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Grundrezept Risotto: So gelingt die italienische Spezialität

Risotto Grundrezept
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Risotto Grundrezept – schnell & einfach mit Gelinggarantie!

Innen bissfest, außen cremig: So präsentiert sich ein gelungenes Risotto. Die Wahl der richtigen Zutaten und ein bisschen Geduld sind notwendig, damit Ihr am Ende das gewünschte Ergebnis erhaltet. Mit unserem Grundrezept gelingt Euch ein leckeres Risotto. Außerdem geben wir Euch Tipps, wie Ihr das Grundrezept variieren könnt.

  • Gesamtdauer ohne Wartezeit: 00:40
  • Menge: 56 Personen 1x

Zutaten

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  • 1 l Gemüse- oder Fleischbrühe
  • 1 Zwiebel (groß)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 250 ml Weißwein
  • 400 g Risotto-Reis
  • 50 g Butter
  • 90 g Parmesan (gerieben)
  • Salz
  • Pfeffer

Schritt für Schritt

  1. Brühe in einem Topf erhitzen.
  2. Zwiebel und Knoblauch schälen und in kleine Stücke schneiden.
  3. Olivenöl in einem weiteren Topf erhitzen. Zwiebel- und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
  4. Hitzezufuhr erhöhen. Reis ungewaschen in den Topf geben. 1-2 Minuten andünsten, bis die Körner leicht glasig sind. Mit Weißwein ablöschen.
  5. Bei mittlerer Hitze den Reis so lange köcheln lassen, bis er den Wein fast vollständig aufgesogen hat. Regelmäßig umrühren.
  6. So viel Gemüsebrühe in den Topf geben, dass der Reis bedeckt ist.
  7. Reis weitergaren, bis fast keine Brühe mehr zu sehen ist. Regelmäßig umrühren.
  8. Wiederholt Brühe nachgießen und vom Reis aufnehmen lassen, bis das Risotto nach 14-20 Minuten fertig ist. Die Reiskörner sollen innen noch fest sein und ihre Form behalten. Außen sind sie von einer cremigen Schicht überzogen.
  9. Butter und Parmesan unter das fertige Risotto heben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sofort servieren.

Tipps & Hinweise

  • Auf keinen Fall solltet Ihr den Reis vor dem Garen waschen. Dies würde die Stärke auf der Außenseite des Reiskorns entfernen, die Ihr für die typische Risotto-Konsistenz braucht.
  • Die Brühe sollte während des gesamten Kochvorgangs warm genug sein. Gießt Ihr abgekühlte Brühe über den Reis, senkt sie sofort die Temperatur im Topf. Dadurch unterbrecht Ihr den Kochvorgang.
  • Statt zu rühren, könnt Ihr den Topf auch schwenken, um Reis und Flüssigkeiten miteinander zu vermischen.

Risotto: ein europäisches Reisgericht

Risotto ist eine spezielle Art, Reis zu garen. Die Methode stammt aus dem Nordwesten Italiens. Hier liegt die Po-Ebene, die Heimat des größten europäischen Reisanbaugebiets. Bereits im 15. Jahrhundert wurde in diesem Gebiet Reis angepflanzt. Seitdem sind die weißen Körner fester Bestandteil der regionalen Küche. Risotto ist wohl das bekannteste italienische Reisgericht. Es schmeckt als Hauptgericht ebenso gut wie als Beilage. Durch die Zugabe von Gemüse, Gewürzen, Kräutern, Fleisch oder Meeresfrüchten lassen sich zahlreiche Varianten kreieren. Die Zubereitung erfordert etwas Geduld, ist jedoch nicht kompliziert. Mit etwas Erfahrung wisst Ihr genau, wann Ihr wie viel Flüssigkeit nachgießen müsst.

Welche Reissorten eignen sich für Risotto?

Entscheidend für das Gelingen Eures Risottos ist die Wahl der Reissorte. Nicht jeder Reis hat die richtigen Kocheigenschaften. Die typischen Risotto-Sorten enthalten im Inneren eine andere Art von Stärke als auf der Außenseite. Deswegen erhaltet Ihr beim Garen die typisch cremige Konsistenz, während die einzelnen Reiskörner noch bissfest sind. Milchreis, Naturreis und viele Langkornreissorten weisen andere Eigenschaften auf und eignen sich nicht für Risottos.

Die folgenden italienischen Reissorten sind eine gute Wahl, wenn Ihr ein Risotto zubereiten möchtet. Kochzeiten und die Konsistenz des fertigen Risottos unterscheiden sich von Sorte zu Sorte.

Arborio: Dieser Mittelkornreis wird in der Umgebung der gleichnamigen Stadt angebaut. Seine Körner sind vergleichsweise groß und ergeben ein weiches Risotto. Die Kochzeit beträgt rund 16 Minuten.

Carnaroli: Carnaroli-Reis gilt als besonders hochwertig und ist daher teurer als andere Reissorten. Nach einer Garzeit zwischen 16 und 18 Minuten erhaltet Ihr ein wunderbar cremiges Risotto.

Vialone Nano: Die kleinen Reiskörner dieser Sorte sind bereits nach 14 bis 15 Minuten gar. In Italien wird Vialone Nano-Reis regelmäßig verwendet. Außerhalb von Italien ist er weniger bekannt.

Baldo: Baldo ist eine relativ neue Reissorte mit großen Körnern. Sie nimmt Flüssigkeit gut auf und ergibt ein etwas festeres Risotto. Die Kochzeit liegt zwischen 15 und 20 Minuten.

Risotto-Grundrezept variieren: Zwiebel-, Käse- und Weinsorten

Die italienische Küche ist stark davon geprägt, dass Köche und Köchinnen ihre individuellen Varianten eines Rezepts entwickeln. Ob Pizza, Tomatensauce oder selbst gemachter Pastateig – es gibt zahlreiche köstliche Varianten typisch italienischer Gerichte. Beim Risotto ist es ebenso. Selbst beim Grundrezept habt Ihr verschiede Möglichkeiten, mit den Zutaten zu experimentieren.

Anstatt der Zwiebel könnt Ihr die entsprechende Menge klein geschnittener Schalotten oder Frühlingszwiebeln andünsten. Bereits dadurch verändert sich der Geschmack des Risottos. Die Zugabe von Parmesan ist kein Muss. Nehmt Ihr Risotto als Beilage, passt es vielleicht besser, nur Butter zu verwenden. Natürlich könnt Ihr auch andere Käsesorten ausprobieren. Gruyère, Appenzeller oder Pecorino haben ihren eigenen Charakter und schmecken ebenfalls ausgezeichnet. Der Wein gibt dem Reisgericht eine feine Säurenote. Zusätzlich beeinflusst die Weinsorte das Aroma des Risottos. Es lohnt sich, nicht den billigsten Weißwein zu wählen. Besser ist beispielsweise ein Grauburgunder, ein Gewürztraminer oder ein guter Riesling.