön ins Geld gehen. Zwar könnt ihr euren Grill mit einem Konsumentenkredit finanzieren und seid dadurch in eurer Wahl deutlich freier, dennoch sollte diese Entscheidung wohl überlegt sein, damit ihr lange maximalen Spaß am Grillen habt.

Im ersten Schritt folgt immer die Wahl der Grillart, denn die Unterschiede sind groß und die Bedürfnisse so individuell, dass jeder etwas anderes bevorzugt. Wenn ihr euch nach gründlicher Abwägung für ideale Art zu grillen entschieden habt, geht es im nächsten Schritt an die Auswahl des perfekten Modells. Es ist immer sinnvoll, sich ein Budget festzulegen und zu schauen, welche Modelle in eurer Preiskategorie angeboten werden. Während ein klassischer Holzkohlegrill bereits in einem schmalen Budget drin ist, kann ein professioneller Gasgrill mehrere tausend Euro kosten. 

Natürlich locken auch hier No-Name Produkte mit einem attraktiven Preis, doch die Erfahrung zeigt, dass ihr niemals am falschen Ende sparen solltet. Denn schon Oma wusste, dass wer billig kauft, ziemlich sicher ein zweites Mal kaufen muss. Bekannte Marken lassen sich vielleicht auch den Namen bezahlen, doch sie überzeugen vor allem mit innovativer Technik, hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards, einem umfangreichen Grillzubehör und zuverlässigem Kundenservice, sollte mit dem Grill nach dem Kauf etwas nicht stimmen. Es lohnt sich also, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und sich nicht für das preiswerteste Modell zu entscheiden.

Woran ihr einen hochwertigen Grill erkennt

Material

Wie hochwertig und langlebig ein Grill ist, verrät das Material.  Bei hochwertigen Grills kommen in der Regel Edelstahl oder aus emailliertem Stahl zum Einsatz. Die Edelstahlklasse 304 bietet dabei den besten Schutz vor Rost oder Korrosion und gilt damit als die höchste ihrer Art. Natürlich sind Grills aus Edelstahl in der Pflege aufwändiger, kostspieliger und wiegen nicht gerade wenig – doch bereits das Gewicht ist ein guter Indikator für ein hochwertiges Material des Grills.

Hochwertige Grills bestehen in der Regel aus einem Material-Mix aus Edelstahl, Druckgusseisen und (pulverbeschichtetem) Stahl. Billige Grills sind dagegen oft sehr leicht und aus minderwertigen Materialien hergestellt.

Grillrost

Was wäre ein Grill ohne Grillrost? Stabile, funktionale und langlebige Grillroste bestehen entweder aus schwerem Gusseisen oder ebenfalls aus Edelstahl. Gusseisen verfügt über eine hervorragende Wärmespeicherung und überzeugt mit seinem charakteristisch-urigen Brandmuster. Aufpassen sollte man jedoch bei Feuchtigkeit, da Gusseisen bei falscher Pflege zur Rostbildung neigt.

Grillroste aus Edelstahl speichern die Wärme ebenfalls spitzenmäßig und haben den Vorteil, dass sie nicht anfällig für Rost sind. Aufgrund der Temperaturbeständigkeit von Edelstahl wird die Wärme gleichmäßig verteilt und Risse durch Temperaturschwankungen sind ausgeschlossen.

Gasgrill-Brenner

Wenn ihr euch für einen Gasgrill entscheidet, solltet ihr ein großes Augenmerk auf den Brenner und die unterschiedlichen Funktionen legen. Zum direkten und indirekten Grillen wird der Hauptbrenner verwendet, der direkt unter der Grillfläche sitzt. Achtet darauf, dass der Brenner mit Flammenabweisern ausgestattet ist. Diese schützen den Brenner vor hinuntertropfendem Fett, das außerdem die Gasdüsen verstopfen könnte.

Aufgrund der hohen Belastung ist es wichtig, die Flammenabweiser regelmäßig auszutauschen.

Manche Grills haben einen an der Rückwand angebrachten Rotisserie Brenner (auch Backburner genannt), der dem Zweck dient, Spieße oder Hähnchen professionell zu grillen. Wer auf saftige Bilderbuch-Steaks steht, wird mit einem Keramik-Infrarotbrenner glücklich, der das Steak bei 800 °C perfekt grillt.

Günstige Gasgrills setzen auf Brenner aus Stahl, die jedoch rostanfällig sind und durch die hohe Belastung nach wenigen Jahren ausgetauscht werden müssen. Bei wirklich hochwertigen Grills kommen Brenner aus Edelstahlguss oder Messingguss zum Einsatz und haben oft eine lebenslange Garantie.

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Fazit

Das Grillen ist eine Wissenschaft für sich, die mit dem richtigen Grill wahnsinnig viel Spaß machen und zudem eine leckere, gesunde Zubereitungsart sein kann. Wenn auch ihr euch schon auf die nächste Saison einstimmen oder als hartgesottene Wintergrillprofis einfach weitergrillen wollt, solltet ihr unbedingt in einen guten Grill investieren. Achtet auf hochwertige Materialien, denn diese versprechen Langlebigkeit und überzeugen auch in der Handhabung und Haptik. Günstige Preise sind zwar verlockend und schonen das Budget, doch optisch und geschmacklich perfekte Ergebnisse sind hier eher nicht zu erwarten – denn durch minderwertige Materialien wird die entflammte Grill-Liebe wohl schnell zu einer flüchtigen Liaison verpuffen.