Vegetarisch

Tofu grillen – einfach köstlich

Tofu grillen
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Tofu grillen – einfach köstlich

Schon mal probiert? Tofu grillen ist ganz einfach. Das Geheimnis ist eine gute Würzung. Dann schmeckt Euer gegrillter Tofu selbst Grillfreunden, die fleischlosen Alternativen skeptisch gegenüberstehen. In unserem Rezept erfahrt Ihr, wie Ihr in wenigen Arbeitsschritten aus einem unscheinbaren Stück Tofu eine raffinierte Grillspezialität zaubert.

  • Vorbereitungszeit: 00:15
  • einfieren und auftauen: 12:00
  • Grill- / Kochzeit: 00:05
  • Gesamtdauer: 00:20

Zutaten

Scale
  • 400 g Tofu (natur)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer (23 cm Länge)
  • 50 ml Wasser
  • 2 TL brauner Zucker
  • 50 ml Sojasauce
  • 50 ml Balsamico
  • Saft einer ½ Zitrone
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Chiliflocken
  • Rapsöl oder Erdnussöl

Material:

  • Knoblauchpresse

Schritt für Schritt

  1. Tofu am Vorabend einfrieren.
  2. Am nächsten Tag Tofu auftauen und das Wasser abtropfen lassen.
  3. Für die Marinade Knoblauchzehen schälen und in eine Schüssel pressen. Ingwer schälen, zerkleinern und in die Schüssel pressen.
  4. Wasser erhitzen, den braunen Zucker darin auflösen. Zuckerwasser, Sojasauce, Balsamico, Zitronensaft, Pfeffer und Chiliflocken in die Schüssel geben. Alles gut verrühren.
  5. Tofu in gleich große Stücke schneiden und so in die Marinade legen, dass alle Stücke gut benetzt sind. Schüssel abdecken und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  6. Grillrost dünn mit etwas Rapsöl oder Erdnussöl einfetten. Grill auf 170 °C-180 °C indirekte Hitze einregeln.
  7. Tofustücke gut abtropfen lassen. Einige EL der Marinade mit Rapsöl oder Erdnussöl verrühren. Beiseitestellen.
  8. Tofustücke auf den Grill legen und jede Seite ca. 2 Minuten lang grillen.
  9. Tofustücke vom Grill nehmen und von beiden Seiten dünn mit der Marinade-Öl-Mischung bestreichen.

Tipps & Hinweise

  • Für das Grillen könnt Ihr alle festen Tofusorten verwenden. Seidentofu ist für Grillrezepte zu weich.
  • Das Auspressen als erster Arbeitsschritt ist ein Muss. Solange der Tofu mit der Flüssigkeit aus der Packung getränkt ist, kann er die Marinade nicht aufnehmen. Wenn Ihr zu wenig Zeit für das Gefrieren und Auftauen habt, wickelt Ihr den Tofu in Küchenpapier, legt ihn zwischen zwei Küchenbretter und presst möglicht viel Flüssigkeit aus. Eine praktische Alternative ist die Tofupresse.
  • Bei Tofu eignet sich Öl nicht so gut als flüssige Grundlage für Eure Marinade. Die Aromen ziehen besser ein, wenn Ihr Würzsaucen, einen aromatischen Essig, Zitronen- oder Limettensaft wählt. Damit der Tofu beim Grillen nicht am Rost festklebt, fettet Ihr diesen vor dem Grillen ein.
  • Grillspieße: Tofu lässt sich nicht nur am Stück grillen. Ebenso schnell und abwechslungsreich sind Tofu-Grillspieße. Hierfür schneidet Ihr den Tofu in Würfel der gewünschten Größe und mariniert sie. Anschließend steckt Ihr sie zusammen mit frischen Pilzen, Gemüse- oder Fruchtstücken auf einen gewässerten Holzspieß.

Welcher Tofu zum Grillen?

Das Angebot an Tofu-Produkten ist breit gefächert. Asia-Läden, Supermärkte, Reformhäuser, Online-Shops sowie einige Discounter bieten unterschiedliche Tofu-Varianten an. Die gängigsten sind:

Tofu Natur: Naturtofu eignet sich für nahezu alle Zubereitungsformen. Ihr könnt ihn frittieren, grillen und in Pfanne oder Ofen backen. Zerkleinert dient er als Grundlage für fleischloses Gulasch oder Haschee. Die Konsistenz des Tofus kann recht unterschiedlich ausfallen. Sie hängt vom Gerinnungsmittel ab. Kalziumsulfat ergibt eine feste, Magnesiumchlorid eine weichere Masse. In der Praxis werden auch Mischungen aus beiden Substanzen verwendet. Rezepte für selbst gemachten Tofu sehen häufig Essig oder Zitronensäure vor.

Seidentofu: Der Wasseranteil im Seidentofu ist höher als im Naturtofu. Das gibt dieser Tofusorte ihre zarte Konsistenz. Seidentofu eignet sich sehr gut als Zutat für Dressings, Dips, Suppen oder Süßspeisen.

Räuchertofu: Diese Variante hat eine relativ feste Konsistenz und zeichnet sich – je nach Sorte – durch ein zartes oder kräftiges Raucharoma aus. Sie schmeckt gebraten oder gegrillt ebenso gut wie kalt als Beilage zu Salaten oder auf einer Scheibe Brot.

Gewürzter Tofu: Wenn Ihr es ganz eilig habt, ist gewürzter Tofu eine Option. Die Geschmacksrichtungen reichen von orientalisch über mediterran bis süß-sauer. Außerdem gibt es Varianten mit Kräutern, Gemüsestückchen, Früchten und Nüssen.

Tofu: ein vollwertiges und vielseitiges Nahrungsmittel

In seiner Heimat ist Tofu seit Langem ein beliebtes Nahrungsmittel. Er wird aus eingeweichten, gemahlenen Sojabohnen hergestellt. Nach den verschiedenen Produktionsschritten bleibt eine weiße, schnittfeste Masse, die sich auf vielerlei Weise zubereiten lässt. Tofu sättigt gut und enthält viel pflanzliches Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren sowie Vitamine. Trotz seiner Vorzüge galt Tofu nach seiner Einführung bei uns zunächst als langweiliger Fleischersatz für Vegetarier und Veganer. Doch inzwischen hat er sich einen Platz in den Lebensmittelläden und Küchen erobert. Das liegt zum Teil daran, dass immer mehr Koch- und Grillfans entdecken, wie lecker Tofu schmecken kann. Außerdem sind die meisten Tofu-Rezepte nicht kompliziert und lassen sich mit wenig Arbeitsaufwand nachkochen.