Genusswelt

Glühwein Rezept: Leckeren Glühwein selber machen

Glühwein Rezept
Glühwein Rezept | Bild: Rozmarina

Wenn im Spätherbst Lebkuchen und Stollen in den Lebensmittelmärkten Einzug halten, ist er nicht weit: der unvermeidliche Glühwein in der Flasche oder im Tetrapak. Fertiger Glühwein hat nicht den besten Ruf – oft schmeckt er langweilig, aufdringlich oder bitter. Damit Ihr die Weihnachtszeit richtig genießen könnt, haben wir ein leckeres Glühwein Rezept und nützliche Tipps für Euch zusammengestellt.

Die Glühwein-Grundlage: Vorschläge für die Weinauswahl

Mit der weihnachtlichen Gewürzmischung lassen sich die Schwächen eines billigen Weins zwar kaschieren, aber das ist nicht Sinn der Sache. Der Eigengeschmack des Weines soll sehr wohl zur Geltung kommen und gut mit den Gewürzen harmonieren. Ein hochpreisiger Rotwein mit komplexem Eigengeschmack ist nicht die richtige Grundlage für ein Glühwein Rezept. Hier konkurrieren die Gewürze zu stark mit dem Charakter des Weins. Auch ein Wein, der im Eichenfass ausgebaut wurde, passt geschmacklich nicht. Für einen aromatischen Glühwein eignet sich ein möglichst fruchtiger Rotwein als Grundlage. Er sollte vergleichsweise gerbstoffarm sein.

Zum Beispiel könnt Ihr für Euer Glühwein Rezept folgende Weinsorten ausprobieren:

  • Dornfelder
  • Spätburgunder
  • Merlot
  • Pinot Noir
  • Zweigelt
Druckansicht

Glühwein Rezept – Leckeren Glühwein selber machen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Stimmen, mit 4,00 von 5)

from reviews

Zutaten

  • 6-8 Kardamomkapseln
  • 8-10 Nelken
  • 8 Pimentkörner
  • 3 Kapseln Sternanis
  • 1 Stange Zimt
  • 2 Tl Koriandersaat
  • 1 l Rotwein
  • 1 unbehandelte Orange
  • Zucker

Schritt für Schritt

  1. Zunächst wird die Orange unter heißem Wasser abgewaschen und in dünne Scheiben geschnitten.
  2. Nun die Kardamonkapseln mit der flachen Seite des Messer andrücken.
  3. Nelken, Pimentkörner, Sternanis, Koriandersaat und die Zimtstange mit einem Mörser grob zerstoßen. So können Sie sich die Aromen besser entfalten. Nun alle Gewürze in einen Teebeutel füllen.
  4. Rotwein, Orangenscheiben und den Teebeutel mit den Gewürzen in einen Topf geben und langsam erhitzen. Der Glühwein darf nicht köcheln und auf keinen Fall kochen! Wenn er leicht anfängt zu sieden, Temperatur etwas runter regeln.

Tipps für die Zubereitung und das Warmhalten von Glühwein

Die Zubereitung Eures Glühweins ist nicht kompliziert. Dennoch sollten Ihr ein paar Dinge beachten. Ganz wichtig: Bei 80 °C ist Schluss! Euer Glühwein darf niemals kochen. Der Siedepunkt von Alkohol liegt bei 78,3°C. Die Aromen der Zutaten können sich schon bei geringeren Temperaturen langsam verflüchtigen. Deswegen sind Temperaturen zwischen 70 °C und 75 °C zu empfehlen.

Mit einem Glühweinkocher ist das zubereiten und warmhalten von Glühwein ein Kinderspiel.

DMS® 8 L Glühweinkocher Glühweinautomat Wasserkocher Heißwasserspender Kocher Glühweinkessel Kessel 1800 Watt Einkochautomat TK-8
2 Bewertungen
DMS® 8 L Glühweinkocher Glühweinautomat Wasserkocher Heißwasserspender Kocher Glühweinkessel Kessel 1800 Watt Einkochautomat TK-8
  • Heißwasserspender 8L
  • Gehäuse und Deckel aus Edelstahl
  • Füllstandsanzeiger
  • Inhalt : 8 L
  • Temperaturregler : 30°C bis 100°C

Abwechslung muss sein – Varianten für Euer Glühwein Rezept

Glühwein-Puristen weichen nicht gerne vom traditionellen Glühwein Rezept ab. Besonders wenn Fruchtsaft mit ins Spiel kommt, ist das für sie ein Punsch. Tatsächlich ähneln sich einige der variierten Rezepte für Glühwein und für Punsch. – Das soll aber der Experimentierfreude keinen Abbruch tun.

Hier sind einige Vorschläge für den etwas anderen Glühwein:

Glühwein mit Beeren

Eine leckere Variation des Glühweinrezepts ist zusätzlich mit Beeren aromatisiert. Hierfür lassen sich frische oder getrocknete Beeren verwenden, Sirup, Saft oder Muttersaft. Jede dieser Möglichkeiten erzeugt einen unterschiedlichen Geschmackseffekt. Die Beeren selbst aromatisieren dezent. Der Sirup bringt seine eigene Süße mit, der hoch konzentrierte Muttersaft wirkt sehr herb. Rote und dunkle Beerensorten eignen sich sehr gut: beispielsweise Heidelbeeren, Cranberries, Aronia oder Holunderbeeren.

Glühwein mit Schuss

Sehr beliebt: Das Glühwein Rezept wird durch einen Schuss Hochprozentiges ergänzt. Beliebt sind Rum, Weinbrand, Amaretto oder Fruchtliköre. Der skandinavische Glögg gehört zu diesen Glühweinvarianten. In der Regel wird der Glühwein zunächst wie gewohnt zubereitet und die Spirituose der Wahl kurz vor dem Trinken hinzugegeben.

Die klassischen Glühwein-Gewürze

Die fertige Gewürzmischung im Teebeutel taugt nicht für einen guten Glühwein. Durch die Verarbeitung und Lagerung geht zu viel Aroma verloren. Hochwertige Mischungen mit nur grob zerkleinerten Gewürzen, die Ihr selbst dosieren könnt, sind etwas besser. Aber wenn Ihr einen wirklich guten Glühwein zubereiten wollt, kauft Ihr lieber die Gewürze für Euer Glühwein Rezept einzeln. Ganze Gewürze sehen nicht nur hübsch aus, sie haben auch den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu gemahlenen Gewürzen den Wein kaum trüben.
Gerade bei den Gewürzen gibt es recht unterschiedliche Mischungen für den Glühwein. Die Klassiker sind:

  • Zimt
  • Gewürznelken
  • Grüner Kardamom
  • Sternanis

Achtet beim Zimt auf den Unterschied zwischen Cassia-Zimt und Ceylon-Zimt. Der eine stammt von der chinesischen Zimtkassie und ist die preiswertere Variante. Der echte oder Ceylon-Zimt wird aus der Rinde des Zimtbaums gewonnen und hat ein besseres Aroma. Wenn Ihr die Gewürznelken in Euren Glühwein gebt, könnt Ihr schnell feststellen, ob sie noch frisch genug sind und genügend ätherisches Öl enthalten. Wenn sie waagrecht auf der Oberfläche schwimmen, sind sie zu trocken und geben nicht mehr viel Nelkenaroma ab. Beim Anis solltet Ihr für das Glühwein Rezept den kräftigeren Sternanis verwenden. Die hellen Anissamen, die es ebenfalls als Gewürz zu kaufen gibt, stammen von einer anderen Pflanze. Ihr Geschmack ist ähnlich, aber milder und süßlicher. Als Glühwein-Gewürz – und auch für die Weihnachtsbäckerei – wird der Grüne Kardamom verwendet. Die Samen des gleichnamigen Schwarzen Kardamoms haben ein anderes Aroma und passen zu deftigen Fleischgerichten.

Zitrus und Zucker – weitere Zutaten für das Glühwein Rezept

Orange oder Zitrone – das ist die Frage. Bei der Verwendung der Zitrusschale gehen die Meinungen auseinander. Die Zitrone hat eine ausgeprägtere Säurespitze, die Orangenschale dagegen einen aromatischeren, runderen Geschmack. Egal, welche Zitrusfrucht Ihr bevorzugt, Ihr solltet auf jeden Fall die frische Zutat für das Glühwein Rezept nehmen. Denn der typische Zitruscharakter ist bei getrockneten Schalen merklich schwächer.

Auch beim Zucker gibt es zwei Lager: Die einen bevorzugen den normalen weißen Zucker, die anderen ziehen den leicht malzigen Geschmack des braunen Zuckers vor. Bei der gleichen Menge süßt der handelsübliche Kristallzucker etwas stärker und löst sich schneller auf. Der Säuregehalt des Weins Eurer Wahl hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie viel Zucker Ihr wirklich braucht. Gegebenenfalls müsst Ihr die im Glühwein Rezept vorgegebene Menge anpassen.

Wer ist eigentlich der Erfinder des Glühweins?

Es ist nicht bekannt, wer zum ersten Mal Wein mit Gewürzen vermischt und erwärmt hat. Sicher ist, dass bereits die Römer entsprechende Rezepte kannten. Im Mittelalter war gewürzter Wein bei den Adeligen in ganz Europa beliebt. Glühwein und verwandte Getränke gibt es in sehr vielen Ländern. Die Weinsorten und Zutaten für die Zubereitung können variieren. Ein traditionelles Glühwein Rezept bei uns besteht üblicherweise aus rotem Wein, der zusammen mit typischen Weihnachtsgewürzen erwärmt wird.

Mein Tipp zum Schluss

Wenn Ihr eine gute bittere Orangenmarmelade habt, könnt Ihr ein wenig davon unterrühren. Der fruchtige, herbe Geschmack passt sehr gut zum Glühwein. Am besten stellt Ihr die Marmelade beim Servieren auf den Tisch, damit sich jeder nach Belieben bedienen kann. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass der Marmeladen-Effekt frisch bleibt und nicht durch das Warmhalten allmählich abklingt.

Kommentar schreiben

René Corten

René ist ein Genussmensch und Griller durch und durch. Zu seinen Lieblings-Grills zählen der Kugelgrill und Water-Smoker. Auf Grillkameraden.de teilt er seine Erfahrungen am Grill in Form von Rezepten und Ratgebern.