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Zander grillen – so wird er perfekt

Gegrillter Zander
Gegrillter Zander / Foto: Daniel Vincek

Gegrillter Zander ist eine Delikatesse. Wenn Du küchenfertige Filets verwendest, brauchst Du nicht lange warten, bis Du sie genießen kannst. Wir stellen Dir ein Rezept vor, mit dem Du Zander wie gewohnt auf dem Grill oder auf der Grillplanke garen kannst. Du wirst sehen: Es ist ganz einfach, aus dem edlen Speisefisch ein leckeres Hauptgericht zuzubereiten.

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Zander grillen – so wird er perfekt

Gegrillter Zander ist eine richtige Delikatesse! Wir zeigen Dir wie man ihn richtig und einfach zubereitet.

  • Vorbereitungszeit: 00:10 +00:20 Marinieren
  • Grill- / Kochzeit: 00:10
  • Gesamtdauer: 00:20
  • Menge: 4 Personen

Zutaten

  • 800 g Zanderfilets mit Haut
  • 6 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL schwarzer grober Pfeffer
  • 1/2 TL getrocknetes Rosmarin
  • Saft von einer Zitrone

Material:

Schritt für Schritt

  1. Zuerst spülst Du 800 g Zanderfilets gründlich unter fließendem, kalten Wasser ab. Danach tupfst Du die Filets trocken. Schneide die Filets so zurecht, dass Du 4 gleich große Portionen erhältst. Bei jedem Filetstück die Haut an ein oder zwei Stellen einschneiden.
  2. Vor dem Würzen überprüfst Du, ob noch Gräten im Fisch sind. Wenn Du mit dem Finger über die Filetoberfläche streichst, spürst Du, wo Gräten stecken. Ziehe sie bei Bedarf vorsichtig heraus.
  3. Du gibst 6 EL Olivenöl in eine kleine Schüssel und würzt es mit ½ TL Salz, ½ schwarzem Pfeffer aus der Mühle sowie ½ TL Rosmarin. Dann rührst Du den Saft 1 Zitrone unter.
  4. Mit einem Pinsel bestreichst Du alle Filetstücke von beiden Seiten mit der Zitronen-Öl-Mischung. 20 Minuten ziehen lassen.
  5. Inzwischen heizt Du den Grill auf mittlere Hitze vor.
  6. Du bestreichst den Boden der Grillschale dünn mit Olivenöl. Anschließend legst Du die Filetstücke mit der Haut nach unten hinein.
  7. Zunächst grillst Du die Zanderfilets 5-6 Minuten auf der Hautseite. Danach wendest Du sie vorsichtig und grillst sie auf der anderen Seite in maximal 3 Minuten fertig. Das Zanderfleisch soll durchgegart sein, aber noch saftig. Bei einer Kerntemperatur von 58 °C ist gegrillter Zander glasig, bei 60 °C vollständig durchgegart.

Gut zu wissen

  • Frische ist bei Fisch oberstes Gebot. Am besten kaufst Du den Zander am Tag vor dem Grillen oder am selben Tag. Eine Isoliertasche mit Kühlelementen verhindert ein zu starkes Erwärmen während des Transports. Danach lagerst Du den Zander im Kühlschrank. Falls Du Dich für tiefgekühlten Fisch entscheidest, sollte er nicht zwischendurch antauen.
  • Säubern, säuern, salzen sind die drei klassischen „S“ der Fischzubereitung. Der Fisch muss sauber sein. Insbesondere dürfen keine Reste von Geweben oder Organen vorhanden sein, die den Geschmack beeinträchtigen. In diesem Zander-Rezept stecken das Salz und der Zitronensaft in der Marinade. Doch das ist nicht die einzige Möglichkeit. Statt alle Würz Zutaten mit dem Öl zu vermischen, kannst Du Deinen Zander vor dem Grillen auch erst salzen und anschließend mit Zitronensaft und Öl beträufeln.
  • Die Schnitte auf der Hautseite verhindern, dass sich die Filets beim Erhitzen zu stark wölben. Verformte Filets sehen nicht nur unschön aus, es ist auch schwierig, sie gleichmäßig durchzugaren.

Zander – ein besonderer Süßwasserfisch

Der Zander gehört zu den Barschen und ist der größte Fisch innerhalb dieser Familie. Wie seine Verwandten zählt er zu den Raubfischen und geht in der Dämmerung oder nachts auf Beutezug. Unter Sportfischern gilt der Räuber als beliebter Zielfisch. Es ist nicht einfach, ein kapitales Exemplar zu fangen. Nicht jeder gefangene Fisch darf mitgenommen werden. Denn für Zander schreiben die Bundesländer Mindestmaße vor. Außerdem müssen Sportfischer die Schonzeiten ihrer Zielfische beachten. Die Zander für den Verkauf stammen meist von professionellen Fischern, die mit Reusen und Netzen arbeiten. Außerdem gibt es einige Fischzuchtbetriebe, die sich auf Zander spezialisiert haben. Als Speisefisch ist Zander äußerst beliebt. Sein festes, aromatisches Fleisch überzeugt selbst Skeptiker, die Fisch nicht so gerne essen. Außerdem hat gegrillter Zander den Vorteil, dass er sehr wenige Gräten enthält. Die vielen Gräten, die beispielsweise bei Weißfischen den Genuss stören, sind im Zander nicht zu finden. Wenn er fachgerecht filetiert wird, sind die Filets für das Grillen nahezu grätenfrei. Die festen Fleischstrukturen erleichtern Dir, den Zander zu grillen. Ein Zanderfilet fällt nicht so schnell auseinander wie ein Fischfilet mit weichem Fleisch. Besonders, wenn Du Filetstücke mit Haut grillst, kannst Du Dich darauf verlassen, dass sie nach dem Garen ganz sind. In Bezug auf Geschmack zählt der Raubfisch zum Besten, was heimische Gewässer bieten. Gegrillter Zander schmeckt sowohl sparsam gewürzt als auch mit aromatischen Kräutern oder Marinaden.

Zander grillen auf der Holzplanke

Zander grillen, das geht nicht nur auf dem Rost oder in einer Grillschale. Die köstlichen Fischfilets sind ideal für das Grillen auf der Holzplanke. Diese Grilltechnik liegt seit einigen Jahren im Trend. Entwickelt wurde sie von den Indianern Nordamerikas. Sie nutzten gewässerte Zedernholzplanken für die Zubereitung ihrer Fische. Die Besonderheit: Während des Grillens gehen Aromastoffe aus dem Holz in den Fisch über. Allerdings kannst Du nicht jede beliebige Holzplanke nutzen, um Deinen Zander zu grillen. Weiches oder sehr harziges Holz eignet sich nicht. Für gegrillten Zander benötigst Du eine Grillplanke aus Rotzeder, Buche, Kirsche oder Erle. Während Du die Fischfilets vorbereitest, wässerst Du die Planke, damit sie auf dem Grill nicht ankohlt. Dann legst Du die Filets direkt auf das Holz. Während des Grillens mit der Holzplanke schließt Du den Deckel Deines Grills oder deckst die Zanderfilets mit Alufolie ab.

Zander grillen: So bereitest Du den Fisch im Ganzen zu

Gegrillter Zander lässt sich nicht nur in Form von Filets zubereiten. Du hast die Möglichkeit, den Fisch im Ganzen zu garen. Bei dieser Art der Zubereitung sind einige Dinge zu beachten. Vor dem Grillen muss der Zander geschuppt, ausgenommen und gründlich gesäubert werden. Insbesondere vom Nierengewebe darf nichts im Fisch bleiben, da es bitter schmeckt. Das Säubern und Vorbereiten des Fischs erfordert Übung und die richtigen Utensilien. Wenn Du einen ganzen Zander grillen willst, ist es einfacher, ihn küchenfertig zu kaufen. Falls Du Fische von einem Angler aus dem Freundes-oder Bekanntenkreis angeboten bekommst, kannst Du ihn fragen, ob er diese Arbeitsschritte übernimmt. Eine wichtige Frage vor dem Zander-Grillen: Ist Dein Grill groß genug für den ganzen Fisch? Die Raubfische können eine Länge von über einem Meter erreichen. Das ist zwar selten, aber auch ein Fisch zwischen 60 und 70 cm stellt eine Herausforderung für einen kleinen Grill dar. Außerdem erfordert das Wenden eines größeren Fisches Geschick, damit er nicht auseinanderfällt. Wenn Du den Zander im Ganzen grillen willst, würzt Du den vorbereiteten Fisch innen und außen. Das gilt für Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Fischgewürz und Marinade. Die Bauchhöhle füllst Du nach Belieben mit Kräutern und Zitronenstücken.

Was passt zu Zander vom Grill?

Zu gegrilltem Zander schmecken viele Beilagen und Saucen. Hier sind ein paar Beispiele zur Inspiration:

  • Kartoffeln: Du hast die Wahl zwischen Pellkartoffeln, Ofenkartoffeln, Bratkartoffeln, Pommes oder Kartoffelsalat.
  • Gegrilltes Gemüse: Wenn Du Deine Zanderfilets statt in der Aluschale in Alufolie grillst, kannst Du Fisch und Gemüse zusammen in einem Päckchen garen. Die Aromen vermischen sich dabei, und Dein gegrillter Zander schmeckt noch leckerer. Andernfalls legst Du das Gemüse Deiner Wahl neben den Fisch auf den Grill.
  • Gekochte oder frische Salate: Salate aus gekochten Rüben, Spargelsalat, frischer Gurkensalat– oder Tomatensalat passen ausgezeichnet zu gegrilltem Zander.
  • Kräuterbutter oder Zitronenbutter sind eine leckere Beilage, die zu jedem gegrillten Fisch passt.
  • Saucen: Zu gegrillten Zanderfilets kannst Du sowohl kalte als auch warme Saucen servieren, beispielsweise Remoulade, Dill-, Meerrettich oder Paprikasauce.

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